E-Bike

Sima eröffnet eine Steckdose

Thomas Rottenberg , 20. Mai 2010 08:54
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    Foto: standard/matthias cremer

E-Bike-Ladestation als Bekenntnis zur E-Mobilität - 5000 Euro kostet die Errichtung einer Ladestation

Wien - Nach zehn Minuten launigen Posierens für die Fotografen (Ulli Sima mit und ohne Summerstage-Wirt Ossi Schellman, Ulli Sima mit und ohne Alsergrunds SP-Bezirksvorsteherin Martina Malyar, Ulli Sima mit und ohne SP-Rathausklubchef Siegi Lindenmayr, Ulli Sima mit und ohne Hitparadensternchen Eva K. Anderson - dann alle zusammen, einzeln und in jeder sonstigen Kombination) war es Dienstagnachmittag am Ufer des Donaukanals endlich so weit: Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (SP) erklärte eine Steckdose für eröffnet.

Sima ließ dabei anklingen, dass hier Neil Armstrongs Mondlandungssatz vom kleinen Schritt für den Einzelnen, der doch ein großer für die Menschheit sei, passen könnte. Wenn auch auf städtische Dimensionen heruntergebrochen.

Denn auch wenn ein in einer hüfthohen, orangen Säule hinter einem Türchen liegender Dreifachstecker keine Sensation sei, sei die hiermit hochoffiziell eröffnete erste Wiener "E-Bike-Ladestation" ein Meilenstein.

Steckdose bei der Summerstage

Denn mit der Steckdose bei der Summerstage will die Stadt ihr Bekenntnis zur Förderung von Fahrrädern mit Elektromotor unterstreichen. Symbolisch, wie Sima zugab: 220-Volt-Steckdosen gibt es in Wien schließlich doch einige - und bei Ladekosten von sieben Cent pro "Volltanken", werde sich kaum ein Wirt querlegen, wenn E-Bike-Besitzer auch den Durst eines Akkus stillen wollen.

5000 Euro für die Errichtung der Ladestation

Die 5000 Euro für die Errichtung der Ladestation (zehn weitere sollen heuer noch folgen) seien dennoch argumentierbar: "Das Interesse an den E-Bikes ist erfreulich groß. Auch die Infrastruktur wird entsprechend ausgebaut."

Prozente bei Kauf

Tatsächlich haben sich bereits mehr als 1300 Wienerinnen und Wiener um die von der Stadt ausgelobte E-Bike-Förderung beworben. Die Stadt schießt für Elektrofahrräder, E-Mopeds oder -Motorräder 30 Prozent des Kaufpreises zu - maximal jedoch 300 Euro. Dieses Angebot war ursprünglich auf 1000 Anträge beschränkt gewesen - obwohl der Handel seit langem davon spricht, dass im urbanen Raum inert fünf Jahren jedes dritte neugekaufte Fahrrad einen Elektrozusatzmotor haben wird. Mittlerweile hat Wien jedoch dem Bedarf entsprechend umdisponiert: Gefördert wird, wer ansucht.

Bei aller Freude über die hohe Nachfrage wollte Christian Ammer, Kommunikationschef von Wien Energie, eines aber nicht unerwähnt lassen: "Manche Leute sagen, sie wären auch sehr gerne elektromobil unterwegs, trauen sich aber nicht aufs Rad. Aber: U- und Straßenbahn sind ebenfalls ökologisch sinnvolle Formen der E-Mobilität." (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe 20.5.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
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pater willy
22.02.2011 16:29
Endlich eine Outdoor Handyladestation

Das ist ist Lösung. Wie vielen geht beim Telefon unterwegs der "Saft" aus. Danke, vielen Dank!

immer schön freundlich
30.06.2010 10:11

warum wird jetzt mit strom radgefahren?

manes reisinger
24.11.2010 18:47

Damit es das Parkpickerl für Radfahrer gibt.

immer schön freundlich
30.06.2010 10:16
PS: wer fährt freiwillig mit einem rad, das mind. 25kg wiegt ...

... und ab 25 km/h den strom abschaltet,
d.h: wenn ich flott fahren will, 25, 30 km/h, dann muss ich eh ohne strom fahren und da fahre ich doch lieber mit dem 12kg-rad.

ich sehe schon, ich bin nicht die zielgruppe.
könnt ihr mich bitte über die zielgruppe aufklären?

.oOo. /|||||||\ .oOo.
29.06.2010 15:29

was kostet an einer steckdose 5000€?

Ruskij
29.06.2010 15:47

Die Dose kostet EUR 1,50. Das Verlegen der Kabel EUR 50,-. Die restlichen EUR 4.948,50 sind Parteispende.

O. Pryde
29.06.2010 09:56

häupl, sima und brauner gehören WEG! das wirklich traurige an dieser sache ist allerdings, dass es, zumindest der öffentlichen wahrnehmung nach, niemanden gibt, den ich gerne auf diesen posten sehen würde ...

wien ist ein politischer sarg.

Heavyweather
29.06.2010 17:24

wegen einer Steckdose?

Lew Ashby
07.07.2010 12:35

nien, aber wegen so sachen wie der "volksbefragung". das war die größte und offensichtlichste lüge seit jahren.

stolzaufholz
28.06.2010 20:42
Rote Freunderlpartie

Sima und Schellmann...

dazu passend ein aktueller Falter-Artikel: http://www.falter.at/web/print... hp?id=1176

Erzsébet Lucas
29.06.2010 10:18

Danke für den interessanten link!

Soph Isticus
28.06.2010 19:57
unterhaltsam ...

Wenn man Fremdwörter oder exquisit selten verwendete Wörter einstreut UND sich dummerweise auf eine computer-gesteuerte Rechtschreibkontrolle verlässt, hat man sich perfekt selbst überdribbelt.

Bravo.

Sledgehammer1
16.06.2010 12:03
Rottenzwerg

das Fettauge der Society-Suppe ist der kleine Kläffer, den keiner mag. Vor Ort schleimerisch, würgt er ungeliebten Personen, die ihm nicht genug huldigen, hintennach eine rein - in fehlerhaftem Deutsch. Zum Glück liest das ohnehin fast keiner.

Erisian Liberation Front
26.05.2010 14:20
Sima macht in die Ecke

und eröffnet einen Papierspender für mobiles Koten.

Noch so ein Schritt zur Weltstadt Wien ;-)

Briefmarkenkleber
24.05.2010 00:21
Freundlicher Titel

Zeugt von einer bestimmten Geisteshaltung.

Zophopas
22.05.2010 19:44
"Sima eröffnet eine Steckdose"

eine blödere Überschrift ist dem Standard wohl nicht eingefallen?

Rene Stangeler
28.06.2010 21:48
Stimmt aber, auch wenns blöd klingt.

wwelv folig
21.05.2010 14:13
stromautos und stromräder sind umweltfreundlich.

Weil der strom aus der steckdose kommt.

Erwin Brandstetter
29.06.2010 16:18
Stromräder sind extrem umwelfreundlich

... weil sie nur einen winzigen Bruchteil der Energie und Ressourcen verschlingen, die Automobile verbraten. Gesund sind sie nebenbei auch, für Fahrer wie für Umstehende.

Das ändert nichts daran, dass Fahrräder ohne Strom noch um eine Spur umweltfreundlicher sind. Aber das ist in der Relation nebensächlich.

Der Punkt ist, dass ein großer Anteil der Bevölkerung sich nicht fit genug für Räder ohne Strom fühlt. Der Akku hilft mit beim Anfahren oder bergauf. Das Rad läuft aber auch ohne Strom. Ein idealer Einstieg.

A ndreas Bogeschdorfer
23.05.2010 12:05
Stromräder und Stromautos haben das Potential zur umweltfreundlichen Mobilität.

Und zwar in Kombination m erneuerbarer Stromerzeugung.

Wegen eines nicht zufriedenstellenden Ist-Zustandes eine potentiell sinnvolle Technologie zu denunzieren, oder auf d St Nimmerleinstag verschieben zu wollen, dabei gemütlich im Sofa sitzend d Ist-Zustand hinzunehmen, gleichzeitig fest zu schimpfen auf jene, die d Potential erkennen, hat nichts mit besserer Einsicht, sondern nur mit billigem Zynismus o Raunzerei zu tun.

Konstruktiv ist d Forderung nach Einführung der E-Molbilität bei gleichzeitig raschem Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung.

Und beim österreichischen Strommix ist d Anteil Erneuerbarer (v a Wasserkraft) bereits jetzt so hoch, dass d E-Auto umweltverträglicher ist, als d Alternative Verbrennungsmotor.

wwelv folig
24.05.2010 22:03
wieviel % von der energie die sie täglich ziehn,

ist atomstrom?

Heavyweather
29.06.2010 17:27

0%
ganz einfach.

hast1
23.05.2010 22:05
was ist daran umweltfreundlich, wenn man fahrrädern akkus umhängt?


"Konstruktiv ist d Forderung nach Einführung der E-Molbilität bei gleichzeitig raschem Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung. "

ach so!

sie gehören zu denen, die österreichs landschaft mit windkraftanlagen zu einer einzigen, riesigen industrieanlage umgestalten wollen.

konstruktiv ist das nur für die konten der leute, die in diesem industriezweig arbeiten.

lukas820
28.05.2010 15:52

Natürlich ist das umweltfreundlich. Damit kann man auch Leute ansprechen die sonst mit dem Moped oder dem Auto fahren und ohne e-antrieb nicht aufs Rad umsteigen würden.

Darf ich frage auf welche Energiequelle sie setzten würden? Man kann die Klimaerwärmung halt einfach nicht ignorieren.

Rene Stangeler
29.06.2010 00:05
In meinem Heimatdorf

(Kaff im Burgenland) verbreiten sich die E-Bikes wie die Pest. Jeder Opa, jede Oma (aber auch Junge) will eins haben. Gings bisher mit normalen Fahrrädern (wenn auch langsam, was ja wurscht ist) in die Kirche, zum Friedhof, zum Wirten usw fahrens jetzt alle mit E-Bikes.
Ausser zusätzlichem Stromverbrauch (plus Resourcenverbrauch bei der Herstellung der Räder und der Akkkus, die alten fahrtauglichen Räder verstauben in den Ställen) hat das nichts gebracht. Ausser dass die Pensionisten noch weniger für die körperliche Fitness/den Kreislauf tun, Dank E-Bike gehts ja gänzlich ohne Anstrengung dahin. Und Förderung gab ja auch noch, ein Ansporn mehr.

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