Präsident leistet sich 100-Millionen-Euro-Haus in Paris

26. Mai 2010, 17:02
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4.500 Quadratmeter Wohnfläche - Familie besitzt etliche Immobilien

Paris - Ali Ben Bongo (51), Präsident des zentralafrikanischen Staates Gabun, hat wie sein 2009 gestorbener Vater und Amtsvorgänger eine Leidenschaft für Luxusimmobilien. Im Herzen der französischen Hauptstadt Paris ließ er jetzt ein herrschaftliches Stadthaus mit 4.500 Quadratmetern Wohnfläche aus dem 18. Jahrhundert kaufen. Als Zeichen der "Transparenz" und "guten Regierungsführung" informierte er sogar die Öffentlichkeit - allerdings ohne die Adresse nahe dem Musee d'Orsay und den Kaufpreis von umgerechnet 100 Millionen Euro zu nennen, berichtete das französische Enthüllungsblatt "Canard Enchainé" (Mittwochsausgabe).

Die Bevölkerung des westafrikanischen Kleinstaates dürfte angesichts der Kosten der Immobilie Zweifel an der "guten Regierungsführung" haben. Gabun hat zwar reiche Erdölvorkommen, die Mehrheit der Bevölkerung lebt jedoch in Armut. Ali Ben Bongos Vater Omar (1935-2009) war lange dienstältester Staatschef des afrikanischen Kontinents. Die französische Justiz ermittelte gegen ihn wegen Veruntreuung von Staatsgeldern und der Anhäufung illegaler Reichtümer. Seine Familie soll etliche Luxus-Immobilien in Frankreich besitzen.

Gegen die Wahl Ali Ben Bongos gab es in Gabun im vergangenen Jahr heftige Proteste. Die Opposition sprach von Wahlfälschung. (APA/dpa)

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    Enge Freunde: Ali Ben Bongo mit seinem franzöischen Kollegen Nicolas Sarkozy

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