VP-nahe Professoren Union weist "Kampagne" gegen Lehrer zurück

20. Mai 2010, 12:55
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"Symptomatisch, im Vorfeld von angedrohten Einsparungsmaßnahmen negative Meldungen über Lehrer zu verbreiten"

Wien - Eine "Kampagne zur weiteren Schädigung des Ansehens von LehrerInnen" ortet die VP-nahe AHS-Lehrervertretung ÖPU (Österreichische Professoren Union) im Zusammenhang mit der Anfang der Woche vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) präsentierten vertiefenden Analyse der Österreich-Ergebnisse der ersten OECD-Lehrerstudie TALIS (Teaching and Learning International Survey). Für die Lehrervertretung ist es "symptomatisch, dass im Vorfeld von angedrohten Einsparungsmaßnahmen negative Meldungen über LehrerInnen verbreitet werden".

Die Studie TALIS hat u.a. gezeigt, dass Schwänzen und Zuspätkommen an österreichischen Hauptschulen und AHS laut Direktoren bei Lehrern ebenso häufig ein Problem wie bei Schülern ist. Die ÖPU weist dagegen auf "zahlreiche Ansatzpunkte" in der Untersuchung hin, die "Verbesserungen in unserem Schulsystem bieten, die mit den medial lancierten Themen nichts zu tun haben".

Die Lehrervertretung hebt drei TALIS-Ergebnisse hervor: Etwa dass die Gesamtarbeitszeit der Lehrer in Österreich etwa zehn Prozent über dem internationalen Schnitt liegt und die Lehrer mit ihren Aufgaben alleingelassen werden wie in keinem anderen Land. So belege Österreich beim Unterstützungspersonal an den Schulen den letzten Platz. Zudem würden sich die heimischen Lehrer im internationalen Vergleich u.a. durch die gewissenhafte Vorbereitung des Unterrichts- und ihre Pünktlichkeit auszeichnen.

Die ÖPU will jedenfalls von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) "ein Gespräch zu diesem Agieren des BIFIE und entsprechende Richtigstellungen einfordern". (APA)

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