Die Quadratur des bildungspolitischen Kreises

20. Mai 2010, 18:02

Oder: Was Karl mit Ambros zu tun hat - Und wohin es führen könnte, wenn ein "Gymnasium für alle" umgesetzt wird - Von Karl Heinz Gruber

"Zwickts mi, i man i dram." Zwei Personengruppen dürften gestern zu diesem Austropop-Song Zuflucht genommen haben, als ÖVP-Wissenschaftsministerin Beatrix Karl im ORF-Morgenjournal erklärte, ihre schulpolitische Zielvorstellung sei das "Gymnasium für alle": einerseits sozialdemokratische Bildungspolitiker, die sich wohl fragen, warum nicht ihnen diese brillante Idee gekommen ist, andererseits der ÖAAB, dessen vor wenigen Tagen präsentiertes "Schulreform"-Programm sich ganz rasch als das herausstellte, was es von Anfang an war - ein Stück ideologisches Altpapier.

Auch als der offensichtlich seinen Ohren nicht trauende Journalist mehrfach nachfragte, blieb die Ministerin bei der Aussage, dass sie das jetzige Schulsystem mit seiner Auslese für Hauptschule oder AHS im Alter von neuneinhalb Jahren weder für fair noch für effizient hält. Beatrix Karl befindet sich mit der eleganten Umrundung des umstrittenen Begriffs Gesamtschule in bester Gesellschaft. In Frankreich benannte man anlässlich der Gesamtschulreform der 1970er-Jahre die Sekundarstufe I mit dem noblen Begriff "collège", in Schweden gab man in den 1980er-Jahren der Oberstufe, in der das Gesamtschulprinzip durch Integration von Gymnasien und Berufsschulen bis zum 18. Lebensjahr ausgeweitet wird, den Namen "Gymnasialschule".

Der Ministerin ist sicher klar, dass ihre kühne Initiative heftige Reaktionen auslösen wird. Nirgendwo in Europa ist die Zweigliedrigkeit der Sekundarstufe I so ausgeprägt wie im Einflussbereich der dualistischen deutschen Bildungstheorie. Auch nach dem deutschen Pisa-Schock wagen es bundesrepublikanische Bildungspolitiker nicht, die Abschaffung der schulischen Apartheid im Alter von zehn Jahren in Angriff zu nehmen. Selbst der renommierte Bielefelder Sozialforscher Klaus Hurrelmann begnügte sich in seinem vor einigen Monaten verfassten offenen Brief an die Bildungsminister der deutschen Bundesländer mit einem resignativen Plädoyer für eine gesamtschulische "Gemeinschaftschule" - "neben dem Gymnasium".

Allerdings: Wenn Ministerin Karl nicht (gemeinsam mit Bildungsministerin Schmied?) rasch ein wohlüberlegtes Konzept für das "Gymnasium für alle" folgen lässt, wird sie zur Buhfrau des Bildungsbürgertums werden, das sich einer der letzten Bastionen der Statuserhaltung und Distinktion von "hoi polloi" beraubt sieht. Das demokratische Recht von Eltern, die Bildungskarriere ihrer Kinder mitzubestimmen, wird insbesondere in den deutschsprachigen Ländern - nicht zuletzt durch eine unreflektierte Übernahme der neoliberalistischen Postulate "diversity and choice" - stillschweigend zu einem "Grundrecht" auf Wahl zwischen verschiedenen Schultypen für Zehn- bis 14-Jährige umdefiniert.

Die Quadratur des bildungspolitischen Kreises durch ein "Gymnasium für alle" besteht nicht bloß darin, dass Kinder aus ambitionierten Mittel- und Oberschichtfamilien auch weiterhin "Gymnasiasten" bleiben. Es geht vielmehr darum, dass das Novum Gymnasium so konzipiert wird, dass es sowohl dem Elternrecht auf Mitbestimmung der Bildung ihrer Kinder als auch den Differenzierungs-Notwendigkeiten von Lehrern und Kindern gerecht wird. Wenn Eltern nicht mehr zwischen Schulen wählen können - was ohnedies eine höchst krude Form der "Individualisierung" ist -, dann muss es ihnen ermöglicht werden, innerschulisch zu wählen. So wird zum Beispiel ein begabtes Mädchen den Leistungskurs in Mathematik, Französisch als zweite Fremdsprache und schließlich Latein wählen, während ein "begabungsferner" Bub den Grundkurs Mathematik, "Survival English" und Arbeitslehre wählt; Sozialkunde, Musik und Gesundheitserziehung machen sie gemeinsam.

Durch schulische Integration wird die Begabungsvielfalt der Kinder nicht geringer, aber um damit pädagogisch angemessen umzugehen, braucht es, wie der skandinavische, kanadische, japanische ... Schulalltag zeigt, keine Segregation in Hauptschüler und Gymnasiasten. (Karl Heinz Gruber, DER STANDARD, Printausgabe, 21.5.2010)

Zur Person: Karl Heinz Gruber lehrt Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Uni Wien und hat sich seit über 20 Jahren publizistisch - nicht zuletzt an dieser Stelle - für eine Aufhebung der schulischen Segregation eingesetzt.

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    Posting 1 bis 25 von 55
    1 2
    Gemurr Gemurr
    00
    21.5.2010, 21:36
    Wissenserwerb und soziale Integration als gleichwertige Ziele

    Unser Schulsystem ist durchlässig genug um Hauptschülern über Oberstufenschulen aller Art ein Uni-Studium zu ermöglichen. Aber es geht darum, die 2 Klassen-Gesellschaft nicht im Alter von 10 Jahren zu zementieren. Ich stimme Leitl zu, dass unser Staat auf keine Begabung verzichten kann einschließlich die der Kinder aus bildungsfernen (Migranten-)Familien, die genau so theoretisch oder praktisch begabt sind. Daher der zwingende Appell zur Gesamtschule/zum Gymnasium für alle. Die Mammutaufgabe wird darin bestehen, die derzeitigen Schulgebäude so zu adaptieren, dass ein breit gefächertes Angebot zur optimalen Förderung ALLER Talente gegeben ist. Wie das ohne viel Geld gehen soll, ist mir ein Rätsel. Lehrerbesoldung wird auch ein Thema sein.

    komajo
    01
    22.5.2010, 06:30
    Noch einmal

    In Japan gibt es die Gesamtschule, von der unsere Linken Träumer träumen, nicht. Jede Schule hat ihr klar definiertes Niveau. Zwischen einzelnen Schulen gleicher Stufe können Welten liegen. Gleich ist nur der Name.
    So wie sich das unsere Theoretiker vorstellen geht es nicht. Das wird nur Ärger geben, weil diese "Fachleute" nicht wisssen, wovon sie reden. Und Schuld werden natürlich wieder die Lehrer haben, weil sich so ein Schwachsinn nicht realisieren lässt.

    komajo
    00
    21.5.2010, 18:37
    Gymnasium für alle

    Wie wird das aussehen? Wird es dann noch immer Kinder geben, die nicht richtig lesen, schreiben und rechnen können? Ich glaube schon. Mir tun die Kinder jetzt schon leid, die an den Forderungen im Gymnasium scheitern werden. Sie müssen schon als Kinder deutlich erleben, dass ihre Leistungsfähigkeit geringer ist und dass sie nur mit größten Anstrengungen, wenn überhaupt, das Ziel erreichen können. Welches Kind sitzt gern im zusätzlichen Förderunterricht, wenn andere, die mit dem Stoff keine Problem haben, bereits beim Spielen sind?
    In der VS-Oberstufe oder HS hat man durchgedient, aber nicht sein Gesicht verloren und wenn die Leistungen nicht so berauschend waren, dann mussten sie wenigstens nicht schweißtreibend erarbeitet werden.

    Gemurr Gemurr
    00
    21.5.2010, 22:23
    Die bedauernswerten Kinder,

    welche auf Wunsch der Eltern aus "sozialen Gründen" die AHS besuchen müssen und von Schularbeit zu Schularbeit bangen, ob es diesmal endlich (und nach all den Nachhilfestunden) ein positives Resultat gibt, existieren zumindest in Wien schon lange. Schuld daran trägt die sukzessive Abwertung der Hauptschulen als Auffanglager für verhaltensoriginelle und ausländische Kinder - ewig schade! Den Lehrer gebührt besondere Hochachtung.
    Gymnasium für alle kann doch nur als (ÖVP) Pseudonym für die Gesamtschule verstanden werden. Allerdings wäre die Aufwertung von Bildung ein gebot der Stunde - gerade in der Wirtschaftskrise.

    Physikus75
    05
    21.5.2010, 14:26
    Diese Bildungswissenschafter sind allesamt so daneben:

    Auf der einen Seite dauernd die Kuschelpädagogik herbeibeten (ohne auch mal eine vernünftige Studie zu verfassen, die den Erfolg davon belegt) und gleichzeitig das japanische Schulmodell loben, wo Schüler stundenlangen, sehr fordernden Frontalunterricht über sich ergehen lassen müssen und danach bis spät in die Nacht über Hausübungen brüten, um dann am Wochenende geschlossen (auch die guten Schüler) in den Förderunterricht zu gehen

    Gemurr Gemurr
    00
    21.5.2010, 18:56
    Die Mähr von den geplagten jap. SchülerInnen ;-)

    Übersehen wird dabei, dass die technikverliebten jap. Kids sich die Nächte mit Computerspielen um die Ohren schlagen und dementsprechend beim faden Frontalunterricht vor sich hinschlafen. Unauffälliges Schlafen in der Öffentlichkeit zählt dort zu den Tugenden. Das erlebt man u.a. stündlich in der Metro in Tokyo. - Bei aller Liebe zu Japan.

    komajo
    00
    21.5.2010, 18:21
    Sie haben Recht

    Diese Wissenschafter ergehen sich in Gemeinplätzen, die ihresgleichen suchen. Ich kenne Aufnahmsprüfungen für die Senior-High-School in Japan. Viele unserer Maturanten hätten ihre liebe Not damit. Übringens haben dort die Schulen nur den gleichen Namen, nicht aber das gleiche Niveau. Wer wohin geht, das entscheidet der Aufnahmetest, der übrigens von jeder Schule in den Tageszeitungen veröffentlicht wird. Kein Kind muss dort das Gesicht verlieren, weil es sich die Schule nach seiner Leistungsfähigkeit aussuchen kann. Ein differenzierteres System als das japanische gibt es kaum woanders.

    Gemurr Gemurr
    00
    21.5.2010, 19:20
    Teilweise Zustimmung

    Andererseits sollte man nicht verschweigen, dass in Japan größtes Gewicht auf Prestige gelegt wird. Jede Bildungseinrichtung hat ihren Rang in der Skala – vom „besten“ Kindergarten bis zu Universität. Wer es in die renommierteste japanische Universität, die Tokyo Daigaku (University of Tokyo), schafft, hat ausgesorgt. Dementsprechend machen Eltern Druck auf ihre Kinder.

    1116er
    04
    21.5.2010, 14:25
    was karl nicht sagte und was ich auch von anderen nicht vernahm:

    einer der wichtigsten punkte einer bildungsreform muss sein:
    nehmt den ländern jeden euro und jegliche entscheidungskompetenz für bildung weg.

    dieser bereich ist zu wichtig, um ihn in die hände von unterbegabten klientel-gangster zu legen!

    Gemurr Gemurr
    00
    21.5.2010, 21:57
    Schulreform!

    Wer redet von Bildung in einem Land, wo Musikantenstadl, etc. die Zuseherzahlen hinaufschnellen lässt? Der ORF reagiert vorrangig auf Einschaltquoten - und die liefern bezüglich Bildung in der Hauptsendezeit samt ZiB I ein armseliges Niveau. Wäre "dem Staat" an Bildung gelegen, müsste eine alle Generationen umfassende allgemeine Bildungsinitiative gestartet weden. Die würde auch teilweise den Missstand der "bildungsfernen" Familien erfassen, die plötzlich Interessen entdecken könnten statt sich anblödeln und populistisch gängeln zu lassen. Wollen das unsere Politiker ernsthaft???
    Darin sehe ich hauptsächlich das Dilemma bei der Schulreform.

    woswoasios
    00
    21.5.2010, 18:08
    Die Wiener wissen sicher besser

    was eine Dorfschule in einer kleinen Tiroler Gemeinde benötigt!!

    Eine Verwaltungsreform ja, aber bitte keinen Zentralismus. Wäre übrigens interessant welches Bundesland Nettoempfänger ist!
    (Böserweise tippe ich auf östliche Bundesländer)

    1116er
    01
    22.5.2010, 09:09
    leider werden mit diesem und ähnlichen argumenten

    häufig auswüchse des föderalismus verteidigt.

    1. glauben sie wirklich, dass ihr landeshauptmann über irgendwas bescheid weiss, nur weil er geografisch näher ist???
    2. braucht eine schule/ein lehrer etwas, dann wenden sie sich an den landesschulrat. dieser soll nicht mehr den ländern, sondern dem ministerium unterstellt sein. und der landeshauptmann soll auf gar keinen fall irgendwas bei einstellung/beförderung mitzureden haben!

    es mag ja vor vielen jahren einen sinn gehabt haben, die mittelbare bundesverwaltung zu erfinden.
    heute ist diese ein milliardengrab und ineffizient zur potenz: weg damit!

    woswoasios
    00
    22.5.2010, 18:32
    Beförderung???

    Was für eine Beförderung gibt es im Pflichtschulbereich?? (zum Feuerschutzbeauftragten, zum Schülerberater)
    Es gibt nur eine Beförderung - zum Direktor, wobei das keine Beförderung ist, sondern nur eine Umschulung zur Sekretärin, die für alles verantwortlich ist, ca 200 Euro mehr erhält und kaum Befugnisse hat.
    Viele Direktorposten müssen mehrfach ausgeschrieben wrden, weil sich keiner meldet.

    woswoasios
    00
    22.5.2010, 18:26
    Natürlich gibt es Auswüchse, aber

    das hat grundsätzlich nichts mit dem Föderalismus zu tun.
    Glauben Sie aber wirklich, das irgendeinen Wiener interessiert, ob ein 6 jähriges Kind im Ötztal viele Kilometer fahren und gehen muss, um zur Schule zu kommen?
    Der LH hat aber oft Kontakt mit den Bürgermeistern der Gemeinde und die sind eindeutig näher als ein Beamter in Wien

    Erwin Wolfram
    01
    21.5.2010, 14:04

    in der guten alten zeit haben die lehrer einfach die noten nach aufwand vergeben, so bekommt eben jemand der erst kurz deutsch spricht und gut mitarbeitet auch eine eins und sebstbewusstsein und ein freundliches willkommen wie es sich gehoert. ich frag mich warum gute alte zeiten immer vergehen und nie im ernst wiederbelebt werden.

    Simskoarl
     
    00
    21.5.2010, 15:01

    Weil im späteren Berufsleben ein "Er bemüht sich ja eh" alleine nicht mehr reicht.

    Trevor Goodchild
    00
    21.5.2010, 17:05
    FALSCH!

    Bei Politikern und Managern eben doch...

    Protagoras v. Abdera
    03
    21.5.2010, 11:20
    Gruber sollte anfangen, ein bisschen politisch zu denken

    Karl ist sich vollkommen bewusst, sich mit ihrer Position in der eigenen Partei nicht durchsetzen zu können. Diese Position entspringt vielmehr einem strategischen Kalkül: Wenns im Herbst an den Unis wieder rundgeht, weil Karl infolge der Budegteinsparungen Zulassungsbeschränkungen, eventuell auch Studiengebühren, durchsetzen will, kann sie bequem auf ihren billigen Kurswechsel beui der Gesamtschule verweisen: Seht, ich will doch die Wurzeln der sozialen Selektion beseitigen, damit dann die Stdudierenden ihren gerechten sozialen Beitrag leisten. Das ist keine Debatte, sondern eine Schmierenkomödie.

    3ch0
    01
    21.5.2010, 11:18

    Was Karl sagte, ist irrelevant.
    Denn egal wie man sich nun entschließt die Sekundarstufe zu organisieren, wird der weitere Ausbildungsweg sich durch erschwerende Maßnahmen nicht verbessern - im Gegenteil.
    Also: was nützt es ein "Gymnasium für alle" zu proklamieren, wenn dann eh nur 1/6tel zur Uni geht?

    Und ob die Bauarbeiter und Putzfrauen der Zukunft lesen & schreiben können, ist den VP-Bonzen völlig wurscht!

    ChristianderGuru
    15
    21.5.2010, 10:39
    Die Bildungsdiskussion wird m.E. sehr einseitig geführt!

    Man könnte den Eindruck erlangen, wer eine höhere Schule besucht, dessen Erfolgsweg ist vorprogrammiert und wer eine Hauptschule besucht ist von vornherein zur Mindestexistenz verurteilt. Diese Einseitigkeit in der Diskussion verunglimpft mittlerweilen jeden der auch seinen Weg aus der Hauptschule heraus gemacht hat.

    Mehrwolf
    11
    21.5.2010, 11:10

    Stimme Ihnen zu. Ich komme aus einem kleinen Dorf am Land und da hat sich die Frage ob Hauptschule im Dorf oder Gymnasium in der Stadt einfach nicht gestellt. Es gibt zwar pro forma ein Wahlrecht für die Eltern, aber wenn nur eine Schule da ist, gehen alle dorthin.

    johannes schenk1
    04
    21.5.2010, 11:42
    man muß hier glaub ich stadt-land unterscheiden:

    während es am land relativ normal ist, in einer hauptschule anzufangen, und dann, bei begabung oder guter förderung ab der 5. ins gymnasium zu wechseln, ist in den größeren städten die hauptschule nur mehr der weg zum polytechnikum und lehre (im guten fall) -
    ich glaub schon, dass sich bei der ÖVP langsam, sehr langsam, was bewegt - denn es ist offensichtlich, dass reformen nötig sind - nur: es wird meines erachtens zu wenig über "details" wie lehrerausbildung und begleitung der lehrer geredet - der beruf ist komplizierter geworden und die ausbildung ist gleich geblieben.

    peter marx
    73
    21.5.2010, 10:36
    Jedem seinen Doktor

    Ich sehe nicht, wo das Problem liegt: Gebt doch allen Kindern zur Geburtsurkunde gleich die Promotionsurkunde dazu, dann sind alle Frau oder Herr Doktor und bildungsmäßig gesehen gleich - das Paradies bricht aus. Dass dem nicht adäquate Fähigkeiten gegenüberstehen, macht nichts, um Qualität und Qualifikation geht es in dieser Frage ohnedies zuletzt.

    Nessus
    01
    21.5.2010, 11:01
    Und schon gar nicht um Talente

    Es durch Begabung zu was zu bringen, wird von den Unbegabten als eigene Diskriminierung gewertet, die durch formale Voraussetzungen bekämpft werden muss. Und dadurch bedeutet eben das "Papierl" (Abschluss, Titel, Befähigungsnachweis etc) in Österreich alles, die tatsächliche Befähigung nichts.

    petterger
    03
    21.5.2010, 13:50
    aha

    und woher kommen die 'unbegabten' kinder? 95% unserer kinder sind ungefähr gleich begabt - die einen haben halt die optimale förderung (nachhilfe etc.) die anderen das pech, in einem bildungsfeindlichen umfeld aufzuwachsen....

    von wegen begabung!

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    Posting 1 bis 25 von 55
    1 2

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