Googles Pac-Man zwingt Mozilla in die Knie

24. Mai 2010, 14:22
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Durch unerwartete Sounds verwirrte NutzerInnen stürmten Support-Seite des Browserherstellers

Es ist wohl die ambitionierteste Hommage, die sich Google bislang für seine Startseite einfallen ließ: Zum 30. Geburtstag von Pac-Man hatte man vor wenigen Tagen dem eigenen Webauftritt ein neues Logo verpasst, und zwar eines das es in sich hatte: Zwei Tage lang konnten die SuchmaschinennutzerInnen hier mit der Tastatur ein kleines Spielchen wagen, dies gleich mit mehreren Levels und sogar einem Zweispielermodus.

Fehler

Doch womit man dabei offenbar nicht gerechnet hatte, waren die durch diesen "Google Doodle" entstehenden Nebeneffekte: Denn viele NutzerInnen der Suchmaschine konnten mit dieser Idee so gar nichts anfangen, und wunderten sich woher denn plötzlich die bislang unbekannten Geräusche aus ihrem Computer kamen. Verschlimmert wurde die Lage noch dadurch, dass diese Töne anfangs auch ausgegeben wurden, wenn die Google-Seite nur im Hintergrund geöffnet war oder durch einen iFrame in einer Erweiterung eingebunden wurde.

Support-Problem

Was folgte waren recht reale Probleme für die Browser-Hersteller, so wurde Mozilla geradezu mit Anfragen überhäuft. Das Ganze nahm solche Ausmaße an, dass die Firefox-Support-Seite teilweise kaum mehr zu erreichen war. Zwar reagierte man auf die Beschwerden schnell mit einem aufklärenden Artikel, dieser benötigte wegen der Server-Belastung aber mehr als eine Stunde bis er auf der Seite tatsächlich auftauchte.

Pac-Man-DDOS

Man sei Opfer eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke durch Pac-Man geworden, fasst man den Vorfall bei Mozilla mit einem leichten Augenzwinkern zusammen. Durch diverse Maßnahmen konnte man das Problem nach ein paar Stunden in den Griff bekommen, zugleich will man aus dem Vorfall Lehren ziehen, um die Support-Seite künftig leichter online zu behalten. 

Ausprobieren

Mittlerweile ist der entsprechende Google Doodle wieder von der Startseite der Suchmaschine verschwunden, allerdings hat sich Google dazu entschlossen, das Minispiel auf Dauer online zu lassen, und bietet es auf einer eigenen Seite an. (apo, derStandard.at, 24.05.10)

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    screenshot: redaktion
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