Konkurs endgültig abgewiesen

24. Mai 2010, 18:14
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Kreisgericht in Bratislava wies Berufung von 17 Gläubigern ab

Bratislava - Der Konkurs der insolventen österreichisch-slowakischen Billigairline SkyEurope ist endgültig abgewiesen. Das Kreisgericht in Bratislava bestätigte laut dem Handelsanzeiger vom Montag die Entscheidung eines Gerichtes niedrigerer Instanz vom Dezember 2009 und wies diesbezügliche Berufungen von 17 Gläubigern ab. Gegen das Verdikt, das bereits am 17. Mai gefällt wurde, sei keine weitere Berufung zulässig, hieß es.

Der Grund für die von Masseverwalter Lubomir Bugan beantragte Aufhebung des Konkurses war die Tatsache gewesen, dass die einst auch in Wien börsenotierte Fluglinie kaum Aktiva hatte, mit denen man die Forderungen der Gläubiger hätte abdecken können.

Forderungen in Exekution geltend machen

"Angesichts der Größe des Eigentums von SkyEurope überrascht mich die Entscheidung des Kreisgerichts nicht. Nach der Abweisung des Konkurses haben Gläubiger, deren Forderungen in dem Konkursverfahren nicht bestritten wurden, die Möglichkeit, ihre Forderungen in der Exekution geltend zu machen", sagte Bugan gegenüber der Nachrichtenagentur SITA. Im Laufe des Konkursverfahrens sei es beim Inkasso der Aktiva gelungen, etwa eine Million Euro zu gewinnen, wovon jedoch der Großteil für die Bezahlung der Löhne der ehemaligen Mitarbeiter von SkyEurope verwendet worden sei, so Bugan.

Laut einer früheren Erklärung von Bugan hat SkyEurope einen Schuldenberg in der Höhe von 180 Mio. Euro und fast 4.000 Gläubiger hinterlassen. Die Aktiva der Fluglinie betrugen 5,7 Mio. Euro. (APA)

 

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