Meisterschaftsball Panthers

24. Mai 2010, 21:44
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Hart erkämpfter 68:65-Sieg in Gmunden bringt Fürstenfeld Titel eine Schritt näher- Swan Mayes als tragischer Held

Fürstenfeld - Die Fürstenfeld Panthers haben eine Hand am Bundesliga-Pokal. Die Oststeirer gewannen am Montagabend das bis zum Schluss spannende, dritte Spiel der best-of-five-Finalserie bei den Gmunden Swans mit 68:65 (33:38) und gingen damit in der Serie mit 2:1 in Führung. Nach dem Sieg im Schlüsselspiel haben die Fürstenfelder nun am Donnerstag (19.00) erneut in Gmunden Matchball.

Und die Gmundner tun gut daran, erstmals in dieser Saison ein Heimspiel gegen Fürstenfeld zu gewinnen. Gelingt dies nicht, ist das Finale zugunsten der steirischen Mannschaft des Jahres entschieden. Zu verbessern haben die Gmundner vor allem ihr Rebound-Spiel, denn damit (35:26-Überlegenheit für Fürstenfeld) sowie mit ihrer aggressiven Verteidigung drehten die Fürstenfelder am Pfingstmontag letztlich vor über 2.000 Zuschauern in der randvollen Volksbank-Arena die Partie zu ihren Gunsten.

40 Minuten lang konnte in der extrem spannenden Partie kein Team einen wirklich entscheidenden Vorsprung herausspielen. Gmunden führte zwei Mal mit plus sechs, Fürstenfeld einmal mit plus fünf. Die Oststeirer reagierten aber auf den Pausenrückstand mit einer noch aggressiveren Verteidigung, womit das an sich bekannt starke dritte Viertel bei den Gmundnern nicht zum Tragen kam und es mit 52:52 ins Schlussviertel ging.

In diesem wurde ausgerechnet Deteri Mayes, Held vieler gewonnener Schlachten, zum tragischen Held. Nachdem schon Gabsys mit einer Übertretung eine Riesenschance zunichte gemacht hatte, sprang zehn Sekunden vor Schluss beim Stand von 65:67 ein "Dreier" von Mayes vom Ring zurück. Der Gmunden-Guard holte sich selbst den Offensiv-Rebound, scheiterte aber auch mit dem Zweier-Versuch. Jay Youngblood fixierte hingegen 1,7 Sekunden vor Schluss mit einem Freiwurf für Fürstenfeld den Endstand.

"Wir hatten Probleme mit der Fürstenfeld-Defensive. 65 Punkte in der eigenen Halle sind zu wenig", gestand Gmunden-Forward Ian Boylan und Manager Harald Stelzer gab ebenfalls zu: "Wir haben zum Schluss zu viele falsche Entscheidungen getroffen."

Auf der Seite der Sieger jubelte hingegen Nate Linhart: "Wir haben nach der Pause eine sehr solide Defensive gespielt und nur mehr 27 Punkte von Gmunden zugelassen. Fürstenfelds Anthony Shavies ergänzte: "Ich bin müde, aber es ist das Finale und da muss man alles bringen, egal ob etwas wehtut. Wir hoffen schon, dass wir es nun gleich in Spiel vier fertig machen können. Aber man muss abwarten, Gmunden wird sein Bestes geben. Panthers-Coach Bob Gonen warnte: "Alles ist noch immer vollkommen offen."

In der Pause gab es die Ehrung für den wertvollsten österreichischen Spieler der Liga. Wie schon im Vorjahr ging die Auszeichnung an Christoph Nagler von den Dukes Klosterneuburg. (APA)

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