CIA produzierte Video, in dem Osama Schnaps trinkt

27. Mai 2010, 14:50
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Mehrere Vorschläge der Geheimdienstler, wie man Saddam Hussein diskreditieren könnte, wurden nicht realisiert

Vor dem US-geführten Angriff auf den Irak im Jahr 2003 kursierten in US-Geheimdienstkreisen zahlreiche Vorschläge, wie man vielleicht doch noch einen Sturz des Diktators Saddam Hussein herbeiführen und so Blutvergießen vermeiden könnte. Einige dieser Ideen hat nun die Washington Post aufgedeckt.

So schlugen die Geheimdienstler vor, man könne ein Video produzieren, das ein Saddam-Double beim Sex mit Knaben zeigt. "Es hätte aussehen sollen, als ob es mit einer versteckten Kamera aufgenommen worden wäre, zitiert die Washington Post einen CIA-Mitarbeiter, "sehr grobkörnig, als ob jemand heimlich mitgefilmt hätte".

Udai als Saddam-Nachfolger

Ein anderes Projekt sah vor, irakische Fernsehprogramme zu unterbrechen, um eine gefälschte Sondersendung auszustrahlen. In diesem Video sollte "Saddam" ankündigen, dass er die Macht an seinen Sohn Udai übergibt. Da der Diktatorensohn bei der Bevölkerung verhasst war, hoffte man, so einen Volksaufstand auslösen zu können. Auch gefälschte Laufschriften sollten in irakische Nachrichtensendungen eingeblendet werden.

Realisiert wurden diese Vorschläge nie: "Die Ideen waren vollkommen lächerlich," zitiert die Washington Post einen Ex-CIA-Agenten, "sie kamen von Leuten, die in Lateinamerika oder Ostasien Karriere gemacht hatten und die überhaupt kein Verständnis für die Region hatten."

Ein CIA-Mitarbeiter, der lange im Nahen Osten stationiert war, äußerte die Meinung, "wenn Saddam mit Jungen herumspielt, hätte es dort kaum Aufregung gegeben. Wir machen immer wieder den Fehler, unsere Tabus als universell gültig anzusehen".

Osama trinkt Schnaps

Ein anderes Fake-Video existiert allerdings laut Washington Post tatsächlich: auf der Aufnahme ist Al-Kaida-Boss Osama bin Laden zu sehen, wie er am Lagerfeuer mit Kampfgenossen aus einer Flasche Schnaps trinkt und sich mit seinen (männlichen) Eroberungen brüstet. (bed)

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    Wie es Bert auf der Sesamstraße auf dieses in Bangladesch verkaufte Osama-Plakat schaffte, ist nicht bekannt. Möglicherweise hat der unbekannte Grafiker die Google-Bildersuche benutzt und ist so auf die Webseite "Bert is evil" gestoßen.

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