Deutsche zweifeln am Sinn des Afghanistan-Einsatzes

26. Mai 2010, 16:04
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59 Prozent halten Beteiligung an der ISAF-Truppe für einen Fehler

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler betonte bei seinem Überraschungsbesuch in Afghanistan am Wochenende, dass die deutsche Bevölkerung hinter dem Auslandseinsatz der Bundeswehr stehe: "Ihre Landsleute stehen Ihrem Einsatz alles andere als gleichgültig gegenüber. Sie haben Rückhalt und Unterstützung."

Eine am Mittwoch in der FAZ veröffentlichte Meinungsumfrage zeichnet ein anderes Bild: 59 Prozent der Befragten halten die deutsche Beteiligung an der ISAF-Truppe für einen Fehler. Besonders stark ist die Ablehnung in den neuen Bundesländern, aus denen ein Großteil der am Hindukusch eingesetzten Soldaten kommt (derStandard.at berichtete).

Bundeswehr immer beliebter

Das deutsche Militär hingegen ist bei der Bevölkerung immer beliebter: Während von 20 Jahren noch 50 Prozent dagegen waren, dass Soldaten außerhalb der Kaserne Uniform tragen, sind es nun nur noch 43 Prozent. 41 Prozent finden Bundeswehr-Uniformen auf der Straße in Ordnung, 37 Prozent gefällt dies sogar. Besonders populär sind Uniformierte der FAZ-Umfrage zufolge bei unter 30- und über 60-Jährigen. (red)

  • Präsident Köhler auf Truppenbesuch: Ein Soldat äußerte die Meinung, "wenn das Staatsoberhaupt nach Afghanistan kommt, kann man davon ausgehen, dass 
das Volk hinter dem Einsatz steht."
    foto: epa/maurizio gambarini

    Präsident Köhler auf Truppenbesuch: Ein Soldat äußerte die Meinung, "wenn das Staatsoberhaupt nach Afghanistan kommt, kann man davon ausgehen, dass das Volk hinter dem Einsatz steht."

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    Obwohl eine Mehrheit den Afghanistan-Einsatz ablehnt, ist die Bundeswehr immer beliebter. Sie liegt mit 51 Prozent Zustimmung vor Kirchen (39), Regierung (35) und Bundestag (34) .

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