Fremdenzimmer und Fremdenpolizei

21. Mai 2010, 19:56
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    foto: altmann

    Im Fremdenzimmer: Austine Igunwe, Helene Ntumba und Beate Reitze, Markus Gsell, Penelope Gunther-Thalhammer (Musik)

Zwei Darstellern eines Theaterstücks droht die Abschiebung nach Nigeria

Feldkirch - Wie fühlt sich Fremdsein an? "Fremdenzimmer", die neue Inszenierung von walk-tanztheater.com, lässt es erahnen: Eine Halle ohne Bühne, die sich mit jeder Szene verändert. Keine Reihen, keine nummerierten Sitze. Wo ist mein Platz? Das Publikum folgt dem Ensemble mit Klappstühlen. Alles und alle sind mobil. Marc Altmann und Ursula Müller machen die Unsicherheit zum Leitmotiv ihrer Ausstattung.

Fix ist nur ein Berg, beharrlich ist die Angst. Die Angst der Fremden und die Angst vor den Fremden. Wie in fast allen Projekten von Brigitte Walk spielen Profis mit Theaterfremden. Diesmal sind es Menschen aus Nigeria, Kongo, Armenien, Afghanistan, Bangladesh, die "meist aus Zufall in Österreich gelandet sind" (Walk). Basis der Dialoge sind Interviews mit Flüchtlingen, kombiniert mit Theatertexten von Ingrid Lausund und Hansjörg Schneider entstand eine mehrsprachige Collage. "Österreich ist ein guter Platz, wo du schlafen kannst mit Augen zu", sagt der Flüchtlingschor. Und: "Ich glaube, System in Österreich isch gut."

Mitten in die Probearbeiten platzte das System in all seiner Brutalität - mit Abschiebungsbescheiden für zwei junge Männer aus Nigeria. Die Post kam, als ein Text über die Angst vor der Abschiebung geprobt wurde. Regisseur Rüdiger Pape: "Da wird einem klar, dass wir reale Menschen mit realen Problemen auf der Bühne verhandeln." Wie Michael Nosa aus Nigeria, seit mehr als fünf Jahren in Österreich, mit einer Vorarlbergerin verheiratet, integriert. Er fühlte sich in seiner neuen Heimat sicher. "Jetzt weiß ich nicht, was morgen passiert." Sollte man einen der Freunde abholen, "nachts, wie das üblich ist, dann werden wir da sein", sagt Walk und hofft auf Solidarität. Wie in Röthis, wo im März die Abschiebung einer kosovarischen Familie verhindert wurde. (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 22./23./24. Mai 2010)

 

"Fremdenzimmer", Altes Hallenbad Feldkirch,

22., 27., 28., 29. und 30. Mai jeweils um 20 Uhr

www.walk-tanztheater.com

Kommentar posten
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mstislav raskachlovitsch
00
die beiden werden aber nicht wegen....

....ihrer schauspielerischen Leistung abgeschoben - oder?

parapente
00
27.5.2010, 11:31
Da stellen wir uns einmal ganz dumm


und fragen: "Was ist Asyl?"

Kritifaxe
00
27.5.2010, 19:39

Genaus das, was es ausdrueckt

giftwitwe
05
27.5.2010, 13:18

ein in der derzeitigen umsetzung veraltetes konzept aus dem 20. jhdt das derzeit von antiimperialen kräften dazu missbraucht wird um langfristig das europäische bürgertum zu schwächen um ihre utopien (linksfaschismus, ökofaschismus) später gegen den willen der autochtonen bevölkerung mit der uninformierten unterstützung des eingebürgerten ungebildeten proletariats erzwingen zu können.

klingt verwegen, aber letztlich ist es das. ohne die stimmen der eingebürgerten exoeurpäer wären die sozialisten ('sozialdemokraten') europaweit schon längst auf die grösse von randgruppen wie grünen oder nationalisten zusammengeschrumpft.

Kritifaxe
00
27.5.2010, 19:51

die weissen Rassenthesen gefallen mir,
schade dass Botha damit baden ging..

livercheese
00
27.5.2010, 16:38

bei ihnen klingt das alles so negativ ;)

salzstreuerIn
224
25.5.2010, 13:20
ein artikel der zum nachdenken anregt

allerdings in richtung warum der standard sowas verbreitet.

die beiden sind illegal da und sollen abgeschoben werden. jetzt sollen sie bleiben weil sie in einem thaterstück mitmachen??? irgendwer tickt da nicht richtig.

und am besten find ich die drohung des intergrierten: wir werden da sein!!!!

solche mitbürger brauchen wir - nicht

Kritifaxe
131
26.5.2010, 15:45
Irrtum

nur ein kleiner,
denn eigentlich regt ihr Artikel Um Denken an.
Denn wo steht da im Text was von illegal? Was heist denn das ueberhaupt? Richtig, die Polizei hat immer recht und illegal heist verfaenglich, waehh..
Darauf konsterniert ihr Artikel!

Und tatsaechlich: es wird mit Menschlichkeit gedroht!
Waehh..
Was sind das fuer Mitbhamburger??

salzstreuerIn
16
27.5.2010, 09:17
wären sie nach ansicht des staates nicht illegal hier,

würden sie keine abschiebebescheide erhalten haben. relativ einfach oder? das nenn ich sinnerfassendes lesen.

Kritifaxe
41
27.5.2010, 10:02

Ja, die Ansicht des Staates ist eine Ansicht. Ein Gesicht manchmal. Eine Sichtung in jedem Fall.
Illegtal ist demnach ein anderers Wort fuer Aufenthalt verweigert, nach 5 Jahren und Heirat

salzstreuerIn
22
27.5.2010, 10:32
das konnte ich aus dem artikel nicht herauslesen

der verheiratete und fünf jahre in österreich befindliche ist ja bestens integriert und von der abschiebung nicht bedroht.


und er hat ja auch angekündigt DA ZU SEIN WENN SEINE MIT ABSCHIEBUNG BEDROHTEN FREUNDE abgeholt werden sollten

Kritifaxe
20
27.5.2010, 19:45

Na wenn sie das aus dem Artikel nicht herauslesen koennen,
dann nehmen sie Anleihe an der Theorie von "Giftwitwe"
Wenn der "5 jaehrig hier aufhaeltige, mit einer Vorarlbergerin verheiratete" von "jetzt weis ich nicht was morgen passiert" spricht, so heist das dass er noch keine passende Aufenthaltsbewilligung hat.
Das alles liest man aus dem Text heraus, wenn man integral liest

salzstreuerIn
01
31.5.2010, 08:58
es wurde aber auch niedergeschrieben:

er fühlt sich in seiner neuen heimat sicher

damit könnte man annehmen, dass er keinerlei probleme bzgl aufenthalt hat.

erstens: seine neue heimat
zweitens: fühlt sich sicher (was bedeuten sollte keine drohende abschiebung)

tja so interpretieren wir anscheinend beide aneinander vorbei

Kritifaxe
00

Ihre Geschichtsbetrachtungen ..
scheinen nicht über eine Zeile hinaus zu reichen,
nachdem sie es kunstvoll verabsäumen, einen anschließenden Satz in ihre Betrachtungen miteinzubeziehen..

Das nennt man Blabla (im forum)
oder Textklitterung (in der Geschichte)

sylvia29
11
27.5.2010, 09:50
ich nenne das

blinde obrigkeitshörigkeit. naivität wäre auch denkbar.

giftwitwe
00
27.5.2010, 13:20

womit wir dann wieder bei der umsetzung etwaiger nichtrauchergesetze wären ;)

salzstreuerIn
13
27.5.2010, 10:28
es liegt in ihrer hand so zu agitieren oder zu agieren

dass die jetzt für die gesetze zuständigen nächstes mal abgewählt werden.
bis dahin gelten deren gesetze, ob es ihnen passt oder nicht

mit obrigkeitshörigkeit hat das wenig bis gar nichts zu tun, sondern mit dem akzeptieren von mehrheitsverhältnissen (demokratieverständnis) egal ob es einem passt oder nicht

ps: auch ich bin mit vielem nicht einverstanden, aber die das zusammenleben regulierenden vorschriften sind nun mal notwendig wenn man nicht gerne im chaos lebt

Kritifaxe
20
27.5.2010, 10:01

Seine sie nicht so nett mit Salstreuern!

wackelkandidat
92
26.5.2010, 11:51

und du glaubst, dass ich als Österreicher eine Mitbürgerin wie dich brauche?
Irrtum!

salzstreuerIn
02
27.5.2010, 09:15
damit stellen sie sich ja mit mir auf eine stufe

nur wollen sie jemanden des landes verweisen der sich legal hier aufhält, während ich davon geschrieben habe, dass jemand der sich hier als integriert betrachtet eine abschiebung zu verhindern, die sich auf zwei illegal in österreich aufhältige bezieht

wackelkandidat
21
27.5.2010, 10:11

legal oder illegal... das ist mir vollkommen gleichgültig.

Und ehrlich gesagt: ich bin lieber von solchen "illegalen" Künstlern umgeben, als von irgendwelchen Paragraphengläubigen, die sich durch restriktive Gesetze Glückseligkeit am Nabel der Welt (= Österreich, wohin alle Menschen wollen) versprechen.

giftwitwe
00
27.5.2010, 13:23
legal oder illegal... das ist mir vollkommen gleichgültig.

lassen sie das bloss nicht ihren arbeitgeber wissen. der könnte plötzlich auf die idee kommen sie nicht ordnungsgemäss anzumelden. und wenns dann zB ins krankenhaus müssen udn nicht versichert sind heisst blechen. mal sehen wie gleichgültig ihnen dann die einhaltung der vorschriften ist ;)

Kritifaxe
20
27.5.2010, 19:47

Sein Arbeitgeber dealt nicht mit Auslaendern

giftwitwe
00
28.5.2010, 10:31

was hat das mit der illustrierten notwendigkeit zu tun gesetze einzuhalten ?

Kritifaxe
00

Liebe Frau,
sie sind >nicht Illustration<,
sie sind Persiflage

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