Verhaftet und verprügelt

20. Mai 2010, 13:09
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Queernews: Bericht eines Schwulenaktivisten über seine dramatischen Erlebnisse in Minsk

Am 15. Mai fand die Slavic Pride Parade in Minsk statt. Sergei Yenin, der Vizevorsitzende von GayBelarus.By, war dabei. Nie hätte er sich träumen lassen, dass der sicherste Ort in der Stadt, die Polizeistation, der für ihn und andere HomosexuellenaktivistInnen eigentlich unsicherste sein könnte. 

Queernews.at hat den Bericht Yenins, der am 19. Mai auf UK Gay News erstveröffentlicht wurde, nun ins Deutsche übersetzt:

"Plötzlich blieb ein Polizeiwagen voll mit großen, bedrohlichen Typen stehen. Die Türen gingen auf und eine ganze Armee von Polizisten rannten auf uns zu. Oleg und ich verloren die Beherrschung und liefen zurück. In meinem Kopf geriet alles durcheinander und ich wusste nicht mehr, wohin ich genau lief." [...] "Wir saßen auf dem Boden des Polizeikommisariats. Ich fühlte, wie Blut über meine Arme hinunterlief. Mein Shirt was von dunkelroten Flecken übersät. Ich riss mich zusammen und meldete, dass wir einen Rettungswagen brauchten. Soll ich sagen, dass meine Aussage selbverständlich ignoriert wurde?" (red)

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Mehr von den dramatischsten 48 Stunden in Yenins Leben als Schwulenaktivist in Weißrussland unter queernews.at: Verhaftet und geprügelt - 48 Stunden im Leben eines Schwulenaktivisten in Minsk

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