Ohne Treibstoff und Segel um die Erde

20. Mai 2010, 16:19
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    foto: ap/hans punz

Solarpaneele und Windgeneratoren: Kärntner Paar will mit dem Katamaran "Solarwave" die Welt umrunden

Wien - Kein Treibstoff und auch keine Segel: Allein mit der Energie von Sonne und Wind planen die Kärntner Michael Köhler und Heike Patzelt mit ihrem Katamaran "Solarwave" die Welt zu umrunden. Sie wollen damit beweisen, dass es möglich ist, ohne jeglichen Schadstoffausstoß die Ozeane zu queren. Etwa zwei Jahre soll die Reise dauern, allerdings mit Unterbrechungen: "Wir werden zwischendurch nach Österreich zurückkehren", erklärte Köhler am Donnerstag in Wien. Die Route orientiert sich an der Sonne: Die Strecke führt von Ost nach West einmal rund um den Globus.

Das Boot

Der Katamaran wurde speziell für die umweltfreundliche Weltumrundung gebaut. Energie wird durch Solarpaneele und Windgeneratoren gewonnen, der Antrieb erfolgt mittels Elektromotoren. Die zwei Abenteurer können so komplett energieautark an Bord leben, kochen, kühlen, Wäsche waschen und Wasser erzeugen. Das Boot ist mit vier Schlafzimmern und drei Bädern ausgestattet.

Die Weltumrundung bedeutet für den Kärntner und seine Partnerin aber mehr Stress als Urlaub: "Es sind immer wieder Reparaturen zu erledigen", erzählte Köhler vom Alltag. Zudem sei das Steuern des knapp 14 Meter langen Bootes anstrengend - Autofahren sei im Vergleich dazu entspannend. Auch Wind und Regen könnten dem Paar einen Strich durch die Rechnung machen: "Wir spüren mehr als andere Boote, wenn die Sonne nicht scheint."

Eine Herausforderung für das Paar ist auch das Zusammenleben auf dem Boot. "Das funktioniert nur, wenn man sich versteht", weiß Patzelt. Sollte es aber doch zu Streitereien kommen, meinte sie lachend: "Der Katamaran hat zwei Rümpfe, man kann sich also ohne weiters aus dem Weg gehen."

Start erfolgte bei Bonn

Anfang April starteten die beiden die Reise in Mondorf bei Bonn am Rhein. Dann ging es weiter über den Main, den Main-Donaukanal und die Donau nach Wien. Am 5. Juni führt die Route über die Donau ins Schwarze Meer und durch das Mittelmeer, wo Boot und Mannschaft überwintern werden. 2011 wird die Reise fortgesetzt. Nach der Überquerung des Atlantiks führt die Tour unter anderem in die Karibik, quer über den Pazifik, vorbei an Australien, Indien, Somalia und Jemen ins Rote Meer und über den Suez-Kanal zurück ins Mittelmeer. Gäste haben die Möglichkeit, gegen einen Kostenbeitrag auf Etappen mitzufahren. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 34
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Franz Josef Lolinger
00
Ojeh

An Somalia würde ich nicht vorbeifahren...

h 90
21
24.5.2010, 16:43

Hier gibt es eine neue Technologie. Man haengt Teile aus ganz duennen aber reissfesten Stoff auf hohen Stangen in den Wind. Mit der entsprechenden Technologie kommt man damit ordentlich voran. Theoretische Physiker meinen, dass man damit auch praktisch praktisch quer zum Wind fahren koennte.
Da wir den Stoff mit einem Gel einstreichen und er zur Seefahrt dient haetten wir uns als Markennamen See-Gel gedacht.

Hori Zont
00
22.5.2010, 15:47
Ein alter Trick - Anker werfen und das Meer vorbei treiben lassen;-)

ad vocem
10
21.5.2010, 15:04
Die Kollektoren schauen aus ...

... als würde schon eine stärkere Böe oder ein Brecher reichen, damit sie davonfliegen!

btw: Der Beweis "dass es möglich ist, ohne jeglichen Schadstoffausstoß die Ozeane zu queren" wurde bereits vor hunderten Jahren erbracht. Danke, setzen.

ullmann
00
21.5.2010, 13:20
das hier...

...sieht schon ein wenig professioneller aus:

http://www.planetsolar.org/

Bono Nobo
00
21.5.2010, 12:27

Gehört das Schinakel gar zu der Flotte die der Steuerzahler via Hypo-Kärnten finanzieren darf?

Lego12
00
21.5.2010, 14:39
damit hätte man zumindest was sinnvolles finanziert

als nur den urlaub und sonstige spielchen/vergnügen der Kärtner politik...

Stahl_____666
11
21.5.2010, 10:23
.

Wer wissen will, wie man das wiklich ohne Schadstoffe macht liest hier:

www.jessicawatson.com.au

Abgesehen davon ist die geplante Route eine der dümmsten (Ostküste Afrikas, Karibik) die man wählen kann und wenn man sich den Aufbau und die Ausstattung dieses Bootes ansieht kann man jegliche Blauwasserfahrt damit nur als lebensmüde bezeichnen.

Carcharodon
 
01
21.5.2010, 13:13
Na, da sind aber heute wieder die Jammerlappen unterwegs...

Auf Jessica's Route wär's mit diesem Solarschiff wirklich dumm und lebensmüde - auf der Passatroute wird's funktionieren.
Seit wann hat ein Dieselmotor keinen Schadstoffausstoß? Aber darum ging's bei Jessica Watson auch nicht, tolle Leistung von der 16jährigen. Übrigens wollen genau solche Raunzer wie Sie ihr die Weltumsegelung madig machen.

Pingu
119
20.5.2010, 21:25

Mit einem Segel wäre man definitiv umweltfreundlicher unterwegs.



(Der Schadstoffausstoß bei Photovoltaik wird eben in der Produktion getätigt - das sollte nicht immer vergessen werden)

Heavyweather
00
21.5.2010, 14:59

Ich würde einen Skysails oder Kitegen Antrieb vorziehen...

Bono Nobo
00
21.5.2010, 12:28

Die Entsorgung, besonders der Batterien, nicht zu vergessen.

Michel Berger
00
30.5.2010, 19:34
Die werden ganz einfach versenkt.

Ruben Manuel Da Silva
01
21.5.2010, 10:59

das segel sollte dann aber schon gleich handgestrickt sein.

WBR
00
21.5.2010, 07:56
Nicht nur der Antrieb

"Die zwei Abenteurer können so komplett energieautark an Bord leben, kochen, kühlen, Wäsche waschen und Wasser erzeugen. "
Die Solarmodule und Windräder (+Batterie) ersetzen also auch Gaskocher und Diesel(?)generator eines Segelschiffs.

Pingu
01
21.5.2010, 09:38

Mich ärgert es eigentlich nur immer wieder, wenn ich lesen muss, dass bei Photovoltaik (oder Elektroautos etc.) keine Schadstoffe emittiert werden.

Interessant wäre auf jeden Fall eine Berechnung, wie groß die Menge an Schadstoffen für die Produktion dieses Schiffes war im Vergleich zu einem "normalen" Segelschiff (+dessen Ausstoß im Betrieb bei einer Weltumsiedlung).
Ob dieses Schiff dann wirklich viel umweltfreundlicher aussteigt, wage ich zu bezweifeln. (Aber ich lasse mich auch gerne positiv überraschen)

WBR
00
22.5.2010, 16:49
Stimmt schon

Eigentlich nervt mich die allzu naive Einstellung gegenüber "umweltfreundlicher" Technologien ebenso. Aber noch mehr nervt mich, wenn dann ins andere Extrem verfallen wird und nur noch die Nachteile gesehen werden (Atomstromauto, Quecksilberschleuder Energiesparlampe). Ja, so ein Solarboot dürfte vermutlich eine schlechtere Umweltbilanz als ein vergleichbares Segelboot haben. Aber müsste man es nicht eher mit einem herkömmlichen Motorboot vergleichen?
Segeln ist anders als eine Fahrt mit Motor. Man braucht Wind und wenn man Gegenwind hat, muss man kreuzen, was in engen Fahrrinnen problematisch sein kann.
Ein normales Segelboot kann Wind nicht zwischenspeichern und ist bei Flaute auf Ersatz angewiesen.

Pingu
00
23.5.2010, 09:03

Natürlich sollte man nicht nur die Nachteile herausstreichen, sondern auch das positive bei diesen "umweltfreundlichen" Technologien sehen: Es sind neue Wege, die natürlich ausprobiert werden müssen, und (was ich sehr positiv sehe) sie bieten Unabhängigkeit von Erdöl. Allerdings sind sie oft doch nicht so umweltfreundlich (leider denken viele Menschen, dass etwas umweltfreundlich ist, sobald es kein Erdöl braucht) und darauf sollte auch einmal hingewiesen werden (gerade in diesem Beispiel finde ich es extrem, da schon seit Jahrhunderten umweltschonendere Antriebsmöglichkeiten bekannt sind).
Auch im Vergleich zu einem Motorboot würde das Schiffchen wohl nicht allzu toll aussteigen (bei einer Weltumseglung).

WBR
01
24.5.2010, 08:33
Möglichst lange nutzen

Die energetische Amortisation beträgt bei Solarzellen hierzulande (wenig Licht) etwa 3 Jahre. In sonnigeren Gefilden dürfte sich das in 2 Jahren locker ausgehen, noch dazu steuern Windgeneratoren etwas bei. Bleibt die schwer abzuschätzende Batterie. Meine Schätzung: Spätestens bald nach der Weltumrundung kommt das Schiff bei weiterer Nutzung ins energetische Plus gegenüber einem dieselbetriebenen Fahrzeug mit ähnlichen Leistungen (Antrieb, Strom für den "Haushalt"). Während der Umrundung vielleicht noch nicht, da hast du recht.
Und die Energielieferanten müssen auch nicht auf dem Boot bleiben: Könnten noch Jahrzehnte z.B. ein Haus beliefern. Oder ein Splitting: Ein bißchen bleibt auf dem Boot für gelegentliche Nutzung.

Michel Berger
00
30.5.2010, 20:01
Witzige Rechnerei, was bedeutet "energetisch ins Plus kommen?


Einer Weltreise das grüne Mäntelchen umzuhängen ist ganz schön verlogen und nichts als eine gute Geschäftsidee.
Wenn diese Leute Energie sparen wollen, sollen sie halt daheim bleiben. Alles Andere ist nur PR-Schmäh um von allen möglichen Seiten Gelder zu lukrieren - siehe letzter Absatz oben - "Gäste haben auch die Möglichkeit, gegen einen Kostenbeitrag ........".

Der Rollo Gebhard hat seine Weltumsegelungen auch nach diesem Strickmuster vermarktet und nach Lichtbildervorträgen seine verkauften Bücher signiert.
Diese hatten wenigstens noch den Hauch von Abenteuer an sich.
Die Weltumrundung mit dem Solarboot, vollgestopft mit jeglicher Technik und allem Luxus reicht bestenfalls noch für eine Billigdoku bei NTV oder N24.

sturmy
01
21.5.2010, 11:36
Raunzer....

naihoit
01
21.5.2010, 11:17
Jössas na, san´s beleidigt, weil Sie auch so was machen wollten,

z.B. ein Schiff nur mit Darmwinden antreiben, und jetzt sind die doch tatsächlich schneller?

Ein stein
00
21.5.2010, 10:14
nana....

die ganze welt wollns mit einem segelschiff umsiedeln??? :-))
hab mir aber bei diesem schifferl das gleiche gedacht: wozu das rad neu erfinden?? zur stromerzeugung allein fürs kochen/waschen wär ein windgenerator besser bzw würde eien wesentlich kleinere fläche an photovoltaikzellen ausreichen.
freu mich jedenfalls schon wieder aufs segeln!!!!! :-))

WBR
01
21.5.2010, 10:51
Ist vor allem eine Demonstration

"Energie wird durch Solarpaneele und Windgeneratoren gewonnen"
Also, der Wind ist sowieso auch im Spiel.
Natürlich wäre ein mit Solarzellen bedecktes Segelschiff schneller. Aber es geht dabei ja vor allem um eine Demonstration des Prinzips. Und für so eine Demonstration braucht man ein möglichst reines Konzept, in diesem Fall: Rein elektrischer Antrieb, Elektrizität aus Sonne und Wind.
Keine Zeitung würde über ein Segelboot berichten das für den elektrischen Hilfsmotor ein paar Solarmodule installiert hat.
Ich bezweifle auch, dass Solarschiffe eine Konkurrenz für Segelschiffe werden könnten. Falls sie überhaupt Bedeutung bekommen, dann als Ersatz oder Ergänzung (Hybrid) für herkömmliche Motorboote.

herois
01
20.5.2010, 22:30

nicht mehr so schlimm wie einst

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