Chronische Polyarthritis nimmt bei Frauen zu

27. Mai 2010, 10:57
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Rauchen und Vitamin-D-Mangel werden mit steigender Inzidenz in Verbindung gebracht - Experten fordern verbesserte Aufklärung der Bevölkerung

Minnesota - Frauen in den USA sind erkranken zunehmend an der chronischen Polyarhtitis, auch als rheumatoide Arthritis bezeichnet. Wissenschaftler der Mayo Clinic haben zwischen 1995 und 2007 einen Anstieg der Erkrankungen von 2,5 Prozent festgestellt. Bei den Männern sank die Anzahl der Erkrankungen dagegen in diesem Zeitraum. Zuvor war die Zahl der Erkrankungen auch bei den Frauen 40 Jahre lang kontinuierlich gefallen.

Immunsystem greift Gelenke an

Aus bislang unbekannter Ursache richtet sich das Immunsystem bei dieser entzündlichen Erkrankung gegen körpereigene Gelenke. Typische Folgen sind Rötung, Schmerzen, Schwellung und Funktionseinschränkungen im betroffenen Areal. Ohne adäquate Therapie kommt es langfristig zu irreversiblen Gelenksdestruktionen. Die Krankheit setzt häufig zwischen dem 40 und 50 Lebensjahr ein. Frauen sind drei Mal eher betroffen als Männer.

Das Team um Sherine Gabriel untersuchte die Krankheitsfälle in Minnesota im Zeitraum zwischen 1995 und 2007. Konkret wurden die Krankengeschichten von 1.761 Einwohnern von Olmsted County untersucht.

Rauchen erhöht Erkrankungsrisiko

Frühere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Rauchen und rheumatoider Arthritis festgestellt. Ein Mangel an Vitamin D wurde ebenfalls mit der Entstehung dieser Krankheit in Verbindung gebracht. In Großbritannien sind rund 350.000 Menschen von Rheumatoider Arthritis betroffen.

Ailsa Bosworth von der National Rheumatoid Arthritis Society betonte, dass diese Forschungsergebnisse Anlass zur Sorge seien. Es sei notwendig, das die Öffentlichkeit mehr über diese Krankheit erfahren und dass die Menschen wüssten, dass sie ihr Krankheitsrisiko erhöhen, wenn sie rauchen. (pte/red)

Details der Studie wurden im Fachmagazin Arthritis and Rheumatism veröffentlicht.

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