Fünf Verkehrstote am Pfingstwochenende

25. Mai 2010, 11:17
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Insgesamt aber mehr Unfälle - 632 Alkolenker angezeigt

Fünf Menschen sind am vergangenen langen Pfingstwochenende im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Wie schon in den Jahren 1996 und zuletzt 2008 ist das der niedrigste Blutzoll seit 1967. Diese - vorläufige - Bilanz gab das Innenministerium am Dienstag bekannt. Insgesamt gab es mehr Verkehrsunfälle, und es wurden mehr Alkolenker erwischt.

Die Polizei ahndete von Freitag bis Pfingstmontag 55.170 Geschwindigkeitsüberschreitungen, praktisch genauso viele wie im vergangenen Jahr. 632 Lenker wurden wegen Alkohols am Steuer angezeigt, um 1,8 Prozent mehr als 2009. In 328 Fällen wurde der Führerschein vorläufig abgenommen (minus 7,9 Prozent).

Jeweils zwei Menschen kamen am Freitag bzw. am Montag ums Leben, ein weiterer am Samstag. In der gesamten Pfingstwoche starben heuer acht Verkehrsteilnehmer. Noch viel blutiger war die Pfingstwoche 2009 verlaufen. Damals verunglückten 21 Personen tödlich, unmittelbar am langen Wochenende waren es neun Tote.

Die schlimmste Bilanz der vergangenen Jahre zog Otmar Bruckner, Unfallanalyst des Innenministeriums, allerdings 2007: Damals wurden - bei durchgehend schönem Wetter - 21 Menschen Opfer des Straßenverkehrs. "Gutes Wetter führt zu hohem Verkehrsaufkommen. Es gibt dann mehr Ausflugsverkehr, und es wird auch schneller gefahren", sagte Bruckner. In den bisher schlimmsten Jahren seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik wurden an den Pfingstwochenenden 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) beklagt.

Vorrangverletzungen

Heuer starben ein Pkw-Lenker, zwei Motorrad- und zwei Radfahrer. Vermutliche Hauptunfallsursachen waren in drei Fällen Vorrangverletzungen. Die beiden Radler, 59 und 83 Jahre alt, kamen laut Innenministerium jeweils auf einer Radfahrerüberfahrt bei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen ums Leben.

Insgesamt ereigneten sich am Pfingstwochenende 440 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr (425 Unfälle). 560 Menschen erlitten Verletzungen, um 4,4 Prozent weniger als 2009 (586 Verletzte). (APA)

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