Bucher will Liberale vereinigen

27. Mai 2010, 11:22
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LIF ist "nicht interessiert" an Gesprächen oder Vereinigung - BZÖ-Chef hofft auf 18 Prozent

BZÖ-Parteichef Josef Bucher kündigte an, seine Partei mit dem Liberalen Forum (LIF) vereinigen zu wollen. In einem Interview mit den Salzburger Nachrichten (Donnerstag-Ausgabe), sagte Bucher es gehe ihm darum "die liberalen Kräfte in Österreich zu bündeln". Er habe dem LIF und den jungen Liberalen (Julis) eine Vereinigung angeboten.

Bucher hofft durch einen Zusammeschluss der Parteien auf bis zu 18 Prozent der Stimmen, eine "abschließende Antwort" von den Parteien habe er aber noch nicht erhalten. Auch auf europäischer Ebene will der BZÖ-Chef mit den Liberalen gemeinsame Sache machen. Ewald Stadler, der zukünftige EU-Abgeordneter für das BZÖ, werde Kontakte mit dortigen Liberalen knüpfen, so Bucher. Österreich erhält durch den Lissabon-Vertrag ein Mandat mehr im EU-Parlament, diesen Platz wird Stadler ab Jänner 2011 einnehmen.

LIF "nicht interessiert"

Das LIF ist "weder an Gesprächen und schon gar nicht an einer Vereinigung" mit dem BZÖ interessiert, teilte Bundessprecherin Angelika Mlinar am Donnerstag mit. Sie dementierte die Aussage von BZÖ-Chef Josef Bucher, wonach die Orangen mit dem LIF Kontakt hinsichtlich einer Vereinigung der beiden Parteien aufgenommen hätten.

"Es hat keinerlei Kontakt des BZÖ mit dem Liberalen Forum gegeben. Wir wurden von niemandem auch nur angesprochen", hielt Mlinar in einer Aussendung fest. Sie gab darin bekannt, dass das LIF bei der Wiener Gemeinderatswahl im Herbst antreten will.

Bucher hatte gegenüber den "Salzburger Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe) von einem Vereinigungs-Angebot des BZÖ an das LIF berichtet, um die "liberalen Kräfte in Österreich zu bündeln". Dies missfiel aber nicht nur dem LIF, sondern auch einem Teil der eigenen Partei: Der Steirer Gerald Grosz stellte in einer Aussendung am Donnerstag klar, dass die steirischen Orangen keine Fusion mit dem LIF plane. Und er gab an, dass Bucher "dies auch in einem persönlichen Telefonat mit mir für die Bundesebene so klargestellt hat". (red, derStandard.at, 27.5.2010)

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