Schlamm gegen Ölleck vor US-Küste

26. Mai 2010, 12:00
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Erfolgsaussichten auf bis zu 70 Prozent geschätzt - Im schlimmsten Fall könnte noch mehr Öl austreten

Covington- Wie jetzt bekannt wurde hat der britische Ölkonzern BPoffenbar vor der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" Hinweise auf massive Probleme auf der Plattform gehabt. Wenige Stunden vor der Detonation hätten Drucktests in einem Bohrloch "sehr große Abnormalitäten" ergeben, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Notiz von zwei US-Abgeordneten hervorgeht. Zudem habe es Probleme bei der Ausstattung für Notfälle gegeben. BP hat sich bisher noch nicht zu der Mitteilung der beiden Politiker geäußert, die einem Ausschuss zur Untersuchung der Katastrophe angehören.

Der Konzern BP hat mit Transocean zusammen "Deepwater Horizon" betrieben. Bei der Explosion vor etwa fünf Wochen waren elf Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Untergang der Bohrinsel strömen Unmengen Öl ins Meer aus und bedrohen sensible Umweltsysteme an den US-Küsten. Am Mittwoch wollte BP versuchen, Schlamm in das Bohrloch in 1.600 Metern Tiefe zu pressen, um es so zu verschließen. (APA/Reuters)

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