Neuberechnung

Das Alter der Erde muss nach unten korrigiert werden

26. Mai 2010 16:28

... dafür passt es nun endlich mit dem des Mondes zusammen

Münster - Hochgerechnet auf rund viereinhalb Milliarden Jahre mag es nicht viel sein, aber immerhin: Die Erde ist deutschen Forschern zufolge zwischen 20 und 90 Millionen Jahre jünger als bisher angenommen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie von Wissenschaftern der Universitäten Münster und Cambridge sowie der ETH Zürich hervor. Waren Wissenschafter bisher von einem Alter von 4,53 Milliarden Jahren ausgegangen, so sind es nach den neuen Forschungsergebnissen zwischen 4,51 und 4,44 Milliarden Jahre.

"Besonders wichtig ist, dass dieses Alter mit dem Alter des Mondes übereinstimmt", betonte Thorsten Kleine vom Institut für Planetologie der Universität Münster. Denn da klaffte bislang eine unerklärliche Diskrepanz in der Altersbestimmung - vorausgesetzt die anerkannteste Theorie zur Entstehung von Erde und Mond stimmt. Derzufolge kollidierte die Proto-Erde einst mit einem etwa marsgroßen Planeten, der den Namen "Theia" erhielt. Der größere Rest der vereinigen Masse formte sich zur Erde in ihrer heutigen Form, aus dem kleineren Rest bildete sich der Mond. Beide müssten daher auch gleich alt sein.

Vergessener Faktor

"Die bisherigen Altersbestimmungen für die Erde haben nicht berücksichtigt, dass der Erdmantel eine Signatur jener Körper enthält, aus denen die Erde entstanden ist. Wenn wir die Altersbestimmungen dafür korrigieren, stimmen die Alter von Erde und Mond überein", erläutert Kleine. Die planetaren Kollisionen, die die Entstehung der Erde begleiteten, setzten gewaltige Mengen an Energie frei und führten zu einer weitgehenden Aufschmelzung der Erde. In diesem geschmolzenen Zustand erfolgte die Bildung des Erdkerns, bedingt durch eine gewaltige Umverteilung der chemischen Elemente in der Erde. Alle diejenigen Elemente, die sich gerne an Metalle binden, wanderten in den Kern, die übrigen blieben im umgebenen Mantel. Aus dieser Umverteilung der Elemente können die Forscher rekonstruieren, wie genau die Kernbildung stattgefunden hat. Sie können auch den Zeitpunkt bestimmen, an dem die Kernbildung stattgefunden hat - und dieser Zeitpunkt ist gleichzeitig das Alter des Planeten.

Für die Bestimmung des Erdkernalters untersuchen die Forscher das Element Wolfram. Ein Teil des Wolframs, das Isotop Wolfram-182, ist durch radioaktiven Zerfall aus Hafnium-182 entstanden. Dieser Zerfallsprozess ist zeitabhängig und kann daher zur Datierung verwendet werden. Bei der Kernbildung wanderte nahezu das gesamte Wolfram der Erde in den Erdkern, während Hafnium vollständig im Erdmantel verblieb. Seit der Kernbildung entsteht durch den Zerfall von Hafnium-182 neues Wolfram-182 im Erdmantel. Dabei hängt die Menge neu produzierten Wolframs-182 vom Zeitpunkt der Kernbildung ab: Je früher die Kernbildung, desto mehr Wolfram-182 findet sich im Erdmantel.

Kein Gleichgewicht

Die Menge neu produzierten Wolframs-182 im Erdmantel ist den Forschern schon seit längerer Zeit bekannt. Für die Bestimmung des Kernalters müssen sie jedoch auch wissen, ob Erdmantel und Erdkern einst im chemischen Gleichgewicht standen. Bisher ist man genau davon ausgegangen. Die neuen Arbeiten zeigen jetzt jedoch, dass sich dieses Gleichgewicht wahrscheinlich nie eingestellt hat. Wahrscheinlich sind die metallischen Kerne der Körper, die mit der Erde kollidierten, sehr schnell mit dem Erdkern verschmolzen. "Es blieb nicht ausreichend Zeit für eine Gleichgewichtseinstellung", erläutert Thorsten Kleine. Daher ist ein Teil des im Erdmantel nachgewiesenen Wolfram-182 gar nicht durch die Kernbildung in der Erde entstanden, sondern ein Relikt aus der Entstehungsgeschichte der planetaren Körper, die mit der Erde kollidierten. "Wir müssen unsere Altersbestimmungen entsprechend korrigieren", fasst Kleine die Erkenntnisse zusammen. (APA/apn/red)

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Posting 1 bis 25 von 52
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OriT_22
28.05.2010 13:20

allein der titel dieses artikels ist schon weltklasse :) auf einem level mit "es war doch der meteor" und "verirrte gehen tatsächlich im kreis"

dr.no3
27.05.2010 14:35
jetzt werden sie weich

die sogenannten wissenschafter
und nähern sich den kreationistischen
weltbild an trollversuch

füllhornkäfer
27.05.2010 16:02
ja wirklich, nur mehr 4,44 Milliarden Jahre...

und die Zahl hat sicher etwas zu bedeuten ^^

Idol der Massen
 
27.05.2010 17:10
Jo

Schnapszahl !!
*prost*

yul hukl
27.05.2010 14:07
heast,

jetzt hörts mal mit dem alter von 6000 jahren auf.
der bischof usher hats halt nicht so genau gewusst.
anhand des jüdischen kalenders wissen wir ganz genau, dass wir uns im Jahr 5770 befinden.
also auch die mussten mal nach unten korrigieren;)

Gobi Todic
27.05.2010 13:52
Aha

Aber wann haben wir nun mit den Dinosaurieren zusammen gelebt?

lol

http://www.youtube.com/watch?v=q... =1&index=7

Micha Do
 
06.06.2010 10:13
Gar nicht... die Fossilien sind auch erschaffen worden um die Sache interessanter zu gestalten...

...nach anderer Lesart hat sie der Teufel in der Erde platziert, um die Gläubigen zu versuchen....
;-)

Sitacui
28.05.2010 22:30

Dieses Museum ist etwa so seltsam, wie jenes:
http://www.youtube.com/watch?v=ydRYi7D8uPM

THE MGT.
27.05.2010 20:01

"Adding comments has been disabled for this video."

Das seh ich zum ersten Mal bei einem Youtube-Video.

Gobi Todic
27.05.2010 22:32
oh

hab ich schon oft gesehn, speziell bei parteien und religionen. irgendwie eh das selbe ;)

ravenna
27.05.2010 14:26

Wird so in etwa am 6. Tag gewesen sein.

epep
27.05.2010 18:13
wenn man den bibelwerfern galuben darf..

..bis zur sintflut - wobei cih da wieder zu logisch denke, mein ansatz: ausgehend von dem unsinn der in der bibel drinnen steht und den dinosaurierfunden -> wann zusammengelebt? -> wann gab es im unsinn beschrieben austerbeprozeß = sintflut -> bis zur sintflut haben wir mit den eidachserln zusammen gelebt (war bestimmt lustig ;-))

aber ich vergess immer, die sind nicht logisch.. somit bekomm ich kopfweh und werf meine bibel in den mist (ich kauf mir immer eine um sie wegwerfen zu können ;-) [naja, zugegeben, die wissenschaftlich historisch-kritisch ausgaben der bibel sind recht interessant]).

nebenerwerbsposter
27.05.2010 12:35
darf ich...

trotzdem oide zu ihr sagen, so ganz im stillen?

metall81
27.05.2010 11:49
Schon wieder ein....

....Teilsieg für die Kreationisten.

misfits74
 
27.05.2010 11:02
Das Alter der Erde muss nach unten korrigiert werden

ja, auf ca. 6000 Jahre (rofl)

Der Teufel
27.05.2010 10:32

Gab es auf der Proto-Erde auch schon Leben?

Könnte man Spuren dieses Lebens noch nachweisen oder ist durch den Theia Aufprall alles soweit zerschmolzen, dass gar nichts übrig geblieben ist?

Chris Quast
27.05.2010 19:08

da hat es global den mantel auf mehrere 100 km aufgeschmolzen und auch weggeschleutert, und die impaktstelle also die hauptbetroffenen 50-100 mio km^2 wird es wohl auf mehrere 1000 km aufgeschmolzen (war es ja eigentlich eh schon) und weggeschleudert haben.

nein, da dürfte heute nix mehr übrig sein, von leben brauchen wir erst gar nicht sprechen.

zwar keine simulation (finde die gerade nicht) aber nett anzusehen
http://www.youtube.com/watch?v=IO45ZiGql8E

Schmiernippel
27.05.2010 19:04
Fahren Sie einmal mit dem 13A - dann werden Sie merken, wie leicht hefige Erschütterungen das Gedächtnis beuteln.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
27.05.2010 17:14
Außer Ihnen ...

... hätte sich dort vermutlich niemand wirklich wohl gefühlt.

TillaEulenspiegelin
27.05.2010 11:41

Einen Protoplaneten hat man sich als glühenden Ball vorzustellen. Da ist von Leben (zumindest "as we know it" ;) ) noch lange keine Rede.

E-Series
27.05.2010 09:45
ausgezeichnet geschriebener Artikel

DANKE

Bono Nobo
27.05.2010 10:51

Lob an die Redaktion.

parzenbua
27.05.2010 09:33
na ja

dann sind wir von den 9000 Jahren der Kreationisten ja nicht mehr weit entfernt...

Zinnmo
 
27.05.2010 13:33

Es sind "nur" 6013 Jahre, keine 9000. Die Erde wurde 4004 v. Chr. erschaffen. So hat das hat der irische Bischof Usher errechnet, das muss also so stimmen!

:)))

Schmiernippel
27.05.2010 19:05
Nach bisch öflicher Rechnung muß das stimmen.

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