Fernost-Leitbörsen schließen mit Gewinnen

27. Mai 2010, 11:23
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Japans Exporte brummen - Rohstofftitel in Australien im Fokus

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 117,06 Zähler oder 1,23 Prozent auf 9.639,72 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 234,92 Zähler (plus 1,22 Prozent) auf 19.431,37 Einheiten.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.746,24 Zählern und einem Plus von 50,22 Punkten oder 1,86 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 68,7 Zähler oder 1,59 Prozent auf 4.399,1 Einheiten. Aufwärts ging es auch für die Chinesische Börse. Der Shanghai Composite legte um 1,15 Prozent oder 30,12 Zähler auf 2.655,19 Punkte zu.

Im frühen Handel hatten noch Nachrichten, dass China seine Bestände von europäischen Staatsanleihen überprüfen wolle, den Euro auf Talfahrt geschickt. Auch die US-Aktienmärkte hatten am Vorabend hierunter gelitten und leicht negative Vorgaben geliefert. Mit einer deutlichen Erholung beim Euro konnten sich die Aktien in Asien gegen die anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise stemmen, sagten Händler. Die europäische Leitwährung erholte sich am Morgen deutlich und stieg wieder über die Marke von 110 Yen. Das habe japanische Exportwerte gestützt.

Japans Exportmotor brummt: Die Ausfuhren der zweitgrößten Wirtschaftsnation stiegen im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 40,4 Prozent und damit im fünften Monat in Folge, wie das Finanzministerium bekanntgab. Im Vormonat hatten die Exporte um 43,5 Prozent zugelegt.

Sony und Canon mit Aufschlägen

Die Papiere von Sony und Canon legten jeweils 2,1 Prozent zu, auch Honda gewannen 1,2 Prozent. Allesamt waren sie mit Verlusten in den Tag gestartet. Nippon Steel kündigte Preiserhöhungen an und sorgte so im Sektor für Kursgewinne: Die Titel des Stahlproduzenten gewannen 1,95 Prozent. Kobe Steel sprangen um 3,33 Prozent in die Höhe.

In Australien standen Rohstofftitel im Fokus. Die Aktien von BHP Billiton stiegen um 4,27 Prozent auf 38,85 Australische Dollar und Rio Tinto notierte um 4,82 Prozent auf 67,03 Dollar fester. Die Aktien profitierten von schwindenden Sorgen, dass die geplante Bergbausteuer in Australien die Gewinne der Rohstoffunternehmen bremsen werde. Die Steuer auf Gewinne für Minenunternehmen wird Gerüchten zufolge von sechs auf nur elf bis zwölf Prozent angehoben. Zuvor wurde mit einer Anhebung der Steuer auf bis zu 40 Prozent gerechnet.

In Hongkong zogen Reedereien und Ölunternehmen den Hang Seng in die Höhe. Die Aktien profitierten von steigenden Transportkosten und Rohölpreisen. So stiegen Cnooc, Chinas größtes Offshore Ölunternehmen, um 3,80 Prozent auf 12,02 Hongkong Dollar. Die größte Reederei des Landes, China Cosco Holding, gewann um 4,17 Prozent auf 8,50 Hongkong Dollar. Von den Neuigkeiten um die Bergbau-Steuern in Australien profitierten auch Yanzhou Coal Mining, die um 9 Prozent auf 17,08 Hongkong Dollar in die Höhe sprangen. (APA)

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