Gesamtschule: Karl beharrt auf ihren Vorschlägen

25. Mai 2010, 13:49
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Wissenschaftsministerin verweist auf Bildungspapiere der Sozialpartner

Linz - Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) beharrt auf ihren Vorschlägen für eine einheitliche Schule der 10- bis 14-Jährigen. In einem Vortrag bei der ÖVP Oberösterreich in Reichersberg verwies sie am Dienstag darauf, dass es zu diesem Thema entsprechende Papiere der Sozialpartner und des ÖAAB gebe.

Ministerin pocht auf Differenzierung ab 14

Karl trat wie schon in der vergangenen Woche vor allem für eine Verschiebung der Differenzierung auf das 14. Lebensjahr ein, darüber hinaus auch für eine verbesserte Sprachförderung und für das Leistungsprinzip bei den Lehrern. Dieses gehöre dann auch entsprechend belohnt.

Als Wissenschaftsministerin sei für sie die Weiterentwicklung des gesamten Bildungssystems eine große Herausforderung. Denn die "hohen Schulen" seien die Abnehmer der Absolventen der "mittleren Schulen", stellte Karl fest.

Pühringer: Weniger über Organisationsformen diskutieren

Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) stellte dagegen fest, es sollte mehr über Inhalte und weniger über die Organisationsformen diskutiert werden. Das Bildungssystem sei keineswegs ein Sanierungsfall, betonte Pühringer. Es brauche aber eine Weiterentwicklung, wobei die Lehrer eingebunden werden müssten. Die Botschaft an die Ministerin sei, dass Schulformen und eine Schulverwaltungsreform untergeordnete Themen seien. Es sollte mehr über Inhalte und weniger über Organisationsformen diskutiert werden. (APA)

  • Bei einem Vortrag in Oberösterreich pochte Karl erneut auf eine gemeinsame Schule der 10 bis 14-Jährigen.
    foto: standard/cremer

    Bei einem Vortrag in Oberösterreich pochte Karl erneut auf eine gemeinsame Schule der 10 bis 14-Jährigen.

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