Privatuni-Bereich wächst schneller als öffentlicher Sektor

27. Mai 2010, 11:16
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5.829 Studierende an Österreichs Privatuniversitäten - Musik, Gesundheitswesen und Sozial- bzw. Verhaltenswissenschaften werden am häufigsten studiert

Im aktuellen Studienjahr 2009/10 studierten an den zwölf Privatuniversitäten in Österreich 5.829 Personen, das ergab eine Erhebung der Statistik Austria, die heute veröffentlicht wurde. Die Zahl entspricht einem Plus von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An den öffentlichen Unis studieren derzeit laut Daten des Wissenschaftsministeriums rund 274.000 Personen, ein Plus von etwas mehr als zwölf Prozent. Damit sind derzeit 2,09 aller Uni-Studenten an einer Privatuniversität eingeschrieben (2008/09: 2,04 Prozent).

Schwerpunkte bei Musik und Gesundheit

Die höchste Zahl an Studierenden können die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) in Tirol (1.189 Studierende), die Anton Bruckner Privatuni in Linz (1.017 Studierende) und die das Konservatorium Wien (908 Studierende). Der Hauptausbildungsschwerpunkt liegt - aufgrund des hohen Anteils der Musik-Universitäten - bei den Künsten (2.059) Studierende, dem Gesundheitsbereich (1.292 Studierende) sowie den Sozial- und Verhaltenswissenschaften (819 Studierende).

Mehrheit absolviert Bachelor-Studium

Rund 52 Prozent aller Studierenden absolvieren ein Bachelor-Studium, 19 Prozent haben sich in ein Masterstudium eingeschrieben, 11 Prozent in ein Doktoratsstudium und 9 Prozent betreiben ein klassisches Diplomstudium. 90 Prozent aller Studierenden machen ein Regelstudium, 10 Prozent absolvieren einen universitären Lehrgang.

An allem Privatuniversität liegt die Frauenquote bei 56 Prozent. Große Unterschiede gibt es jedoch bei der Verteilung nach Studienart: Bei den Bachelorstudien sind 60 Prozent aller Studierenden Frauen, bei den Doktoratsstudien nur mehr knapp 40 Prozent. 38 Prozent aller Studierende stammen aus dem Ausland, deren Anteil ist somit fast doppelt so hoch wie an öffentliche Universitäten. (red, derStandard.at, 27.5.2009)

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