Landerechte bis Ende Oktober verlängert

20. Mai 2010, 14:55
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Russland zweifelt an der österreichischen Identität der AUA nach der Lufthansa-Übernahme

Sotschi/Wien - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat in Sotschi im Rahmen der Gemischten Kommission mit Russland unter anderem die Verlängerung der AUA-Landerechte von zuletzt 1. Juli 2010 für den gesamten Sommerplan bis Ende Oktober vereinbart. Das Potenzial für weitere Aufträge für die Olympischen Spiele schätzt er noch weit größer als die bisher 300 Mio. Euro ein, die österreichische Unternehmen an Land ziehen konnten, teilte das Wirtschaftsministerium in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Hintergrund für die notwendige Verlängerung der AUA-Landerechte ist, dass die russischen Behörden anzweifeln, dass die AUA nach der Übernahme durch die Lufthansa noch eine österreichische Luftlinie ist. Russland plane im Herbst eine Globalvereinbarung mit einige ausländischen Airlines über die Landerechte abzuschließen, teilte eine Ministeriumssprecherin der APA mit. Die AUA fliegt von Wien aus insgesamt 44 Flüge pro Woche nach Moskau, St. Petersburg, Krasnodar, Rostov und Sotschi.

Darüber hinaus vereinbarte Mitterlehner mit dem russischen Wissenschaftsminister Andrej Fursenko auch eine Kooperation in der Tourismusausbildung für die Olympischen Winterspiele in Sotschi: Ab Herbst werden österreichische Lehrer der Tourismusschulen in Sotschi Gastgewerbeschüler und Trainer ausbilden. Zudem soll auch die Kooperation bei den Innovationszentren verstärkt und auch auf regionale Ebene intensiviert werden.

Das nächste Treffen der Vorsitzenden der Gemischten Kommission Österreichs und Russlands wurde für 2011 in Salzburg vereinbart, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. (APA)

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