Microsofts Allard: "Es wurden keine Stühle geworfen"

26. Mai 2010, 10:00
6 Postings

Nach der Umgestaltung in Redmond werden Gerüchte, wonach Steve Ballmer ausgerastet sein soll, dementiert

Nachdem erst gestern bekannt wurde, dass es bei Microsofts Entertainment and Devices-Abteilung in den USA zu einer personellen Umgestaltung kommen wird, nahm nun der langjährige Microsoft-Manager und Xbox-Miterfinder J Allard in einem Brief an Robbie Bach Stellung, berichtet ZDNet. Beide müssen die Firma auf Wunsch der Konzernleitung verlassen, warum genau darf aber mit dem (vorerst) gescheiterten Tablet-Projekt "Courier" und dem wenig erfolgreichen Zune-Player nur gemutmaßt werden. Auch das bisherige Scheitern am Smartphone-Markt dürfte nicht unwesentlich in die Entscheidung der Konzernleitung mit eingeflossen sein.

"Ich ziehe nicht nach Cupertino oder Mountain View"

Allard betonte, dass er nicht die Fronten, und damit zu Google oder Apple, wechsle. Microsoft und die dahinter steckende Philosophie, sich ständig neu zu erfinden, liege ihm viel zu sehr am Herzen. Auch werde er in Zukunft, beginnend diesen Herbst, mit Steve Ballmer an "einigen Projekten arbeiten", heißt es gegenüber Todd Bisphop von TechFlash.

Lebenswandel

Bisher, so Allard in seinem Brief, galt seine Lebenswidmung zu 95 Prozent Microsoft, dies würde sich nun schlagartig ändern. Im nächsten Atemzug meint der ehemalige Mitarbeiter, dass Microsoft - sollte er sich dazu entschließen sein Leben wieder der Arbeit zu vermachen - ganz oben auf seiner Liste stünde.

"Es wurden keine Stühle geworfen"

Gleichzeitig versichert er, dass das Selbstbewusstsein des Unternehmens auch in Zukunft erhalten bleibe, auch "wurden keine Stühle geworfen". Damit reagierte Allard auf Aussagen des MS Software Entwicklers Marc Lucovsky, der meinte, dass Steve Ballmer einen Stuhl durch die Luft geschleudert hätte. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Microsofts J Allard im Bild.

Share if you care.