Schwangerschaftsdiabetes

Blutzuckersenkung verhindert Probleme

22. Mai 2010, 17:00

Meta-Studie der Med-Uni Graz - Senkung der Glucosewerte reduziert u.a. verzögerte Geburtsverläufe

Graz - Schwangerschaftsdiabetes erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit für eine Reihe von Komplikationen während der Schwangerschaft sondern auch das Risiko für eine spätere Diabetes der Mutter. Welche Auswirkungen intensive Blutzuckersenkung während der Schwangerschaft hat, erhoben Forscher des Evidence-Based-Medicine-Review-Centers der Medizinischen Universität Graz in Kooperation mit dem deutschen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Geschätzte fünf bis zehn Prozent der werdenden Mütter sind von dieser Störung des Glukosestoffwechsels betroffen. Genaue Zahlen wird laut Österreichischer Diabetischer Gesellschaft erst der in Österreich seit Jahresbeginn verpflichtende Glucose-Toleranztest im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung bringen.

Blutzuckersenkende Therapie

Bisher war jedoch umstritten, in welchem Ausmaß die mit der Stoffwechselstörung einhergehenden Komplikationen durch eine Blutzuckersenkung günstig beeinflusst werden. In ihrer im British Medical Journal veröffentlichten Meta-Studie zeigen die Wissenschafter, dass betroffene Frauen tatsächlich von einer blutzuckersenkenden Therapie mit Ernährungsumstellung, adäquater Bewegung und in besonderen Fällen Insulinspritzen profitieren können, teilte die Med-Uni am Freitag mit.

Das österreichisch-deutsche Forscherteam durchforstete medizinischen Datenbanken und fand insgesamt fünf Studien, in denen geprüft wurde, ob eine blutzuckersenkende Therapie zu besseren Ergebnissen führt als eine Routinebehandlung ohne spezifische Therapie. In weiteren 13 Studien wurde untersucht, ob eine intensive Blutzuckersenkung Vorteile gegenüber einer weniger intensiven Behandlung hat. Das Ergebnis der Analyse: Die Zahl der verzögerten Geburtsverläufe durch fehlende Drehung des Schultergürtels und von überschweren Babys wurde durch die Therapie reduziert. Beobachtet wurde auch eine Reduktion von Präeklampsien.

Keine Auswirkungen hatte die Therapie auf die Sterblichkeit von Mutter und Kind, die Kaiserschnittrate und die Häufigkeit von Geburtsverletzungen. Zur Frage, ob eine Blutzuckersenkung bei Schwangerschaftsdiabetes auch langfristig positive Auswirkungen auf das Diabetesrisiko der Mutter und den Stoffwechsel des Kindes hat, konnten keine ausreichenden Daten gefunden werden. (APA)

Ein Stein2
00
24.5.2010, 20:48

einer blutzuckersenkenden Therapie mit Ernährungsumstellung ....

DIE dort in Brüssel sollen endlich den Zuckerersatz-Stoff STEVIA zulassen, damit können Diabetiker(innen) den Blutzuckerwert leichter in den Griff bekommen.
Widerstand gegen Stevia wird vermutlich von der Zuckerindustrie und den Pharmafirmen kommen, die EINEN würden weniger Zucker und die ANDEREN weniger Chemie verkaufen.

Dagmar Rehak
 
00
26.6.2010, 08:41

Der ist längst zugelassen und frei verkäuflich. Außerdem kann man auch Kandisin verwenden.

priority
00
28.5.2010, 17:35
Genau so ist es.

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