Schlag gegen rechtsextreme Gruppe in Eisenstadt

26. Mai 2010 14:27

Naziparolen und Schmierereien auf Hauswänden gehörten zum Repertoire

Eisenstadt - Eine zur rechten Szene gehörende Gruppe haben Verfassungsschützer im Burgenland ausgehoben. Den Beteiligten - um einen aus fünf bis sechs Personen bestehenden, "harten Kern" im Raum Eisenstadt hatten sich noch mehrere "Mitläufer" geschart - werden Verstöße gegen das Verbotsgesetz sowie Sachbeschädigung und Körperverletzung vorgeworfen. 21 Personen im Alter von 17 bis 38 Jahre wurden angezeigt, teilte die Sicherheitsdirektion Burgenland am Mittwoch mit.

Zur Gruppe aus dem Raum Eisenstadt gehörten auch drei Niederösterreicher und ein Wiener. Die Verdächtigen sollen unter anderem Hauswände mit Hakenkreuzen und NS-Parolen beschmiert haben. Das Anbringen von Aufklebern und Plakaten mit rechten Parolen wird wegen Sachbeschädigung geahndet. Einige Jugendliche sollen auch im Eisenstädter Schlosspark, eine Fahne schwingend, "Heil Hitler" gerufen haben.

"Zu unbedeutend"

Die Leute aus Eisenstadt hätten versucht, eine eigene rechte Gruppierung zu gründen. Einer der Angezeigten hatte einschlägige Logos auf seinem Computer gespeichert. Bei Hausdurchsuchungen im April dieses Jahres wurden auch verbotene Waffen - Totschläger und Schlagringe - sichergestellt. Eine Sachbeschädigung am Parteilokal der Grünen - Unbekannte hatten unter "Heil Hitler"-Rufen ein Schild beschädigt - wurde ebenso geklärt.

Auffallend für die Ermittler sei gewesen, dass für viele Taten jeweils ein Datum mit Bezug zur NS-Zeit gewählt wurde, etwa der Jahrestag der Novemberpogrome, der Geburtstag von Horst Wessel oder der Tag der Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer beim Bau des Südostwalls. Einer der Verdächtigen habe ein etwa 15 Zentimeter großes Hakenkreuz tätowiert.

Die Eisenstädter Gruppe habe auch immer wieder Anschluss zu größeren Gruppierungen im Bundesgebiet gesucht. Das sei ihnen jedoch nicht gelungen, "da waren sie zu unbedeutend", so ein Ermittler. Aber zumindest nach Wien gab es einen Kontakt, über den sich die Gruppe mit Propagandapickerln versorgte.

Fußtritte und Kopfstöße

Seit November 2008 liefen nach Hinweisen aus der Bevölkerung Ermittlungen des Landes- sowie des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT bzw. BVT). Dabei gerieten auch drei Personen im Alter von 19 bis 22 Jahre aus dem Bezirk Neusiedl am See ins Visier der Fahnder. Das Trio wurde bereits im Vorjahr verurteilt. Ihnen wurde unter anderem schwere Körperverletzung vorgeworfen. Dabei soll in Purbach (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) ein Diskothekengast getreten worden sein.

Ein anderes Mal sei ein ausländischer Staatsbürger gezwungen worden, in ein Auto einzusteigen. Ihm wurde auch das T-Shirt zerrissen. Eine andere Person wurden mit Fußtritten und Kopfstößen verletzt. Die Drei seien "in einem losen Freundschaftsverhältnis" zur Eisenstädter Gruppe gestanden und hätten eher separat agiert, so ein Beamter.

Mit dem Gesetz in Konflikt kam einer der sechs mutmaßlichen Haupttäter der Gruppe aus Eisenstadt auch in Nickelsdorf. Gemeinsam mit sechs Skinheads aus der Bundeshauptstadt besuchte er dort im Vorjahr ein Konzert. Dabei wurde gestänkert und "Sieg Heil" gerufen. "Die haben wirklich nur die Schlägerei gesucht", so der Ermittler. Alle sieben wurden nach dem Verbotsgesetz angezeigt.

Nach den Hausdurchsuchungen hätten auch die Delikte wie etwa die Sachbeschädigungen aufgehört. "Wir nehmen an, dass wir vorerst erfolgreich waren", heißt es vom LVT. Man gehe davon aus, dass sich die Szene nun ruhig verhalte. (APA)

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Kotzbrocken ganz in Blau!
03.06.2010 18:39
Zuerst Kärnten, dann im Burgenland

und zum Schluss in Wien!
Weil die angehauten auch die stimme für so etwas hergeben, sonst könnte er ganz einpacken, der Hetzer!
Ich habe geglaubt es gibt kein Daham statt Islam mehr, aber jetzt ist ja wieder eine Demo gegen eine Moschee am 18. Juni in Floridsdorf im Islamzentrum!
So hält der Mensch Wort, aber dafür hat er im christlich-freiheitlichen Quaqua für souveräne Staaten einen Serben als Chef eingesetzt!
Das ist jetzt schon schwerst lächerlich und dagegen sollte die Regierung endlich einmal mit der Opposition ein Gesetz gegen diese Parteiabspaltungen beschliessen - 5 Manderln und es wird schon bezahlt, wenn sie wenigstens in Kärtnen blieben dort macht es nichts, da ist eh schon alles hin!

Snow Henry
30.05.2010 20:03
skinheads am konzert

Eine einziger Witz was damals abgegangen ist. Ein Haufen rechter Trottln stören das Agnostic Front Konzert und die gerufenen Polizisten hatten nix besseres zu tun als den Veranstalter wegen einer zu lauten Anlage anzuzeigen. Hoffentlich gab das im nachhinein Konsequenzen für die vermeintlichen *Freunde und Helfer*!!!

Cafe Corretto
28.05.2010 14:44
Unglaublich was man uns da als Schlag verkaufen will.

Ein paar glatzköpfige Deppen.

Wo sind die wahren Terroristen oder traut man sich da nicht ran?

Kotzbrocken ganz in Blau!
05.06.2010 17:33
Na weil Du Dich da hingetraut hättest Hilfssheriff!

Goschert reden aber dann feig den Schwanz einziehen.
Das sind doch feige A...löcher die kommen doch nur in Gruppen!
So ein Blödsinn, weg gehören die mit empfindliche Strafen und er Strache auch mit seinem ganzen Anhang ahnungsloser Volltrotteln!
Lauiter asoziale Subjekte für die wir alle bis zum Lebensende bezahlen müssen, sollen nach Kärnten gehen und nicht andere Bundesländer oder gar Wien ruinieren!

invodaseibua
22.06.2010 12:15

ich kenne noch andere, die sich nur in gruppen groß und stark fühlen.

;)

Deus Ex Coquina
 
28.05.2010 19:18

Da kann man nicht ran. Die sind grossteils durch die parlamentarische Immunität geschützt!

dejanowitsch
30.05.2010 11:18
Wie Strache und Kickl?

wahre Lüge
 
27.05.2010 15:36
warum eigentlich gibt es in den USA die meisten NAZIs

wer bitte kann mir eine Antwort geben?

Schmiernippel
28.05.2010 07:27
Weil dort jeder sagen kann was er will, Kirchen gründen kann wie er will und keiner auf den Nazenschmäh reifällt.

Dort kann man über Rechts oder Links diskutieren ohne Angst verleumdet zu werden.

Ich haße Gewalt in jeder Form, auch die einer Verwaltung, die sich der Meinungsfreiheit bemächtigt.

1116er
30.05.2010 09:06
jaja, sie 'haßen' gewalt...

... und im übrigen ist ihr name hase.
ein hase, der später mal, wenn es zu spät ist, wieder nichts gesehen und gehört haben will!

verdammtes mitläufer und wegschauer-pack!

Berolina Schreibmaschine
28.05.2010 17:28
Auch wenn es schon langweilig wird:

Neofaschismus hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun, sondern ist ein kriminelles und gewalttätiges Ansinnen, für das wir uns im Gegensatz zu den Amis scheinbar noch immer anfällig zeigen. In den USA haben Sie übrigens eine der höchsten Gewaltstatistiken, falls Sie ihren Michael Moore gesehen haben und zero tolerance: da wird nämlich scharf geschossen, falls so ein Typ aus Eisenstadt bei der terroristischen "Wehrsportübung" ertappt wird und nicht erst lang gefackelt. Wollen Sie das hier auch?

Berolina Schreibmaschine
28.05.2010 17:15
Ist doch gut, wenn was getan wird

ich bin sehr froh, dass im eh umso anfälligeren Österreich (wenn man die Kandidatur von Rosenkranz sieht, die es in Deutschland nie gegeben hätte) punkto Verbotsgesetz härter durchgegriffen wird. Hier werden sie dem Problem nämlich nicht mehr Herr, siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/List... eutschland

wahre Lüge
 
27.05.2010 15:33
viel Lärm um das Nichts

und wie immer
die Anführer und Hintermänner findet man nicht
oder werden absichtlich nicht gefunden

Kotzbrocken ganz in Blau!
05.06.2010 17:36
Da brauchst nicht lange suchen!

goldschmied van halen
27.05.2010 15:15
wer jemals einem neonazi begegnet ist ...

...liebt das verbotsgesetzt (oder ist eventuell selbst einer von ihnen)...

dieses gesetzt ist einer der meilensteine in einem staat, in dem manche noch immer zu blöd sind ein (geschichts)buch zu lesen.

GreyPaladin
27.05.2010 16:46

Weil?

Stehst du dann vor ihnen verarscht sie und wenn sie was sagen wollen sagst du "Haha Verbotsgesetz" und sie gehen wieder brav heim? *G*

Also wenn das bei dir so lief hattest du verdammt viel glück.

1116er
30.05.2010 09:09
ihr vorposter meinte:

wer jemals EINEM neonazi begegnet ist.....


EIN neonazi ist ein würschterl, das sich fürchtet, wenn ein gewitter aufzieht.
erst in der gruppe werden diese wappler mutig!

GreyPaladin
30.05.2010 11:51

Auch da hast du glück gehabt mit der ansicht, gibts sicher viele aber eben nicht alle..

Berolina Schreibmaschine
28.05.2010 17:19
http://de.wikipedia.org/wiki/List... eutschland

Ich bin in der Wiener Ubahn an eine solche geraten, die haben den ganzen Waggon aufgemischt und eingeschüchtert. Niemand hat etwas getan. Ich bin zur Polizei, denen war das damals egal. das hat sich scheinbar geändert. Na, danke, wehret den Anfängen.

GreyPaladin
28.05.2010 23:43

Tut mir leid für dich.. aber bestätigt nur meine Aussage.

Toni Meister
27.05.2010 13:58
Pfarer Berger berichtet in der Pfarrkronik vom März 1938

" Es muss festgestellt werden, dass als SA-Leute die größten Gauner und gerichtlich vorbestraften Diebe mit Armbinde und Gewehr Dienst machten und " Heil Hitler " brüllten. "

accuser
27.05.2010 13:53
Super Formulierung.

"Die Eisenstädter Gruppe habe auch immer wieder Anschluss zu größeren Gruppierungen im Bundesgebiet gesucht. Das sei ihnen jedoch nicht gelungen, "da waren sie zu unbedeutend", so ein Ermittler."

Arme Nazis, haben den Anschluss nicht geschafft.

Avicenna
 
27.05.2010 13:44

"Einer der Verdächtigen habe ein etwa 15 Zentimeter großes Hakenkreuz tätowiert."
Schade, dass sie das nicht gleich alle auf der Stirn tragen, dann könnte man die Deppen noch schneller erkennen. Man muss ja nicht warten bis sie wirklich gefährlich werden...

frastanzer
25.06.2010 09:52

oder wie bei Inglourious Basterds eine "dauerhaftere" Tätowierung???
;-)

Klingone männlich
27.05.2010 13:31
Zitat Standard:

"Die Passanten am Meiselmarkt schimpfen zwar ein bisschen über "aggressive Jugendliche", über Kampfhunde und vor allem über den Straßenstrich an der Felberstraße, wo die Prostituierten ihre festen Plätze haben. Und ja, es werde viel eingebrochen und gerauft. Aber irgendwie arrangieren sie sich dann doch mit diesen Widrigkeiten."


Quelle: Standardartikel
http://derstandard.at/127137588... schick-ist

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