Eric Owen Moss zeigt "Austria under Construction"

25. Mai 2010, 13:47
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Eingerüsteter Österreich-Pavillon präsentiert internationales und heimisches Bauen im Wechselspiel

Wien - Als erster nicht-österreichischer Kommissär kuratiert der US-Amerikaner Eric Owen Moss heuer den Österreich-Pavillon für die Architektur-Biennale Venedig. Unter dem Titel "Austria under Construction" präsentiert sich Österreich von 29. August bis 21. November als Umschlagplatz für internationales Bauen und Lehren. "Es schien mir wichtig, einmal einen Blick von außen auf die österreichische Architektur zu werfen", begründete Kulturministerin Claudia Schmied die Auswahl bei der Pressepräsentation am Dienstag.

64 Positionen von österreichischen Architekten, die im Ausland bauen, und internationalen Architekten, die in Österreich tätig sind, wird der Pavillon in einer eigens geschaffenen "Baustelle" beherbergen. "Wir werden den Pavillon einrüsten", erklärte Moss das Konzept, das sich "in gewisser Weise gegen den Hoffmann-Pavillon von 1934 behaupten" müsse. Durch das Baugerüst, das sich auch im Innenraum als Fläche für die Ausstellung fortsetzt, "verdeutlichen wir einen Diskurs in Bewegung".

Das Raumkonzept soll durch die Bespielung sowohl des Innen- wie des Außenraumes den Austausch zwischen heimischer und internationaler Architektur sichtbar machen: An der äußeren Plane über dem Gerüst werden Werke österreichischer Architekten im Ausland etwa von Coop Himmelb(l)au, dem Atelier Hollein oder Carl Pruscha abgebildet. Im Inneren des Pavillons geht es um jene Architektur, die von internationaler Seite ins Land gebracht wird, etwa mit Projekten von Hitoshi Abe, Zaha Hadid oder Matteo Thun. Als Betonung auf die Lehre und deren internationale Vernetzung werden zusätzlich "architektonische Objekte" aufgestellt, die die präsentierten Architekten gemeinsam mit ihren Studenten geschaffen haben. (APA)

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