Bis 2050 ist nichts mehr zum Fischen da

25. Mai 2010 14:08

UNO warnt zu Konferenz-Auftakt in New York

New York - Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bereits jetzt rund drei Viertel aller Fischbestände auf hoher See überfischt. Ausgehend von entsprechenden Zahlen der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) müsse damit gerechnet werden, dass bis zum Jahr 2050 die Fischerei weltweit komplett zusammenbrechen werde. Susan Lieberman von der Pew Environment Group warnte zum Auftakt einer einwöchigen Konferenz in New York: "Wir sprechen von der Zukunft der Ernährungssicherung auf unserem Planeten"

Die Krise habe gewaltige Auswirkungen auf Entwicklungsländer und Gebiete an der Küste, erklärte sie am Montagabend. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung oder bis zu drei Milliarden Menschen seien auf Fisch als wichtigste Eiweißquelle in ihrer Ernährung angewiesen.

Moratorium auf Flossen-Abschneiden

Der Pazifikstaat Palau forderte auf der Konferenz ein internationales Moratorium auf das Abschneiden von Haiflossen. Jedes Jahr würden 73 Millionen Haie getötet, nur weil Leute ihre Flossen in der Suppe schwimmen sehen wollten, sagte der UN-Botschafter von Palau, Stuart Beck. "Das ist so unnötig und grausam wie das Töten von Elefanten, um aus ihren Stoßzähnen Verzierungen zu machen", sagte Beck. Nur ein gemeinsamer Aufschrei könne verhindern, "dass die Haie weltweit zum Vergnügen von Suppen-Liebhabern abgeschlachtet werden". (red/APA/apn)

    Kommentar posten
    Posting 1 bis 25 von 33
    1 2
    dajonny
    26.05.2010 10:58

    Lachs ist auch ein gutes Beispiel - vor Chile oder Peru zB, was die dort aufführen ist nicht mehr normal...

    franz der freie
    26.05.2010 09:52
    bei den krustentieren sind wir soweit:

    absperren einer lagune mit netz, millionen von tieren auf engstem raum, die mit schlachtabfällen und kiloweise mit antibiotika ( 50 kg tonnen von bayer ) gefüttert werden. so gesehen in thailand. bei den fischen wird das auch schon gemacht. wer hat vor zehn jahren etwas von einem pangasius gehört ? lässt sich leicht in "fischfabriken" züchten. ich wünsche guten appetit zum medikamentencocktail.

    Firemonkey
    26.05.2010 10:30
    Pangasius

    Wer den als essbar bezeichnet der kann keine Geschmacksnerven haben.

    Andreas Schmidt
    26.05.2010 09:37
    Der egoistische Wappler findet keine egoistische Nina

    Gibts keine Fische mehr, was kümmert es einen egoistischen Wappler?

    Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
    26.05.2010 07:44
    2050

    Bis 2010 ist der Wald am Sauren Regen gestorben, bis 2015 sind Australien und Südamerika aufgrund des Ozonlochs unbewohnbar, bis...bla bla...

    Michael Bakunin
    26.05.2010 16:14

    ignoranz ist eine besondere art der dummheit.

    Bono Nobo
    26.05.2010 14:25

    Schlabbeeritzka

    winston
    26.05.2010 12:39

    sie wissen aber schon , dass nach wissenschaftlicher erkenntniss genannter phänomene politische interventionen (grenzwertjustierungen , verbote) und technische verbesserungen stattgefunden haben , um genannte phänomene einzudämmen ? im übrigen , finden sie temperaturen bis 50°C und enorme bodennahe ozonbelastung als lebenswert ?

    Wastl Steinbeisser
    25.05.2010 22:56
    Gleichgewicht von Angebot/Nachfrage

    wird zuviel gefischt, rentiert sich das Fischen nicht mehr - die Bestände erholen sich wieder bis es sich wieder rentiert. Dann wird wieder zuviel gefischt.....
    Oder seh ich das falsch?

    Topfenbaby
    01.06.2010 07:05
    Ich fürchte, Sie sehen das falsch

    Je weniger Fisch es gibt, umso höhere Preise kann man damit erzielen. Deswegen rentiert sich das wieder.

    yomellamo
    26.05.2010 11:39

    ... bis sich das fischen nicht mehr rentiert gibts halt dann auch keine fische mehr.

    Bis kurz vor diesem moment ist aufgrund mangelnden angebotes der preis pro fisch in lichte hoehen gestiegen.

    Man siehts zb. beim Blauthun. Die preise die sie fuer so ein exemplar dieser bald ausgerotteten spezies erzielen sind jenseits von gut und boese.

    soziales netz
    26.05.2010 01:41

    du siehst das falsch

    pueffl
    25.05.2010 23:43
    Falsch

    Angebot und Nachfrage richten sich auch nach der verfügbaren Menge. Wenn die Menge zurückgeht steigt der Preis und das Ganze lohnt sich dann erst recht (bis zu einem gewissen Punkt). Und wenn der Punkt überschritten ist gibt's dann vermutlich wiklich nix mehr.

    dieglut
     
    25.05.2010 23:04

    Nur, wenn das Befischen einer Art rechtzeitig unrentabel wird.

    Posten schadet der Gesundheit
    25.05.2010 22:41
    ausgelöscht

    werden die fische nicht, es sind eher die fischer die sich restlos eliminieren werden.
    dieses szeneario ist mit abstand das realistrischere, jedenfalls wenn grunderkenntnisse der ökologie weiterhin ignoriert werden.
    die fische werden kaum restlos ausgelöscht werden, das fischen wird sich aber ab einer gewissen menge gar nicht mehr rentieren!

    dajonny
    26.05.2010 11:00

    So wie man vor 20 Jahren noch gedacht hatte, Öl aus Sand herauszuschwemmen sei unwirtschaftlich? Keine Sorge, die Gier hat keine Grenzen, was zahlt man in Japan für Blauflossenthun? 50.000€ das Stück, oder noch mehr?

    Posten schadet der Gesundheit
    26.05.2010 15:15
    wenns nur noch 200 fische gibt,

    wird der preis ins unendliche steigen??
    falls nicht - wird die rentabilität nicht mehr erreicht und die fische können sich regenerieren. bei tieren mit k-strategie, wie den fischen, die teilweise millionen eier legen ist eine relativ schnelle regeneration nicht ausgeschlossen. die fischer werden sich jedoch nicht erholen..

    Carcharodon
     
    31.05.2010 21:40
    Warum ist dann der Kabeljau noch nicht zurückgekehrt?

    Ist doch ein typischer r-Stratege mit Millionen von Eiern (wie die meisten Knochenfische, das hast wohl verwechselt, k-Strategen haben wenige Nachkommen)
    Weil:
    -Beim Fang mit Bodenschleppnetzen der Lebensraum nachhaltig zerstört wird.
    -Jungfische beim Befischen anderer Arten in ihrem ehemaligen Lebensraum als Beifang mit im Netz landen
    -die Laichgründe verwaist sind und es keine alten, "erfahrenen" Fische mehr gibt, die sie finden (ja, "Tradition" gibt es auch bei Fischen)

    Nur ein Beispiel, der Rote Thun wird der Nächste sein, viele Haiarten verschwinden, Tiefseeriffe sich innerhalb von 10 Menschenleben nicht erholen,...

    So einfach das Meer nicht, moderne Fischereitechnik ist zu "effizient", ist eine Art unrentabel, kommt die Nächste dran

    Ardschuna
    25.05.2010 19:55
    Fischrechte

    Jeder Fisch hat Anspruch auf die hiermit garantierten Fischrechte und Freiheiten, ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer und sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen.

    Walter Sedlazcek
    25.05.2010 19:18
    dann gibts nur noch soylent green.

    Cayenne69
    25.05.2010 19:06

    Kein Wunder wenn man sich mal die Kapazitäten einer schwimmenden Fangfabrik ansieht...

    her wig
    25.05.2010 16:29
    Ausrottung ist eine optimale Strategie

    vorausgesetzt man kann den so geschaffenen Profit nachher woanders ebenso gewinnbringend investieren.

    Nun hat aber der typische Profitsüchtling keine Zeit um so weit voraus zu sehen, und er versucht es auch garnicht weil aus dem alltäglichen Konkurrenzkampf bekannt ist dass man mit Vorhersagen nie weit kommt. Ausserdem funktioniert es im Kleinen ja, wenn ein Teich leergefischt ist, ist der nächste nicht weit.

    Aber mir ist das sowieso egal, ich werde einfach in weiser Voraussicht rechtzeitig in ein reiches, gut gerüstetes Land ziehen. Dann kann ich auch 2050 noch meinen Fisch geniessen.

    Hefeweizerlbier
    26.05.2010 00:26
    Österreich?

    Forelle, Karpfen, ...

    franz fröhlich
    25.05.2010 22:50
    Ich glaube,

    sie haben die Tragweite des Artikels - so das Szenario tatsächlich eintritt- nicht verstanden.

    her wig
    26.05.2010 09:28

    Oh doch, leider. Global gesehen werden die reichen Länder den Rest-Fischfang kontrollieren, die ärmeren werden sich den dann notwendigen Aufwand nicht mehr leisten können.

    Kommentar posten
    Posting 1 bis 25 von 33
    1 2

    Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.