Wäschehersteller Huber bald ganz chinesisch

25. Mai 2010, 10:30
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Die Übertragung des Viertel-Anteils von Grossnigg an den chinesisch-australischen Haupteigentümer Benger Brands steht bevor

Wien/Bregenz - Der Vorarlberger Wäschehersteller Huber könnte bald zur Gänze in chinesischem Eigentum stehen. Bereits jetzt kontrolliert die börsenotierte chinesisch-australische Benger Brands 74 Prozent. Benger soll laut Wirtschaftsblatt demnächst alle Anteile übernehmen.

Die Familienmitglieder rund um Huber haben ihre Firmenanteile auf die Austro Holding des Investors Erhard Grossnigg übertragen, der damit nun 26 Prozent an Huber hält. Robert NG, Geschäftsführer von Benger Brands, will sämtliche Anteile an Huber erwerben, so die Zeitung. Dies habe dessen Vorstand Mathias Boenke bestätigt.

"Die Gespräche laufen zwischen Investor Erhard Grossnigg und Robert NG. Das kann sehr schnell gehen, es gibt aber keinen Zeitdruck", wird Boenke zitiert. Grossnigg fungiere bereits in einem Unternehmen von Robert NG als Aufsichtsratschef - das "Einvernehmen" zwischen den beiden Investoren bezeichnet Boenke als "gut".

Erleichterte Verkaufsverhandlungen

Die Voraussetzungen für erleichterte Verkaufsverhandlungen wurden laut dem Bericht bei der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch geschaffen: Bisher haben zehn Familienmitglieder rund zwölf Prozent an der Huber Holding gehalten, darunter die Familien Huber und Rhomberg. Diese Anteile wurden nun an die Austro Holding verkauft, eine von Investor Grossnigg gegründete Mantelgesellschaft, die ihre operative Tätigkeit als Beteiligungsgesellschaft im Jänner dieses Jahres aufgenommen hat. Damit hält Grossnigg nun 26 Prozent an Huber. Benger Brands hält einen Anteil von 74 Prozent.

Vom Verkauf vorerst unberührt bleibe die Strategie des Huber-Vorstandsduos Boenke und Stefan Girardi: In Österreich sollen zu den bestehenden 70 Huber Shops weitere 15 hinzukommen. Gab es bisher noch keine Huber-Shops in den USA, soll mit eigenen Standorten im Franchise der Umsatz von derzeit 10 Mio. Dollar verdoppelt werden. Und: In Russland sei der Boom zwar vorbei, zu bestehenden 50 Standorten sollen aber weitere hinzukommen. 2009 hat Huber insgesamt 100 Mio. Euro umgesetzt und das Vorsteuerergebnis von minus 1 Mio. Euro auf plus 2,7 Mio. Euro gedreht. (APA)

 

 

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