Alfred-Worm-Preis für Florian Klenk vom "Falter"

27. Mai 2010, 13:19
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Sonderpreis geht an Christian Granbacher (Echo-Verlag)

Alfred-Worm-Preisträger 2010 ist Florian Klenk, stellvertretender Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung "Falter". Er wurde für den Artikel "Weisung aus dem Sack" ausgezeichnet. Der Sonderpreis für die beste Dokumentation geht an Christian Granbacher für die Artikelserie "Salzburger Burschenschaften", erschienen im Echo-Verlag.

Die Jury begründete ihre Wahl für damit, dass "die Geschichte über die in Papiersäcken dem 'Falter' überreichten Dokumente aus dem Justizministerium und die darauffolgenden Recherchen des Autors zu der innenpolitischen Geschichte im Jahr 2009 führte. Viele Wochen hat sich der Autor mit einzelnen Fällen beschäftigt, in denen es um Geheimnisverrat, Bestechung, Freunderlwirtschaft und Geldverschwendung ging. Er hat damit die Justiz nicht nur nachhaltig beschäftigt sondern auch für künftige Vorgänge sensibilisiert. Ohne umfassende Recherchen und den Aufbau eines Informationennetzwerkes ist eine derartig investigative journalistische Leistung nicht zu erbringen."

Und zur Vergabe des Sonderpreises: "Die Dokumentation über die schlagenden Burschenschaften in Salzburg und deren teilweise problematischen Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg erforderten eine hohen Rechercheaufwand und ein Durchhaltevermögen, an einer Sache dran zu bleiben." Dies sei  Granbacher "ohne Zweifel" gelungen.

Im vergangenen Jahr wurden Rainer Fleckl und Erich Vogl vom "Kurier" ausgezeichnet, Alexandra Keller vom Echo-Verlag erhielt den Sonderpreis für die beste Dokumentation.

Der Preis für investigativen Journalismus im Gedenken an "News"-Herausgeber Alfred Worm, wird bereits zum dritten Mal von der Verlagsgruppe News verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert, der Sonderpreis für die beste Dokumentation mit 5.000 Euro. Die offizielle Preisverleihung findet im Herbst statt (red).

  • Ausgezeichnet: Florian Klenk
    foto: veronika hofinger

    Ausgezeichnet: Florian Klenk

  • Christian Granbacher
    foto: katharina roth

    Christian Granbacher

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