Banknotendruckerei unter Druck

26. Mai 2010, 21:07
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Betätigungsfeld könnte auf den Euro reduziert werden

Wien - Am Donnerstag tagt die Generalversammlung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB); der OeNB-Gewinn dürfte 2009 auf rund 400 Mio. Euro gestiegen sein; die Hälfte davon soll in die Reserven fließen, ist zu hören. Abgewickelt wird auch der Eigentümerwechsel; Banken, Versicherer und Interessenverbände steigen aus, künftig wird die OeNB zur Gänze dem Staat gehören.

Umstrukturiert wird wohl auch die OeNB-eigene Banknotendruckerei (ÖBS). Sie erzeugt Euros und andere Banknoten; ob sie Letzteres weiterhin tun wird, ist ungewiss. In dem Geschäft sind Deckungsbeiträge schwer zu erwirtschaften, bis Herbst soll ein Businessplan vorliegen. Abhängig ist die Entscheidung über das künftige Betätigungsfeld der ÖBS von der EZB; sie wird heuer entscheiden, wie die Euro-Druckaufträge künftig vergeben werden.

Sollte die ÖBS künftig nur noch Euros drucken, wird es zu einem Jobabbau kommen. Derzeit arbeiten neben rund 40 OeNBlern 200 Mitarbeiter für die ÖBS, rund 50 davon sind Leiharbeiter. (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.5.2010)

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