Die Künstlerin und ihr Haushalt

1. Juni 2010, 13:22
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foto: eva hradil

"Ursprünglich sollte diese Ausstellung Hausfrauenkunst heißen", erklärt Eva Hradil gegenüber dieStandard.at. "Natürlich", so ergänzt sie, "mit dem nötigen Augenzwinkern dazu". Denn seit den 1960er-Jahren kursiert der Begriff als Schimpfwort, nicht nur unter KünstlerInnen. Darunter werden all jene handwerklich-künstlerischen Ergüsse definiert, die jemand aus einem Hobby heraus realisiert und ausstellt.
"Menschen, die mit Kunst nichts zu tun haben, bewerten Werke, die sie zu einfach finden, zumeist mit den Worten: 'Das kann mein (Enkel)Kind auch!' Das würden KünstlerInnen nie sagen, weil genau Arbeiten von Kindern einen Zugang zum Arbeiten haben, der mit dem alles kontrollieren wollenden Erwachsenenhirn viel schwerer zu erreichen ist. KünstlerInnen bewerten Arbeiten, die ihnen zu wenig erscheinen eben mit dem kopfschüttelnden Wort 'Hausfrauenkunst!", fährt Eva Hradil fort.

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