Viagra kann bleibende Hörschäden verursachen

21. Mai 2010, 15:17
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Potenzmittel sollen die Durchblutung des Schwellkörpers anregen, möglicherweise stimulieren sie aber auch den Blutfluss im Ohr

Chicago - Das Potenzmittel Viagra kann bleibende Hörschäden hinterlassen. Die sogenannten PDE-5-Hemmer verdoppeln das Risiko für einen Gehörverlust, wie eine Studie an mehr als 11.000 Männern zeigt. Am stärksten ist diese Nebenwirkung anscheinend bei dem Präparat Viagra. Nachdem Männer in der Vergangenheit wiederholt von Hörschäden nach der Einnahme von Viagra berichtet hatten, müssen Verpackungen in den USA inzwischen einen entsprechenden Warnhinweis tragen.

Bessere Durchblutung im Ohr

"Diese Resultate deuten darauf hin, dass die gegenwärtige Warnung in Bezug auf Hörverlust und PDE-5-Hemmer gerechtfertigt ist", sagt Studienleiter Gerald McGwin von der Universität von Alabama. Die Potenzmittel sollen die Durchblutung des Schwellkörpers anregen. Der Epidemiologe vermutet im Fachblatt "Archives of Otolaryngology-Head and Neck Surgery", dass sie möglicherweise auch den Blutfluss im Ohrgewebe stimulieren und so das Gehör schädigen. Er rät Nutzern der Präparate, im Fall eines Hörverlusts unverzüglich einen Arzt zu konsultieren, um bleibende Schäden abzuwenden. (APA)

 

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