Wenig Keime in der Extrawurst

25. Mai 2010, 10:42
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24 untersuchte Proben - Offene Ware geschmacklich besser

Wien - Die "Extra" ist in Österreich die meistverkaufte Wurstsorte. 10.615 Tonnen wanderten 2009 davon über die Ladentische. Zugleich ist Extrawurst ein sehr heikles Produkt, das keine Fehler in der Produktion und in der Kühlkette erlaubt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 24 Proben Extrawurst - davon 14 verpackte und 10 an der Theke offen angebotene Produkte - untersucht. Alles in allem zeigt die Untersuchung gute Ergebnisse. Bei einigen Proben wurde jedoch eine erhöhte Keimzahl gemessen: Etwa bei der offen angebotenen Extrawurst von Gross vom Wiener Viktor-Adler-Markt sowie bei der getesteten, verpackten Extrawurst von Natur aktiv, Pöttelsdorfer Edelpute und Ja! Natürlich. Die bei Penny erhältliche Landauer Extrawurst als auch die Feine Extra von Tann und Trünkel erzielten im Test dagegen die besten Ergebnisse.

Das Geschmacksspektrum ist bei der Extrawurst breit. Ob Extrawurst mit Rind, Schwein oder Pute: Tendenziell schnitt die offen angebotene Ware im Test etwas besser ab. Von vier Produkten aus biologischer Landwirtschaft wurde wiederum nur eines im Geschmackstest mit "gut" bewertet.

Die Herkunft der Rohstoffe ist für viele Konsumenten ein wichtiges Kriterium. "Hier zeigt sich aber, dass für die Firmen bei Schwein- und Pute nicht immer klar ist, woher die verarbeiteten Tiere stammen und das, obwohl der Vermerk ,Qualität aus Österreich' häufig darauf zu lesen ist", kritisiert VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. "Hier würden wir uns statt aufgedruckter rotweißroter Fahnen und blumiger Formulierungen mehr Klarheit wünschen." (red)

Detailergebnisse dazu auf www.konsument.at sowie ab dem 27.5. im Juni-"Konsument".

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