Stadt Wien übernimmt Kabarettförderung

26. Mai 2010, 15:35
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Verleihung von Haupt- und Förderpreis im September

Wien - Das Zukunft des Österreichischen Kabarettpreises ist gesichert. Die Stadt Wien springt - nach dem Rückzug des bisherigen Sponsors Wien Energie - ein und übernimmt die Dotierung der Auszeichnung, also die Finanzierung des Haupt- und Förderpreises in der Höhe von insgesamt 10.000 Euro. Die inhaltliche und organisatorische Durchführung der Galaveranstaltung übernimmt der ORF-Radiosender Ö1, die heurige Verleihung findet am 15. September im Vindobona statt.

Anspruchsvolles Kabarett, so versicherte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Mittwoch, müsse auch künftig eine entsprechende Würdigung erfahren: "Der Österreichische Kabarettpreis leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung und Belebung der Wiener Kabarettszene." Eine zeitliche Befristung der Förderung gebe es nicht. Er hoffe, dass die Finanzierung des Preises auch in den folgenden Jahren beibehalten werden könne, meinte Mailath-Pokorny.

Bisher sei die Stadt nicht als permanente Unterstützer der Kabarettszene aufgetreten, sondern habe sich punktuell engagiert - etwa bei Umbauten wie im Vindobona. Inzwischen könne sich aber auch das Kabarett um Förderungen bewerben, erläuterte Mailath-Pokorny.

Die Wien Energie will sich künftig vor allem auf Sponsoringaktivitäten im Bereich Sport konzentrieren. Die Wien Energie hat die Förderung des Preises beendet, aber nicht die Unterstützung des Kabaretts, erläuterte ein Sprecher des Unternehmens: Über die Konzerntochter Fernwärme Wien würden Kleinkunstbühnen weiterhin auf "direktem Weg" unterstützt.

Die Empfänger des Österreichischen Kabarettpreises werden seit 1999 alljährlich von einer Fachjury, bestehend aus Kulturjournalisten, ermittelt. Der Hauptpreis ist mit 7.000 Euro dotiert. Mit dem Förderpreis, für den es 3.000 Euro gibt, werden Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Zu den bisherigen Preisträgern zählten unter anderem Andrea Händler, Roland Düringer, Werner Brix, Alf Poier, Lukas Resetarits und Thomas Maurer. (APA)

 

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