Hundehalterverband

"Hundehaltung sollte subventioniert werden"

Bianca Blei, 26. Mai 2010, 14:41
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    foto: oehv

    Hans Mosser, Präsident des ÖHV, mit seiner Podenco-Hündin Barba.

Ein vierbeiniger Medienstar, ein hundeliebender Kammersänger und Debatten: der erste Österreichische Hundehalterverband tritt das erste Mal in die Öffentlichkeit

Die Gründer bezeichnen ihn als das "wahrscheinlich ehrgeizigste Projekt auf dem Gebiet der Hundehaltung" und wollen für Hundehalter das sein, was ÖAMTC und ARBÖ für Autofahrer sind. Die Rede ist von dem ersten Österreichischen Hundehalterverband (ÖHV). Hans Mosser, Präsident des Verbands und Herausgeber des Hundemagazins "Wuff", will, dass österreichische Hundehalter "eine Stimme bekommen und nicht länger zum Sündebock für einige wenige aus ihren Reihen werden". Er habe zumindest in den jüngsten Medienberichten festgestellt, dass überwiegend die negativen Aspekte der Hundehaltung, etwa im Zusammenhang mit dem Kampfhundeführerschein in Wien, dargestellt werden. 

Podenco-Hündin als Attraktion

Mosser ist selbst Hundebesitzer und spazierte auch zur Pressekonferenz im Café Landtmann mit Podenco-Hündin Barba, die die größte Aufmerksamkeit der Medien für sich beanspruchte: Fototermin, Pfote geben und dem Herrchen über die Nase lecken - immer unterstützt durch ein leises, aber entzücktes Seufzen der Gäste. Bei der Präsentation des Hundehalterverbands durch Mosser werden die Reaktionen der Hundefreunde im Publikum aber lauter. „Tun wir nicht so, als wäre die Gesellschaft vor den Hunden zu schützen. Wir sollten uns eher vor dem durchgeknallten Menschentyp schützen, der Hunde missbraucht und zu Killern degradiert", leitet Mosser die Präsentation ein und der Applaus aus den Reihen unterstreicht seine Aussagen. Die etwa dreißig Leute, die an der Pressekonferenz teilnehmen bestehen aus jeweils einer Hälfte aus Journalisten und begeisterten Hundehaltern, die heute ohne ihre vierbeinigen Lieblinge gekommen waren.

Lange Wunschliste des ÖHV

In Zukunft wolle der ÖHV vor allem auf Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und unter Hundehaltern setzen. Außerdem stünden auf der Wunschliste des Verbands: Mindeststandards für Hundezucht und Hundeausbildung, eine einheitlich geregelte Leinen- und Maulkorbpflicht und größere Hundezonen (die bestehenden seien nichts anderes als „größere Hundeklos") zu erwirken. Vor allem die Hundezonen erhitzen die Gemüter der Funktionäre: „Die Größe der Hundezonen muss an die Tierpopulation der Umgebung angepasst werden", sagt Mosser, „außerdem sind diese Zonen auch wichtig für das zwischenmenschliche Zusammenleben, alte Menschen setzen sich auch oft ohne Hund dort hinein, weil sie reden wollen." Nachsatz: „Und wie wir wissen, sind Hundehalter sozialere Menschen. Eigentlich müsste die Hundehaltung staatlich subventioniert werden."

Kammersänger Heinz Holecek als erstes Mitglied

„Höhepunkt" der Pressekonferenz ist schließlich die Überreichung der ersten Mitgliedskarte des Verbands an den Kammersänger Heinz Holecek. Der schmunzelt über sein Ausweisfoto und outet sich als „außerordentlicher Hundeliebhaber". In seiner Rede überschlägt er sich mit Lobesworten über Mosser und dessen Hundezeitung „Wuff" („kenne die Zeitung auswendig", „hinreißend", großartig"). Holecek, der gemeinsam mit seiner Frau auch Teil des Vorstands des Österreichischen Tierschutzverbandes ist, will durch sein Engagement im ÖHV den Hundebesitzern „zum Sieg verhelfen".

Auch Frau Holecek lässt ihren Willen zum Engagement erkennen und kann nicht umhin, immer wieder in die anschließende Debatte um Kampfhundeführerschein („Da fehlen ja Rassen wie Dogge oder Dobermann"), Tiere im Altersheim („Es ist ein Skandal, dass man in österreichischen Pflegeheimen seinen Hund ins Tierheim stecken muss") oder das Verhältnis zwischen Hundebesitzern und Nichthundebesitzern („Da bin ich auch im Saft, wenn ich den Hund an die Leine nehmen soll, obwohl er ohnehin schon einen Maulkorb hat") einzugreifen.

Das langfristige Ziel des ÖHV ist laut Mosser nahezu alle Hundehalter in Österreich, und das sind bei 700.000 Hunden nicht so wenige, in den Verband zu integrieren. Weiter Schritte würden sich in Zukunft erst weisen. Jetzt sind die Funktionäre des ÖHV erst einmal "froh, dass es uns gibt". (Bianca Blei/derStandard.at/26.05.2010)

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RebelAngel
 
01
bitte

meine Film und Musik - Leidenschaft sollte auch subventioniert werden!

Purtel
11
Die intolleranten Aussagen...

einiger (leider) Mitmenschen hier, zeigen nur wie wichtig eine Interessenvertretung der Hundehalter in Österreich ist!

Und Frau Susanne_B: Die verwendung eines Wörterbuches lege ich ihnen nahe, "subventioniert" bedeutet nicht nur finanzielle Unterstüzung.
Also für alle welche nicht fähig sind Fremdwörter zu verstehen hier die eingedeutschte Version: "Hundehaltung sollte unterstüzt werden"
Und nichts anderes tut diese verein, er ist Sprachrohr der Hundehalter.

Und allen Hassprediger hier, noch ein kleiner Denkanstoss:

Wer Hass säht, kann die Ernte gleich mitnehmen ;-)

Naschgul
01

Tut jetzt nix zur Sache, aber grade der Userin Susanne_B vorzuwerfen, mit der deutschen Sprache nicht umgehen zu können, finde ich sehr amüsant :D

Threonin
01

Gegen eine Interessenvertretung ist nichts zu sagen, jede Pimperlgruppe hat eine, die Hundehalter sind nicht gerade wenige und haben gemeinsame Interessen.

Ich weiß sehr gut, was subventionieren bedeutet. Dennoch bin ich dagegen, dass es staatliche Subventionen in welcher Form auch immer für private Tierhaltung gibt. Ausnahmen sind für mich nur Arbeitshunde (Feuerwehr, Polizei,...) und Therapiehunde (Blindenhunde,...).

Susanne_B
35

Und ich bin der Ansicht, dass meine Schuheinkäufe auch subventioniert werden sollten....
Geht's noch? Wer einen Hund halten will (nicht muss!), soll selbst dafür zahlen. Und er soll auch dafür sorgen, dass sein Hund Straßen und Grünanlagen nciht verschmutzt und andere Menschen nciht gefährdet. Punkt.

Flugmanagment
00
10.6.2010, 12:33

"Wer einen Hund halten will (nicht muss!), soll selbst dafür zahlen."

gilt das auch für

Kinder
Auto
Fahrräder
.
.
.
Ich wohne in Wien habe keine Kinder und bezahle mit meinen Gemeindesteuern und Finanzausgleich den Kindergarten für alle Kinder

Ich fahre und halte ein Auto und bin froh über die Quersubventionierung

Ich fahre nicht Rad und bin trotzdem froh über manche Radwege, aber nicht über Fahren gegen die Einbahn,.. auch hier eine Quersubventionierung

Nebenbei ich finanziere auch die Gehsteige für Ihre Schuhe, vielleicht sollte ich das unterlassen und Sie sich folglich Gummistiefeln zulegen.

Hundehasser
 
00
10.6.2010, 17:23

Kinderbetreuung, Transportwege (Straßen, Eisenbahn, ...), Strom, Gas, Wasser ... gehören IMO aber auch zur Grundversorgung.

Flugmanagment
00
10.6.2010, 20:42

Kinderbetreuung ist kein Teil der Daseinsvorsorge, abgesehen davon, dass sich der Indikator dafür was fürs Leben benötigt wird mit der Zeit wandelt. Ich glaube Sie sollten ihn als den Warenkorb erkennen.

Ich zb brauche keine Eisenbahn aber dafür eine Autobahn, aber ich bin immer gerne bereit für anderes mitzuzahlen oder zu beteiligen. Aber ich erwarte mir auch ein gewisses Entgegenkommen der anderen Seite, wie man sieht bricht vorher die Egomanie aus und die nächste Eiszeit passiert zugleich mit dem 4. Weltkrieg.

watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
53
Hundehaltung sollte subventioniert werden!

Gerade in der Stadt: Das Einschlaefern eines Hundes sollte gratis sein. Fuer den Rest eine kostendeckende Hundesteuer!

Purtel
03
eine Tolleranzkeule

wäre auch was für unnötige Mitmenschen wie sie...

au contraire
43
Hundehaltung sollte nicht subventioniert werden, sondern verboten.

Argumentieren lässt sich das analog zur seit Jahren andauernden Hetze gegen Raucher:

Jedes Mal, wenn ich einen zugeschissenen Gehsteig sehe, steigt mein Blutdruck in ungesunde Bereiche. Dieses "Passiv-Hundstrümmerln" trägt also zu erhöhtem Herzinfarktrisiko bei und ist somit gesundheitsgefährdend.

Und wieso muss ich jedes Mal, wenn ich aus dem Auto steigen will, den Boden auf Tretminen untersuchen, nur weil jemand zu deppert bzw. zu faul ist, für's Gackerl ein Sackerl zu nehmen?

Die erhöhten Kosten für die Stadtreinigung zahlen alle, auch die Nicht-Hundler.

Die Geruchs- und Lärmbelästigung ist ebenfalls nicht unbedeutend: Schon mal in der U-Bahn einen nassen Dauerkläffer erlebt? (Rauchen ist ja immerhin geräuschlos).

Nemo200
11

1) Gegen hohen Blutdruck gibt es Tabletten, oder mit dem Rauchen und Saufen aufhören.
2) Besser der Hundekot ist auf der Straße als auf dem Gehsteig (Dein Bluthochdruck)
3) Wenn nur die Hundesteuer dafür verwendet würde wo für sie eigentlich gehört gebe es in Wien keine einzige "Tretmine"
4) ich habe noch keinen Dauerkläffer in der U-Bahn erlebt. Aber dafür nach Schweiß, Rauch und Dreck stinkende Menschen.

Hundehasser
 
00

"3) Wenn nur die Hundesteuer dafür verwendet würde wo für sie eigentlich gehört gebe es in Wien keine einzige "Tretmine" "

Du bist also der Meinung, die Hundesteuer würde die "Reinigungskosten" der Köterverschmutzung irgendwie abdecken?
Rofl ;-)

Flugmanagment
00
10.6.2010, 12:34
Gegenbeweis?

Zahlen für die Hundesteuer und fürs Hundekot entsorgen liefern Sie hoffentlich nach!

Hundehasser
 
00
10.6.2010, 17:20

Ich gehe mal davon aus: 45 Euro pro Hund pro Jahr
Dem entgegenstehen:

* Verwaltung für die Einnahme der Steuer selbst
* Ausgaben für Aufklärungskampagnen (Sackerl fürs Gackerl) usw
* Die Sackerl selbst und die Befüllung dieser "Spender"..
* TKV
* Mehraufwand der Reinigungskräfte
...

Mir sind die Kosten im einzelnen nicht bekannt, kann mir aber nicht vorstellen, dass ~44 Euro pro Hund pro Jahr das alles abdecken kann.
Und überhaupt: weshalb fordern Sie von mir hier einen wissenschaftlichen Nachweis? Ich habe mich doch nur über die unbelegte Behauptung Nemo200 amüsiert. Er muss seine Behauptung Hundesteuer würde Reinigung rechtfertigen erstmal untermauern ;-)

Flugmanagment
00
10.6.2010, 20:48

Die Verwaltung von Steuern haben Sie bei jeder Steuer. Sollte die Einhebung mehr kosten als die Einnahme bringt schreit der eh sofort der Rechungshof auf.

Die Aufklärungskampagne ist für die Fisch, ein Mindestmaß an Kontrolle wird bei jedem Gesetz benötigt sonst ist es zahnlos.

Mehraufwand der Reinigungskräft wird durch Sackerlspender reduziert, also könnten die Kosten mehr als aufkommensneutral sein.

Nebenbei gab es irgendwo eine Studie über Tschikstummel und Reinigung, das Ergebnis war die Tschick müssten teurer werden(Anhebung der Tabaksteuer)

Ich fordere keinen wissenschaftlichen Nachweis sondern einen empirischen, mir reichen die Zahlen auch ohne Interpretation.

Archangel
11

außerdem ist mit hohen Blutdruck ist nicht zu spaßen gehen sie am besten mal zum Onkel Doktor der soll sich das anschauen, nur um sicher zu gehen!!

Dauerkläffer in der U-Bahn habe ich auch noch nie erlebt und ich fahre Tagtäglich mit der U-Bahn. Dafür aber schreiende Kinder, grantige, egoistische, rücksichtlose und stinkende Menschen

Hundehasser
 
00
schreiende Kinder sind sehr störend :-(

Flugmanagment
00
10.6.2010, 12:36

hängt von der Frequenz ab, hohe und für Kinder übliche Frequenz eindeutig ja.

Wie war der Kommentar weiter oben

Einschläfern der Kinder sollte gratis sein.

cwebb
12
wtf

Wird eh schon subventioniert mit den tollen Plastiksackerln weil die Hundehalter zu faul/blöd sind sich die selber zu kaufen und dennoch ist immer noch alles voller Hundescheisse.

neural forex
51

fuer mich sind tiere primaer ein nahrungsmittel.

Pete Bronski
02

fuer mich ist der mensch primaer ein parasit der sich hoffentlich bald selbst entsorgt.

Archangel
03
die Frage ist nur, wohin entsorgen... Sondermüll?

Nemo200
01
die Frage ist nur, wohin entsorgen... Sondermüll?

Für den Sondermüll sind manche zu GIFTIG. Ich würde sie mit einen der jetzt Ausgemusterten Space Shuttls in das All schießen und dort Verglühen lassen.

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