Homosexuellen-Demo

Lunacek in Bratislava mit Steinen beworfen

22. Mai 2010 18:37

EU-Abgeordnete: "Er hat mich aber nicht getroffen" - Umzug durch Stadtzentrum wurde abgesagt

Bratislava - Die erste Homosexuellen-Parade in Bratislava seit der Unabhängigkeit der Slowakei 1993 ist am Samstag von unliebsamen Zwischenfällen überschattet worden. Die österreichische EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek (Grüne) wurde nach eigenen Angaben bei ihrer Rede am Hauptplatz von einem jungen Mann mit Steinen beworfen. Ein an sich geplanter Umzug durch das Zentrum fand in Folge nicht statt, wie Lunacek berichtete. Hingegen steuerten die rund 500 Teilnehmer der "Rainbow Pride Bratislava 2010" gleich das ursprüngliche Ziel jenseits der Donau an.

Die Polizei habe die Sicherheit der Teilnehmer wohl nicht mehr gewährleisten können, meinte die Grünen-Europapolitikerin und langjährige Homosexuellen-Aktivistin, die den Vorfall bei ihrem Auftritt so schilderte: "Der Gegendemonstrant drängte sich vor und warf kleine Steine auf mich. Er hat mich aber nicht getroffen." Der Mann gehört offenbar der rechtsextremen Szene an, er wurde festgenommen. Die Polizei verhinderte auch eine direkte Konfrontation mit den Schwulen und Lesben. Zuvor war auch eine Gasgranate explodiert.

Die im Parlament vertretenen slowakischen Parteien lehnen die Gesetze, die homosexuelle Ehen ermöglichen würden, ab. In der Vorwoche veranstalteten die Gegner der registrierten Partnerschaft eine Demonstration. Die Homosexuellen-Parade hatte schon im Vorfeld für Diskussionen gesorgt und negative Reaktionen von einigen Politikern ausgelöst.

So hatte die mitregierende nationalistische Slowakische Nationalpartei (SNS) am Freitag ein Verbot der Parade gefordert. Die SNS meinte, Gemeinden dürften Veranstaltungen absagen, in denen es zu Gewalt oder "Unanständigkeiten" kommen könnte. Die extremistische Vereinigung "Slovenska Pospolitost" (Slowakische Gemeinschaft) hatte eine Gegenveranstaltung unter dem Motto "Für die Zukunft der Familie, gegen Perverse" angekündigt.

Zugleich hatten aber zahlreiche Aktivsten, NGOs, Botschaften und die Europäische Kommission die geplante Parade unterstützt. 16 Botschafter und die Vertretung der Europäischen Kommission in der Slowakei drückten in einer gemeinsamen Aussendung ihre Solidarität mit der lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Gemeinschaft in der Slowakei aus. Es habe auch Unterstützung durch zahlreiche Passanten gegeben, erzählte Lunacek. "Das ist auch ein großer Fortschritt."

Die weltweit meist im Frühsommer stattfindenden Paraden gedenken des Stonewall-Aufstandes, der 1969 in der New Yorker Christopher Street stattfand. Die Erhebung der Gäste der Schwulenbar "Stonewall Inn" gegen Polizeiwillkür gilt als Auftakt der Homosexuellenbewegung weltweit. (APA)

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Alchi
11.07.2010 09:26
Stnadard Poster...

...sind die besseren Menschen.

Philbert Desanex
 
19.06.2010 11:19
Wahn und Wirklichkeit

Lunacek in Bratislava mit Steinen beworfen??

"Der Gegendemonstrant drängte sich vor und warf kleine Steine auf mich. Er hat mich aber nicht getroffen."!!

P.S.:
DER Gegendemonstrant . . . . KLEINE Steine . . . NICHTS getroffen:
Die Rechtsextremen sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren.

Zum Glück!! Zum Glück!!

Tomas T
25.05.2010 09:48

Liebe Frau Lunacek,

so ist es eben, wenn man in ein anderes Land kommt und dort 1 zu 1 eigene Ansichten durchdrücken will. Ich habe nixht gegen Homosexuelle, kenne persönlich zwei, sind sehr nette Menschen. Aber wenn es in SK noch keine öffentliche Akzeptanz für die öffentliche Zurschaustellung gibt, dann sollte man als NGO lieber auf feinfühligere Formen von Kampagnen setzen und so versuchen die öffentliche Meinung zu ändern.

Mit dem Kopf durch die Wand ist nicht immer die beste Methode.

ohromat
12.06.2010 23:41

"Mit dem Kopf durch die Wand ist nicht immer die beste Methode."
Hat aber bestens funktioniert, gerade beim Thema Homosexualität - siehe eben Stonewall usw.!

Und so anders ist die "Feinfühligkeit" auch nicht, 50 Kilometer von Wien entfernt ... wir sprechen hier ja nicht von Kabul sondern Bratislava!

Knjas Potjomkin Tawritscheski
25.05.2010 17:48
Sie wollte sicher nur ein bisserl provozieren damit

dort auch etwas auf den Weg gebracht wird.... ;-))))

(13-1)te fee
24.05.2010 18:07
"EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek (Grüne) wurde nach eigenen Angaben ... vom jungen Mann mit Steinen beworfen"

wer hat das noch gesehen?

gab es Zeugen???

Vorsätzliche falsche Verdächtigung will ich nun nicht unterstellen, aber was ist, wenn die Wahrnehmung der "Grünen-Europapolitikerin und langjährige Homosexuellen-Aktivistin" getrübt war.

Dann wurde ein Unschuldiger von der Polizei festgenommen.

ohromat
12.06.2010 23:49


ich nehme an, dass es bei einer ansprache vor 500 menschen wohl "ein paar" zeugen geben wird.
dass alle 500 und die polizisten im entscheidenden moment gerade weggesehen haben ist eher unwahrscheinlich, selbst dann, wenn frau lunacek spricht ...

aber wie kommen sie auf die verdächtigung, es sei nicht so gewesen? hmmm. spooky was da offenbar in ihrem kopf abgeht ...

Knjas Potjomkin Tawritscheski
25.05.2010 17:50
Hätte es den Steinderlwerfer

nicht gegeben müsste man ihn sich fast erfinden!

ExBeamter
25.05.2010 12:10
Der Werfer bekomme einen Ordern!

(13-1)te fee
25.05.2010 14:09
@ExB

die Frage ist aber: gabs überhaupt einen Werfer?

falls ja, dann ist er zur Verantwortung zu ziehen.

falls nein, dann sollte es doch auch eine Entschuldigung wegen einer fälschlichen Beschuldigung geben.

So ein Pappenstiel ist es nämlich auch wieder nicht, jemand den Ruf es Rechtsextremissmus anzuhängen....

bla0815
24.05.2010 16:07
titel falsch gewählt

ich muss mich schon fragen, welche information an diesem artikel spannender ist: dass lunacek mit steinen beworfen wird oder dass nazis homosexuelle anscheinend ungestraft (festnahmen gab es ja keine??) attackieren..

finde die durch den titel hervorgehobene information irrführend (er hat ja nicht mal getroffen) und weniger spannend, als den hintergrund der attacken.

"Grüß Gott"
24.05.2010 17:50
Festnahme? Wieso?

Was ist schon passiert?

Trolling is a art.
24.05.2010 12:41
Erschreckend wieviele intellektuell geforderte PosterInnen hier unterwegs sind.

ohromat
12.06.2010 23:51

schön gesagt! aber der intellekt versagt oft wenn es um die unterdrückung der eigenen homosexualität mittels homophobie geht! ;-)

anne VON sche
24.05.2010 12:25
Steinewerfer als propagandistischer Glücksfall

kein Mensch (in Ö) hätte Lunacek auf der Parade bemerkt.

Aber dann kam der Steinewerfer. Kleine Steine mit denen nicht mal getroffen wurden aber:

Nun haben wir eine Aktivistin, die von einen Extremisten gesteinigt wurde.

Das kann man bis zur Wiederwahl ausschlachten....

peter haberler
24.05.2010 11:48
Ich für meinen Teil fühle mich von diesen Leuten aber schon belästigt mit ihrer provokativen öffentlichen Zurschaustellung ihrer persönlichen sexuellen Vorlieben.

Dieser Propagierung von Homosexualität im öffentlichen Raum gehört ein gewisser Widerstand entgegengesetzt. Sei es politisch, sei es durch Aktivismus. Genau jene Leute sind es, die Gesellschaften und Familien zerstören (wollen).
Frau Lunacek und Genossinnen sollten keinen auf betroffen machen. Immerhin wurde ja niemand "gedomt". Bei Onkel Silvio war das Gejohle und Freudengeschrei darüber groß, jetzt macht man auf tief betroffen. Jaja, gut und böse, ha?

Nick Not
24.05.2010 18:11

Sie haben sich gefreut wie Onkel Silvio "gedomt" wurde? Finden sie das in Ordnung wenn Leute mit Steinen beworfen werden?

und ja mehr homosexualität in den öffentlichen Raum. Kann nur gut sein.

die Großmutter
27.05.2010 22:05

wozu?

deus ex vagina
24.05.2010 17:48
Richtig,

die sollen zu hause machen was sie wollen, aber nicht die Öffentlichkeit mit ihren Neigungen belästigen!

junjunjun
24.05.2010 16:28
familien zerstören?

wie bitte zerstören homosexuelle menschen andere familien? wie?

anne VON sche
24.05.2010 17:10
familie ist,

wenn kinder da sind....

junjunjun
24.05.2010 21:48
aha, und

was sind meine eltern und meine geschwister und meine cousins und neffen und nichten dann für mich? das ist meine familie, und ich habe keine kinder.

aber nochmal: wenn sich zwei menschen gleichen geschlechts lieben, was passiert dann? bringt sich die nachbarsfamilie samt kind und kegel um? nein.

ich bin selbst schwul und familie ist mir sehr wichtig.

epep
24.05.2010 13:33
und weil sie sich belästigt fühlen..

..muß nun also widerstand dagegen geben?

und es sind meist nicht solche leute die familien zerstören, sondern typen die im bierrausch ihre familie schlagen. die sind das problem, sicherlich nicht ein paar buntgekleidete, die einfach spass haben wollen.

Knjas Potjomkin Tawritscheski
24.05.2010 10:54
Da fehlen glatt 300 Beiträge, wie kommt das?

bla0815
24.05.2010 16:03
könnte...

daran liegen, dass sich in den standard foren in letzter zeit postings mit einem niveau weit unter null und rechtsextremen einschlag häufen?!

anscheinend haben die teutschen recken jetzt eine eigene IT abteilung, die damit beschäftigt ist ihre braune sch*** auch online zu verbreiten.

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