Auch Dell will Arbeitsbedingungen bei Zulieferer Foxconn prüfen

27. Mai 2010, 12:25
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Reihe von Selbstmorden bei Elektronikhersteller in China

Nach einer Reihe von Selbstmorden von Beschäftigten will auch der US-Computerbauer Dell die Arbeitsbedingungen bei seinem Zulieferer Foxconn in China unter die Lupe nehmen. "Wir untersuchen die Berichte", sagte eine Dell-Sprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Wenn nötig würden "angemessene Maßnahmen" ergriffen. "Wir erwarten von unseren Zulieferern die gleichen hohen Standards wie in unseren eigenen Werken", fügte die Sprecherin hinzu.

Druck

Am Foxconn-Standort in der südchinesischen Stadt Shenzhen haben sich seit Beginn des Jahres bereits elf Arbeiter das Leben genommen. Arbeitsrechtsorganisationen machen den hohen Druck bei gleichzeitig schlechter Bezahlung verantwortlich. Der taiwanesische Hersteller Foxconn produziert neben Dell auch für Hewlett-Packard und baut für den US-Computerkonzern Apple das iPhone.

Medienberichten zufolge greift Foxconn nach der Suizidserie inzwischen zu drastischen Mitteln: Die Beschäftigten erhielten demnach einen Brief, in dem sie sich schriftlich verpflichten müssen, sich nicht selbst zu töten. Die Beschäftigten erlaubten mit ihrer Unterschrift dem Unternehmen zudem, sie "zum eigenen Schutz und dem anderer" in eine psychiatrische Klinik zu schicken, sollten sie in einer "anormalen geistigen oder körperlichen Verfassung sein". Gebäude des Unternehmens wurden mit Netzen verhängt, um Todesstürze zu verhindern. (APA)

 

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