Die teuerste Münze der Welt

21. Mai 2010 14:08

Silberdollar aus dem Jahr 1794 wechselte für 7,85 Millionen Dollar den Besitzer

Los Angeles - Ein US-Silberdollar ist jetzt die teuerste Münze der Welt. Der bisherige Besitzer, Steven L. Contursi, verkaufte den Liberty Dollar aus dem Jahr 1794 nach eigenen Angaben für den Rekordpreis von 7,85 Millionen Dollar (6,36 Millionen Euro) an die Cardinal Collection Educational Foundation of Sunnyvale. Nach Angaben von Numismatikern ist die Münze - wenn nicht der erste je geprägte US-Silberdollar - auf jeden Fall der älteste der insgesamt rund 150 derartigen Münzen, die es noch gibt. Bisher galt eine US-amerikanische Goldmünze, der Double Eagle von 1933, als teuerste Münze der Welt - ein anonymer Käufer hatte bei einer Versteigerung in New York 2002 inklusive Aufgeld 7,59 Millionen Dollar zuzüglich 20 Dollar Nennwert bezahlt. (APA/apn/red)

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Stigma
23.05.2010 15:18
Der Besitzer hätte warten sollen, anstatt mit einem leichten Mädchen in der Bar zu tanzen!

.MS.
23.05.2010 14:12
Eines Tages

Werden die Eurostartpakete, die ich für meine Nachkommen aufgehoben habe Unsummen wert sein.
Ganz sicher.

der sanierer
23.05.2010 10:38
Inflation?

Seria
22.05.2010 23:06

..dieser Artikel ist länger auf der Front Page als der Artikel über die Verbrecher von Kaprun. Sehr interessante Einschätzung des leserinteresses

yomellamo
22.05.2010 23:06
1794 kann ich zwar nicht bieten,

aber was gibts für einen Dollar von 1974?

dieDritteGeneration
23.05.2010 09:55

i an ned...hätt aber einen Half Dollar von 1968 mitn Abbild vom Kennedy drauf! wuhu!

In God we trust!

Raphael Hythlodeus
22.05.2010 17:50
vaya con dios haben sogar ein lied drüber geschrieben!

One silver dollar
Bright silver dollar
Changing hands
Changing hands

Endlessly rolling
Wasted or stolen
Changing hands
Changing hands

Spent for a beer his trinket
Won by a gambler's lust
Pierced by an outlaw's bullet
And found in the blood red dust

One silver dollar
One silver dollar
Changing hands
Changing hands

Love is a shining dollar
Bright as a churchbell's schime
Gambled and spent, and wasted
And lost in a dust of time

One silver dollar
One silver dollar
Changing hearts
Changing lives
Changing hands

pike bishop
22.05.2010 14:49

Da sieht man wie Geschichte und (Liebhaber)Markt auseinanderfallen. Der alte Silberdollar war eine gescheiterte MÜnze, die sich besonders gegen den spanischn, in Mexiko geprägten Peso nicht durchsetzen konnte. Und heute zahlt man dafür Unsummen.

Nick Tameer
23.05.2010 10:22

In der tragischen Welt der Sammlerobjekte sind es nur die jung und fulminant Gescheiterten, deren posthumer Ruhm wirklich leuchtet.

Bei mir hats gebrannt
22.05.2010 13:56

Mist, ich hab genau die Gleiche. Nur steht da 1793 drauf. Knapp daneben. Dann ist die wohl nicht die 7,85Mio Dollar wert. ***kübilier***

Nick Tameer
23.05.2010 10:24

Wieder so ein Hoax. Das Jahr 1793 hat es nie gegeben.

zaikoh
22.05.2010 17:59

na wenn da 1793 drauf steht dann haben _sie_ den aeltesten silberdollar - auf ins dorotheum !

Ravi Ravendro
21.05.2010 22:03
Hat

wohl auch interessante Provinienz...

Wurzelloser Kosmopolit
21.05.2010 15:20
Da kann man nur noch wünschen: God bless America !


Das Stück ist in keiner Toperhaltung und ist auch nicht das einzige seiner Art, auch wenn die älteste Jahreszahl drauf steht, da es noch 150 andere davon gibt.
Es ist auch durchaus möglich, daß irgendwann ein noch älterer auftaucht.
Ausserdem: jede Münze kann gefälscht werden, altes Münzmetall gibts genug; für den Preis bekommt man Profis.

Aus der Antike (Rom, Griechenland, Indien) gibt es massenhaft Unikate, dh Münzen, von denen nachweislich nur ein Exemplar bekannt ist. Je nach Erhaltung und Metall kostet sowas ab 1000€ aufwärts. Aus Bronze in schlechter Erhaltung kann man ein Unikat auch schon mal fürn paar Hunis bekommen.

Aber da in USA müssen Wahnsinnige am Werk sein, um für praktisch eine Kursmünze soviel zu bezahlen.

Gilgamesh
25.05.2010 10:02

"...altes Münzmetall gibts genug..."


Ach herrlich, was für ein Lacher... ^^

ikepod
22.05.2010 14:25

dagobert kommt aus den US!!!

Nick Tameer
23.05.2010 10:25

Aber er heißt dort nicht so.

Freund der Sanktionen
22.05.2010 13:08
Naja, solche Münzen sind für viele

US-Amerikaner der Beweis, das sie auch so etwas haben, was sie für Geschichte halten...

Heavyweather
22.05.2010 20:32

Was die erst Wert sein wird wenn es keinen Dollar mehr gibt.

Nick Tameer
23.05.2010 10:32

Das erinnert mich an einen Witz aus dem Polen der 70er-Jahre, wo ein Pole 100 Zloty auf der Bank deponieren will, aber Angst hat, dass das Guthaben könnte ihm verloren gehen könnte. Der Schalterbeamte versucht ihn zu beruhigen und erklärt, wenn die Bank wirklich bankrott ginge, würde die Zentralkbank, danach der polnische Staat und letztlich, bei dessen Bankrott, sogar die Sowjetunion das Guthaben garantieren. Der fragt aber bang "Und wenn die Sowjetunion pleite geht?" - "Was - und das ist dir Dreckskerl keine 100 Zloty wert?"

Dante Alighieri
22.05.2010 00:58

Der objektive Wert einer antiken Münze ist ebenso minimal. Und der Marktwert richtet sich eben nicht nach objektiven Kriterien, sondern nach Zahlungsbereitschaft. Der Käufer wird schon einen Grund gehabt haben.

Wurzelloser Kosmopolit
22.05.2010 09:35
Wow, Sie kennen sich ja gut aus, aber das ist ein mMn ein Fake-Deal. Mein Verdacht: Der Besitzer wollte verkaufen, hat aber seinen Mondpreis nicht bekommen; wir haben immerhin eine Rezession.


Es handelt sich hier um keine der üblichen Auktionen wie bei dem oben angeführten 1933er Eagle.
Es haben also sich nicht zwei oder mehr Bieter gegenseitig hochgeboten.
Sondern ein Privatsammler hat an eine Stiftung verkauft, über man im Netz nur sehr spärliche Infos findet. Das einzige, was ich finden konnte, war, daß ihre Vermögenswerte mit gut 4 Mio angegeben werden und da kaufen sie den Taler für 7,85 ??

Also gibt der Sammler das Teil für einen Schein-Megapreis weiter. In der Hoffnung, daß die Stiftung aufgrund der grossen PR einen Dodel findet, der demnächst 8Mio oder mehr oder zahlt. Daß Händler und Sammler ihr Zeug so lange hinundher schieben, bis sich jemand findet, der den hohen Preis zahlt, ist übliche Geschäftspraxis.

Raphael Hythlodeus
21.05.2010 22:22
in meinem schön weltmünzkatalog von 2004 ist die münze mit 14000 euro notiert - da gibts wohl einen gewisse diskrepanz, denn der silberpreis ist sicher nicht so stark gestiegen ;-)

LCD
21.05.2010 20:31

Es gibt auch Videospiele für die Sammler fast eine Million Dollar bezahlen. Für ein wenig Plastik und veraltete Computertechnologie.
Für seltene oder einmalige Prototypen wie z.B. Diskettenlaufwerk für Commodore C65 oder Sinclair Loki bezahlen Sammler gerne noch höhere Preise.

Wurzelloser Kosmopolit
21.05.2010 22:01

Verstehe, sozusagen eine Flucht in harte Sachwerte in diesen unsicheren Zeiten ;)

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