Novell steht angeblich vor Verkauf

24. Mai 2010, 12:48
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Angebote laut WSJ schon in den nächsten Tagen - Mehr als 20 Interessenten sollen Interesse signalisiert haben - Unklare Zukunft

Im Rahmen der vergangene Woche in Amsterdam abgehaltenen Brainshare-Europe-Konferenz hatte man noch alle entsprechenden Gerüchte dementiert, nun scheint es aber immer offensichtlicher zu werden: Bei Novell ist man aktiv auf der Suche nach einem Käufer, dies berichtet zumindest das Wall Street Journal.

Angebote

Demnach laufe bereits in den kommenden Tagen die Deadline für Übernahmeangebote aus, mehr als 20 Interessenten sollen sich auf diesem Weg bereits gefunden haben. Laut dem Bericht soll als nächster Schritt nun der Kreis der Bieter ausgesiebt werden, bevor es noch zu einer letzten Gebotsrunde kommt.

Vorgeschichte

Bereits im März hatte Novell ein öffentlich kommuniziertes Übernahmeangebot des Hedgefonds Elliot Associates abgelehnt, die gebotenen rund 2 Milliarden US-Dollar bezeichnet man als "nicht adäquat", signalisierte aber schon damals Interesse an weiteren Angeboten. Bei der aktuellen Bieterrunde geht das WSJ von einem höheren Preis für Novell aus, dies nicht zuletzt deswegen, da man mit der Übernahme des Unternehmens auch gleich Rücklagen in der Höhe von 1 Milliarde US-Dollar erstehen würde.

Linux

Unklar ist, was aus Novell nach einem Verkauf werden würde, laut dem Bericht dürfte sich bei den aktuellen Angeboten vor allem wieder um welche von Hedgefonds handeln. Diese wären wohl vor allem an einer Aufteilung der einzelnen Sparten des Unternehmens - neben dem Linux-Geschäft etwa auch der Bereich Identity-Management oder das Groupware-Business - und dessen gewinnbringenden Weiterverkaufs interessiert. Novell setzt seit einigen Jahren verstärkt auf eine Linux-Strategie, mit SUSE Linux hat man hier die im Enterprise-Bereich nach Red Hat zweitmeistgenutzte Distribution im Angebot. (apo, derStandard.at, 24.05.10)

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