Benimmregeln im Flugzeug

26. Mai 2010, 12:57
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Reisen mit dem Flugzeug sind heutzutage eher notwendiges Übel als angenehmer Urlaubseinstieg. Gutes Benehmen macht den Flug erträglicher

Fliegen ist für die meisten Menschen schon lange kein angenehmer Einstieg in den Urlaub mehr sonder eher ein notwendiges Übel, ehe das Reiseziel endlich erreicht ist. Für Geschäftsreisende ist Fliegen oftmals überhaupt ein alltäglicher Stressfaktor. Darüber hinaus gibt es dann auch noch Ärger mit den Mitreisenden.
Karin F. Hallinger ist Knigge-Trainerin in Deutschland und hat passend zu Beginn der Urlaubssaison einige der wichtigsten Benimmregeln für Passagiere zusammengefasst.

Flugzeuge haben es an sich, dass auf relativ wenig Raum ziemlich viele Menschen untergebracht werden müssen. Vor allem in der Touristenklasse wird es da sehr schnell sehr eng und diese Enge verletzt laut Hallinger unser Distanzbedürfnis. Bei Fremden sind das mindestens eineinhalb Meter, ein Platzangebot das kein Flugzeug bieten kann. Umso wichtiger ist es also, die grundlegendsten Höflichkeitsformen einzuhalten.

Drängeln und Trödeln

Das Boarding sollte möglichst flüssig verlaufen, Drängeln, Rempeln und Vorschwindeln fördert weder die gute Stimmung, noch kommt man deswegen schneller ans Ziel. Der Flieger startet ohnehin erst, wenn alle an Board sind - und angeschnallt sitzen. Daher ist es auch nicht besonders rücksichtsvoll, bis zum allerletzten Aufruf zu warten und dann am Gate zu erscheinen. Im Flugzeug selber sollte man dann darauf achten, dass nachfolgende Passagiere ebenfalls zu ihren Plätzen kommen. Umständliches Verstauen des Handgepäcks in den Ablagefächern, während die nachkommenden Einsteigenden mit Sack und Pack im Gang stehen, ist weder besonders höflich, noch beschleunigt es den Start. Stattdessen sollte man laut Hallinger mit dem Handgepäck zuerst in die eigene Sitzreihe rücken, nachfolgende Fluggäste durchlassen, und erst sich erst dann um seine Taschen kümmern.

Jedem seinen Freiraum

Seine Sitznachbarn kann man sich nicht aussuchen. Höflichkeit ist aber auf jeden Fall angebracht. Es gilt, dass der Hinzukommenden den Anwesenden grüßt, allerdings mit Zurückhaltung. Passagiere eines Mittelsitzes haben laut Knigge theoretisch das Anrecht auf beide Armlehnen, da die Plätze am Gang und am Fenster etwas mehr Platz bieten. Allerdings ist ein Gerangel um die Armlehnen und ein Bestehen darauf kaum Förderlich für ein nettes Miteinander während des Fluges. Viel besser ist es, die Zeitung möglichst klein zu falten, den Sitznachbar nicht mit endlos langen Gesprächen zu nerven, wenn dieser eventuell versucht ein Buch zu lesen, zu schlafen oder einfach nicht interessiert ist. Beim Verlassen seines Platzes, ist es angebracht, höflich zu fragen und sich auch zu bedanken. Um Unfälle mit heißem Kaffee zu vermeiden, genügt eine kurze Frage an den Fluggast in der hinteren Reihe, wenn man seine Lehne nach hinten klappen will.

Stille Anerkennung

Ein Thema, das immer wieder für Diskussionen sorgt, ist der Applaus nach der Landung. Pilot und Flugpersonal schätzen ihn nicht besonders, Mitreisende zeigen sich davon ebenfalls oft irritiert. Wenn man dem Flugpersonal Anerkennung für die sanfte Landung entgegenbringen will, so kann man das auch beim Aussteigen erledigen. Das sollte übrigens ebenfalls möglichst ohne Gedränge von Statten gehen. (red)

Informationen: Hallinger Business Training

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    Wenig Platz, viele Menschen. Da ist gutes Benehmen besonders wichtig.

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