SAB Miller blickt vorsichtig ins Jahr

20. Mai 2010, 11:50
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London - Der britische Brauereikonzern SAB Miller will in der zweiten Jahreshälfte an der Preisschraube drehen. Der weltweit zweitgrößte Brauer mit Biersorten wie Pilsner Urquell, Grolsch, Aguila und Tyskie blickt zugleich mit Vorsicht ins laufende Jahr. Eine deutlichere Erholung der Verbraucherausgaben sei erst im zweiten Halbjahr zu erwarten.

Im Geschäftsjahr 2009/10 (Ende März) legte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 4 Prozent auf 26,4 Mrd. Dollar (21,5 Mrd. Euro) zu, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Grund hierfür waren vor allem Preiserhöhungen, denn der Bier-Absatz stagnierte auf Vorjahresniveau. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) stieg um 6 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar.

Gut liefen die Geschäfte für den Brauer in Märkten wie Lateinamerika oder Afrika. In Europa verdarb die Krise den Verbrauchern den Appetit auf Bier; der Umsatz ging hier um 9 Prozent und das Ergebnis um 8 Prozent zurück.

SAB geht davon aus, dass die Rohstoffpreise etwa auf Vorjahresniveau verharren oder bestenfalls leicht fallen. Der Konzern kündigte zugleich an, vor allem in der zweiten Jahreshälfte die Preise ausgewählter Biere weiter zu erhöhen. (APA)

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