Warimpex: Verlust schrumpft im Quartal

27. Mai 2010, 13:00
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Wien - Der börsenotierte Hotelentwickler Warimpex hat im ersten Quartal 20010 die Erholung der Hotelmärkte gespürt und sein Ergebnis deutlich verbessert. Der Nettoverlust sank von 10,3 Mio. Euro auf 656.000 Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbuchte Warimpex einen Gewinn (EBITDA) von 4,29 Mio. Euro, nach einem Fehlbetrag von 3,84 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das EBIT drehte von minus 7,3 auf plus 2,9 Mio. Euro. Der Umsatz stieg - nicht zuletzt dank zahlreicher Hoteleröffnungen - um 38 Prozent auf 20,35 Mio. Euro. "Die Auslastung kommt zurück, die Zimmerpreise - mit Ausnahme von Warschau, München und Karlsbad - noch nicht", sagte Unternehmenschef Franz Jurkowitsch heute, Donnerstag.

2010 werde "ein schwieriges Jahr" im Übergang von der Krise zu einer Normalisierung. Alles in allem rechnet Jurkowitsch dennoch mit einem positiven Gesamtergebnis - nach Verlusten von fast 93 Mio. Euro in 2009. "Wir werden in diesem Jahr signifikant bessere Ergebnisse liefern", ist der CEO zuversichtlich. In einem ersten Schritt werde die Auslastung gesteigert, in einem weiteren sollen die Zimmerpreise wieder in die Höhe gebracht werden. Im Vier-Sterne-Bereich will das Unternehmen bei der Auslastung beispielsweise von derzeit rund 65 Prozent wieder auf 70 bis 75 Prozent kommen. In den 5-Sterne-Hotels sei derzeit nur etwa die Hälfte der Zimmer ausgelastet, in den neuen Häusern seien in den ersten Monaten nur 30 bis 40 Prozent Auslastung zu erwarten.

Preiserhöhung

"Wenn wir 10 Euro je Zimmer zurückgewinnen, bedeutete dies einen Zusatzbetriebsgewinn von 8,4 Mio. Euro", so Jurkowitsch. In der Bewertung bedeutete eine Preiserhöhung in dieser Größenordnung - bei 3.500 Zimmern (anteilsbereinigt) - einen Wert von 110 bis 120 Mio. Euro. Vor einem Jahr war Warimpex angesichts der Krise um 100 Mio. Euro herunterbewertet worden.

Heuer haben eine Kapitalerhöhung (Ende April) sowie ein 16,7-Prozent-Anteilsverkauf am Palais-Hansen-Projekt am Wiener Schottenring zusätzliches Geld in die Kasse gespült. Die Aufstockung des Grundkapitals über 14,4 Millionen neue Aktien brachte einen Erlös von rund 26 Mio. Euro netto, die Palais-Transaktion einen Ertrag von 3,1 Mio. Euro. 10 Prozent an dem Hotelprojekt behielt die Warimpex.

Das frische Geld verwendet Warimpex den Angaben zufolge für aktuelle Projektentwicklungen in St. Petersburg und Warschau, die Entwicklung von Budget-Hotels sowie zur Refinanzierung von kurzfristigen Krediten und zur Rückzahlung ausstehender Verbindlichkeiten. Im Bereich Development seien Projektfinanzierungen wieder zu wirtschaftlich guten Bedingungen erhältlich.(APA)

 

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