Tests geben Aufschluss über Nierenfunktion

21. Mai 2010, 10:45
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Eine niedrige Filtrationsrate wie auch ein hoher Anteil des Proteins Albumin im Urin steigern das Sterberisiko

London  - Zwei Nierentests liefern Ärzten wichtige Erkenntnisse über die Gesundheit ihrer Patienten. Eine niedrige Filtrationsrate wie auch ein hoher Anteil des Proteins Albumin im Urin steigern das Sterberisiko - sowohl für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch für andere Todesursachen. Dies zeigt die Auswertung von 21 Studien aus 14 Ländern mit über 1,2 Millionen Teilnehmern.

Die in der Zeitschrift "The Lancet" veröffentlichte Studie belegt detailliert, wie stark ungünstige Werte bei der sogenannten Glomerulären Filtrationsrate (GFR) wie auch der Albuminkonzentration im Harn das Sterberisiko von Patienten erhöhen. Demnach hat schon eine geringe Senkung der GFR - der Wert zeigt das Filtrationsvolumen des Organs an - nachteilige Folgen.

Nierentests für Risikoabschätzung

Mit beiden Untersuchungen können Ärzte einschätzen, ob ein Mensch an einer Nierenerkrankung leidet und wie weit diese fortgeschritten ist. "Diese Studie bestätigt frühere Empfehlungen, beide Nierenmessungen in die Risikoabschätzung einzubinden", sagt Josef Coresh von der Johns Hopkins University in Baltimore. Weltweit leidet etwa jeder zehnte Erwachsene an einer chronischen Nierenerkrankung. (APA)

  • Im Bild: Harnstreifentest.
    foto: derstandard.at/schersch

    Im Bild: Harnstreifentest.

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