14 Zivilisten bei Islamisten-Angriffen getötet

23. Mai 2010, 11:11
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Milizen attackieren Präsidentenpalast in Mogadischu

Mogadischu - Bei Gefechten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind in der Nacht zum Sonntag Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Mitglieder der islamistischen Shebab-Milizen griffen in der Nacht den Präsidentenpalast im Norden der Hauptstadt an, während Präsident Sharif Sheikh Ahmed sich zu einer Konferenz in der Türkei aufhielt.

Regierungseinheiten und Soldaten der Afrikanischen Union schlugen die Attacke zurück, bei den Feuergefechten starben elf Zivilisten. Drei weitere Menschen wurden nach Krankenhausangaben durch Mörserangriffe im Süden der Hauptstadt getötet. Dabei wurden auch 25 Menschen verletzt.

Somalia befindet sich seit 1991 im Bürgerkrieg, in dem rivalisierende Clans und die islamistischen Shebab-Milizen um die Macht kämpfen. Präsident Sheikh Ahmed reiste in die Türkei, um an einer Konferenz über die Piraterie vor der Küste des Landes am Horn von Afrika teilzunehmen. Wegen der zerfallenen Staatsgewalt beherrscht das Land seine Hoheitsgewässer nicht mehr und viele frühere Fischer verdingen sich als Piraten. (APA/AFP)

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