Ölpest

Washington droht BP mit Rauswurf

25. Mai 2010, 07:54

BP will mehr als die bisher vereinbarten 75 Millionen Dollar für die Säuberung der US-Küsten zahlen

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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ulrichsasd
00
26.5.2010, 11:10
Alles was über sechs Millionen Liter pro Tag liege, wäre nach seiner Ansicht zu viel für den beschädigten Abdichtkopf.

eine aussage von bp am 27.5.

Hossa! Hossa! Hossa! Olé!!!
01
25.5.2010, 14:33

In Afrika wärs ja wurscht. :(((

THE MGT.
01
26.5.2010, 00:35
Es *ist* wurscht.

Das Delta des Niger wird seit Jahren von Shell zerstört; viel weiträumiger und gründlicher als das jetzt in den USA der Fall ist und nicht bloß wegen eines Unfalls aus Unfähigkeit und Sorglosigkeit. Es ist halt billiger schlechte und undichte Leitungen zu legen und Sondermüll einfach liegen zu lassen, als sichere Leitungen zu verlegen.

Außer ein paar Umweltorganisationen kümmert das niemanden, am wenigsten Shell u. seine Shareholder. Wenn Einheimische aufmucken, weil ihre Umwelt zerstört und das Trinkwasser vergiftet wird, werden sie von den korrumpierten Machthabern zum Schweigen gebracht (siehe Ken Saro-Wiwa).

Aber wie Sie richtig sagen. Es ist halt "bloß" Afrika. Es interessiert hierzulande weder die Medien, noch die Verbraucher.

hmx4biocell
 
00
25.5.2010, 13:51
irgendwie sieht das seltsam aus...


...ich meine, wir haben schon einige Ölunfälle gesehen - aber rotgelb war das auch noch nie. üblicherweise ist das "schwarze Gold" ja auch schwarz .... und wenn man sich die rostroten bis ockerfarbenen Schwaden ansieht, kommt man fast auf die idee dass das nicht nur reines öl sein kann, hmm?

das gleiche gilt für die unterwasseraufnahmen des austrittes - manchmal kommen wirklich schwarze Ölschwaden hervor, dann wieder dieses gelbe Zeug und auch schon einige bilder mit austritt weissen Gases wurden veröffentlicht...also ich versteh das nicht...
http://www.youtube.com/watch?v=vsiM-XjlcIc

vito don´s schwester
00
25.5.2010, 12:40
ich kann auch helfen

für 2 milliarden $ in gold sage ich auch gerne wie.

Nemsai
00
25.5.2010, 12:24
Iran als Helfer?

Rein ökologisch und ökonomisch sicher vernünftig. Es sollten alle denkbaren Lösungsvorschläge für diese Dilemma in Betracht kommen und einbezogen werden.
Aber: Politisch undenkbar!

Hari Ka
01
25.5.2010, 12:49

Der Iran hat nichtmal die Möglichkeit genug Benzin aus seinem eigenen Öl zu raffinieren und soll im Gegensatz dazu die Technik haben solch ein Bohrloch zu verschliessen?

Nemsai
00
25.5.2010, 12:59

Warum nicht? Die Leute die jetzt daran arbeiten, haben ja anscheinend auch keine Ahnung, wie man ein solches Loch stopft.
Die Technik haben sie vielleicht auch nicht parat, aber Experten aus dem pers. Golf einzubeziehen kann grundsätzlich nicht verkehrt sein.
Aber wie gesagt: Sowieso politisch undenkbar. Ein Kniefall vor dem "Feind"... undenkbar!

Hari Ka
01
25.5.2010, 13:09

Wieso sollte man Leute hinzuholen die keine Ahnung haben?
Wobei das Angebot von iranischer Seite doch klare Verhöhnerei ist.

Peter W1
 
00
25.5.2010, 15:17

Die keine Ahnung haben? Erstens: Welche Erfolge hatten die US_Experten bisher? Zweitens: Schon gesehen was die iranischen ahnungslosen alles an Bohrlöchern zu stopfen hatten? Einfach Dokus über den iranisch-irakischen Krieg ansehen.

Blinder Fanatismus ist sonst schon ekelerregend. Aber hier geht es um eine der grössten Naturkatstrophen. Da gehen deine politischen Prinzipien jedem denkenden Menschen am ..... vorbei.

Schrödinger's Cat
00
25.5.2010, 16:05

Stimmt, die Iraner hatten viele Bohrlöcher zu verschließen. Mit einigen Unterschieden: Die meisten Bohrlöcher waren schon kompletiert, hatten also nur den Christmastree oben drauf, keinen 200t BOP. Sie hatten auch meist einen viel niedrigeren Druck im Bohrloch, sie konnten also einen "Stinger" in das Loch drücken und es dann totpumpen. Sie hatten zwar mit den Feuern zu kämpfen, aber das ist verglichen mit 1500m Wassertiefe kein so großes Problem. Und zumindest in Kuwait 1991 waren hauptsächlich ausländische Firmen am Werk

Peter W1
 
00
25.5.2010, 20:05

Dann können sie immer noch diese Erfahrung anbringen, denn offensichtlich sind die aktuellen Betreiber damit genauso überfordert und BP versucht bestenfalls noch Benzin abzupumpen um noch Umsatz zu machen.

BP muss als Exempel auf alle entstandenen Kosten verklagt werden. Erst wenn BP mal die 20 Milliarden Dollar aufwärts zahlen muss wissen sie, dass es sich nicht auszahlt wegen ein paar Millionen zu sparen. eine andere Sprache verstehen diese Unternehmen nicht.

Stahl_____666
00
25.5.2010, 12:53
.

Ja - man wirft Ungläubige auf das Leck.

()
01
25.5.2010, 12:15
Nochmal zum Iran.

Was spricht dagegen?
Einige Poster meinen der Iran hat doch keine Erfahrung mit Tiefseebohrungen.
BP, USA haben aber auch keine. Wenn dann hat Transocean damit Erfahrung.

ABER: Schon mal daran gedacht dass es hier nicht mehr um Tiefseebohrungen geht? Es wurde schon gebohrt. Das Loch ist da, sehr groß und Professionell. Und weder BP noch die USA noch Transocean haben hier Erfahrung.

Hier geht es darum den unkontrollierten Austritt von Erdöl einzudämmen. Und damit hat niemand auf der Welt mehr Erfahrung als die Länder am Persischen Golf.

-ReliefpfeileR-
20
25.5.2010, 14:26
"iran bietet usa hilfe an", geht bitte, dass ich nicht lache

durchschaubarer propaganda-mist; ähnelt castros "wir schicken euch ärzte"-propaganda, um sich vor der eigenen dahindarbenden bevölkerung zu profilieren und billige imageepunkte zu sammeln (die wissen ja genau, dass sie nie in die verlegenheit kommen werden, das angebot einlösen zu müssen); diese diktatoren würden die usa doch am liebsten als ganze in die luft jagen, nicht helfen

Peter W1
 
00
25.5.2010, 15:20

Wenn du bessere Ideen als blinden politischen Fanatismus kannst dich ja gerne rühren. Ansosnten redest du hier nur Müll. Die iranischen Experten haben Erfahrung. Und im schlimmsten Fall sind sie umsonst hingereist. Ohje, ganz schlimme Entwicklung. Deine politischer Extremismus interessiert hier genau niemanden! Es geht um die Eindämmung einer der grössten menschenverursachten Kastastrophen.

()
00
25.5.2010, 14:56
Vielleicht ist es Propaganda.

Aber wenn Österreich Hilfe anbieten würde, würden die Amerikaner die Hilfe wahrscheinlich annehmen.

Die USA sollte meiner Meinung nach die Hilfe annehmen. Sie wollen aber aus Politischen Gründen keine Hilfe vom Iran. Nur geht es hier nicht um Politisches machtgehabe sondern um das Wohl unseres Planeten..

Schrödinger's Cat
00
25.5.2010, 14:11

Zu Tiefseebohrungen gehört mehr als nur das Loch zu bohren, unter anderem alles was mit Well Control zu tun hat. Es gibt ja nicht viel was sie machen können: Sie können - so wie bis jetzt - versuchen, das ausgetretene Öl aufzufangen, aber das ändert am Problem nichts. Dazu müssten sie es schaffen, den Einfluss von der Lagerstätte in das Bohrloch zu stopfen. Nachdem sich die Absperrventile nicht schließen lassen bleibt nur, genügend hydrostatischen Druck aufzubauen bis nichts mehr fließt (i.e. totpumpen). Dann erst können sie es zuzementieren. Und alle Möglichkeiten das zu erreichen (Top-Kill, Entlastungsbohrung) benötigen Erfahrung mit Tiefseebohrungen

()
00
25.5.2010, 15:00
entlastungsbohrung vielleicht..

Aber Top-Kill hat mit Tiefseebohrungen nichts mehr zu tun. Warum auch, wurde ja noch nie Benötigt.

Ich glaube Mädels beim Schlammschlachten oder Kinder im Sandkasten haben damit wahrscheinlich genauso viel Erfahrung.

Schrödinger's Cat
01
25.5.2010, 15:45

Topkill noch nie benötigt? Seit wann ist es etwas Neues, schwere Bohrspülung über die kill-line in den BOP und ins Bohrloch zu pumpen? Die gibt's doch nur dafür. Und bei der Erfahrung mit Tiefseebohrungen geht's eher um die "Tiefsee" als um das "bohren"

Spigola
01
25.5.2010, 11:36
Das nachste Kapitel verspricht noch lustiger zu werden:

Vor zwei jahren gab Brasilien den Fund eines neuen riesigen Ölfelds vor seiner Küste bekannt. (Die Angaben werden aber teils bezweifelt.) Fest steht, dass die Ausbeutung sehr schwierig werden würde: 5000m Wassertiefe, dann durch eine mehrere Kilometer dicke Salzschicht. Die Druckverhältnisse an solchen Bohrlöchern wären um ein x faches komplizierter als im Fall der aktuellen Katastrophe.

Das alles zeigt uns, dass jene Optimisten sicher recht haben, die sagen, dass die Erdölreserven der Welt unerschöpflich und technische Probleme mit links zu lösen sind, sodass also Erdöl in alle Ewigkeit billig zur Verfügung stehen wird. Bauen wir also weiter massig Autobahnen und denken bloss nicht über Altertativen nach. Es ist alles in Butter!Vollgas!

Bernhard Marold
00
25.5.2010, 16:35
Noch lustiger

Genau! Ich lebe seit fast 13 Jahren in Brasilien, und es ist echt auffällig dass in den brasilianischen Medien die BP-Katastrophe total versteckt wird. Die Regierung schürt seit dem Ölfund die Vorstellung in der Bevölkerung, das in Kürze jeder Brasilianer einen Anteil des Ölgewinnes als Bonus ausgezahlt bekäme wie es in einigen Petro-Emiraten der Fall ist. Nichts darf diese Euphotie trüben! Sicher wird man mit dem Bohren bis nach der Olympiade in Rio de Janeiro warten ... damit die Spiele nicht im Ölschlamm versinken.

Flugmanagment
00
25.5.2010, 12:44

E-Vehikel brauchen keine Autobahn, interessante Analyse.

Spigola
00
25.5.2010, 14:19
Nein, E-Vehikel brauchen Schienen und heissen gemeinhin Eisenbahn

denn die MIV-Gefährte, die als E-Vehikel angepriesen werden, können das bisher bekannte Auto nicht ersetzen: Batterielast, Ladedauer, Reichweite sind nur die bekanntesten der ungelösten Probleme. Abgesehen davon braucht man für das Asphaltieren der Strassen wie für den Gummi der Autoreifen ebenfalls Erdöl und zwar viel und billiges.

Flugmanagment
00
25.5.2010, 14:36
nächste Eisenbahn ca. 5km

weit weg vom Heimatort und Arbeitsplatz. Ich möchte jedoch keine Schienen vor der Haustür haben.

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