Pac-Man auf Google frisst 4,8 Mio. Arbeitsstunden

26. Mai 2010, 14:55
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Populärstes "Doodle" aller Zeiten fesselte User im Schnitt 36 Sekunden

Die Pac-Man-Version auf Googles Startseite hat Millionen an Arbeitsstunden gefressen. Das interaktive "Doodle", das von Google anlässlich des 30. Geburtstages des Game-Klassikers für zwei Tage anstelle des Google-Logos installiert wurde hat laut einer Erhebung von Rescue Time insgesamt 4,8 Mio. Stunden verschwendet. Im Durchschnitt verbrachten Google-User 36 Sekunden mit dem Spiel.

Umgerechnet sind das laut Rescue Time 120.483.800 Dollar an verlorener Produktivität. Darüber hinaus könne man für das Geld jeden einzelnen Google-Mitarbeiter samt Chefetage sechs Wochen lang engagieren und für sich arbeiten lassen, führt die Berechnung weiter aus.

Erstmals interaktiv

Die sogenannten Google Doodles sorgen immer wieder für Aufmerksamkeit, die Resonanz auf Pac-Man war laut Google jedoch so stark wie noch nie. "Pac-Man war das erste interaktive Doodle, das wir je hatten. Wir haben uns auch erstmals entschlossen, es zwei Tage anstatt nur einen auf der Startseite stehen zu lassen", sagt Google-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch mit pressetext. Auch das Einstein-Logo oder das Blindenschrift-Doodle seien nach wie vor populär, doch ein solches Aufsehen war laut Keuchel eine Premiere.

Die Auflistung klingt auf den ersten Blick dramatisch, Rescue Time lässt jedoch den Punkt außer Acht, dass eine durchschnittliche Person am Arbeitsplatz ohnehin auch Zeit mit anderen Dingen verbringt. Wäre es nicht Pac-Man auf Google gewesen, hätten sich viele in den vorgerechneten 36 Sekunden mit etwas anderem beschäftigt. Hinzu kommt, dass viele Google-Nutzer vermutlich gar nicht, andere wiederum auch stundenlang mit dem Pac-Man-Doodle gespielt haben.

Firefox-Panne

Abgesehen von der vermeintlich verschwendeten Zeit sorgte Pac-Man auf Google auch für Irritationen bei vielen Usern, die das Game bzw. die Musik dazu nicht mehr abschalten konnten. Probleme wurden von Firefox-Hersteller Mozilla gemeldet, dessen Support-Service unter der Last der Nutzeranfragen geradezu zusammenbrach. "Nachdem wir darüber informiert wurden, konnte wir das Problem mit der Musik beheben. Betroffen war speziell Firefox", betont Keuchel.(pte)

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