Spekulationen über neuen Nahost-Krieg zurückgewiesen
Tel Aviv - Der
israelische Zivilschutz hat am Sonntag
die bisher größte Übung in der Geschichte des Landes begonnen. Bis
Donnerstag sollen landesweit verschiedene Katastrophenszenarien
geprobt werden. Darunter sind auch angenommene Angriffe auf den
jüdischen Staat mit hunderten von Raketen aus dem Libanon, Syrien und
dem Gazastreifen gleichzeitig. Die
nationalen Rettungskräfte arbeiten
bei dem Notfalltraining mit Sicherheitskräften, Kommunen,
Regierungsbüros sowie Schulen und Kindergärten zusammen.
Im Rahmen der Übung mit dem
Codenamen "Wendepunkt 4" sollen am
Mittwoch im ganzen Land die Sirenen
heulen. Die Menschen sind
aufgerufen, dann für zehn Minuten Schutzräume aufzusuchen. Es sollen
zudem an verschiedenen Stationen Gasmasken verteilt werden.
"Ziel der Übung ist es, die nationale Bereitschaft und die
Reaktionen des Zivilschutzes im Notfall zu verbessern", teilte die
israelische Armee am Sonntag mit. Israelische Repräsentanten haben
betont, es handele sich um eine Routineübung ohne konkreten Anlass.
In den vergangenen Wochen mehren sich Spekulationen über einen
möglichen Krieg in Nahost im Sommer. Die
israelische Führung hat
jedoch mehrfach erklärt, sie habe keinerlei feindselige Absichten.
Die Zivilschutzübung findet in diesem
Jahr zum vierten Mal in Folge
statt und wurde seit langem vorbereitet. (APA)