Sieben Zähne für ein NHL-Finale

24. Mai 2010, 11:49
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Chicago steht erstmals seit 18 Jahren wieder im NHL-Finale. Verteidiger Keith bezahlte mit sieben Zähnen dafür

Chicago - Erstmals seit 18 Jahren greifen die Chicago Blackhawks in der nordamerikanischen Eishockey-Liga (NHL) nach dem Stanley Cup. Die Blackhawks gewannen am Sonntag daheim 4:2 gegen die San Jose Sharks. Sie schafften damit schon im vierten Spiel den notwendigen vierten Sieg ("sweep"). Finalgegner werden die Philadelphia Flyers mit dem Wiener Andreas Nödl sein, die die Montreal Canadiens in der Nacht auf Dienstag auf eigenem Eis eliminierten.

San Jose kämpfte in Chicago verbissen um seine letzte Chance und ging durch Logan Couture (12.) und ein Unterzahltor von Patrick Marleau (28.) 2:0 in Führung. Für Chicago glichen Brent Seabrook (34.) und Dave Bolland (39.) noch im zweiten Drittel aus. Dustin Byfuglien (55.) und Chris Versteeg (60.) machten den Sieg perfekt.

"Besser geht es nicht. Deshalb spielen wir und davon träumen wir, seit wir Kinder sind. Es wird die Hölle werden, aber wir werden viel Spaß haben", weiß Chicago-Verteidiger Duncan Keith, was auf das Team zukommt. Er selbst war in der Partie von einem Puck im Gesicht getroffen worden, hatte sieben Zähne verloren, spielte nach Einnahme von Schmerzmitteln tapfer weiter, verkniff sich anders als seine Teamkollegen aber das Lächeln nach der getanen Arbeit. "Nicht so schlimm, wie man denken möchte. Es hätte mehr wehgetan, wenn wir heute verloren hätten."

Die Blackhawks haben den letzten der bisher drei Stanley-Cup-Titel 1961 gewonnen. Die Sharks müssen hingegen weiterhin auf den ersten Conference-Titel in der Geschichte warten. "Wir haben gekämpft, aber wir waren in dieser Serie nur das zweite Team", musste San-Jose-Trainer Todd McLellan eingestehen. (APA/Reuters/dpa)

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    Blackhawk Dustin Byfuglien feiert das gebuchte Final-Ticket.

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