Diskriminierung

Der Name als Hürde

19. Mai 2010, 18:22

Vorurteile erschweren Jobsuche für Menschen mit "ausländisch" klingenden Namen

Wien - Wenn Jean-Pierre zehn Bewerbungen abschickt, um in Frankreich einen Job zu finden, muss Ali 30 bis 40 Bewerbungen schreiben - oder anders gesagt: Migranten werden auf dem Arbeitsmarkt deutlich diskriminiert. Beispiele wie diese gebe es in verschiedenen internationalen Studien, sagt Thomas Liebig, Migrationsexperte der OECD. Am Mittwoch war er bei einer Konferenz des Beratungszentrums für Migranten in Wien.

Diskutiert wurde, wie Zuwanderer, vor allem aus Drittstaaten, besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können - denn zur Aufrechterhaltung des Wohlstandes müssten die Fähigkeiten von Migranten genützt werden, betonen die Veranstalter.

Viele hoch qualifiziert

Rassismus ist auf dem Arbeitsmarkt laut Liebig nicht so sehr das Problem, sondern Diskriminierung - gegen die man freilich schwer gesetzlich vorgehen könne. So würden Migranten immer noch als minderqualifizierte Gruppe wahrgenommen, da viele aus Gastarbeiterfamilien kämen. "Dabei sind viele Kinder höher qualifiziert als ihre Eltern."

Vorgestellt wurde am Mittwoch auch das Programm "Impact" . Experten aus Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Großbritannien haben unter anderem eine Schulungsunterlage erarbeitet, die Behörden dabei helfen soll, Drittstaatenangehörige bei der Jobsuche zu unterstützen. Denn obwohl die Arbeitslosenrate von Migranten EU-weit unter der Arbeitslosigkeit der EU-Staatsbürger liegt, arbeiten viele deutlich unter ihrem Qualifikationsniveau.

138.225 Deutsche

Laut neuesten Daten der Statistik Austria waren die Deutschen 2009 mit 138.225 Personen die größte Ausländergruppe in Österreich, gefolgt von Bürgern der Nachfolgestaaten Jugoslawiens und Zuwanderern aus der Türkei. Jeder Zehnte, der derzeit in Österreich lebt, ist kein heimischer Staatsbürger. (Andrea Heigl, DER STANDARD Printausgabe, 20.5.2010)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 283
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Blauer Dunst!
01
27.7.2010, 17:17
Irgendwie verstehe ich nicht was Strache hier verzettelt hat!

Oder das Kickl-Hirn!
Also zuerst nehmen die Ausländer uns die Jobs weg, dann kosten sie so viel, weil sie ja nichts arbeiten, dann haben wir, wie er in den Sommergespräch voriges Jahr gesagt hat jährlich 800.000 Zuwanderer, obwohl insgesamt nur soviel da sind!
Irgendwie stimmt doch was nicht oder?
Integrieren wollen sie sich auch nicht, obwohl wir sie ja mit jedem Wort loben und überhaupt nicht beschimpfen und alle tragen eine Burka, außerdem gehören die jüdischen Einwanderer weg, weil sie sonst zur EU kommen und Griechenland braucht eine zweite Währung, damit die Wirtschaft weltweit dass Vertrauen in den EURO hat!
Solange wir solche Politiker im Land haben und den Kärntnern im Parlament zuhören, sehe ich keine Zukunft!
Der Name ist egal!

Antony Kohlencherry
30
25.6.2010, 22:07
Also wenns wirklich am Namen liegen sollte

und nicht an mangelnder Qualifikation bzw. grundsätzlichem Desinteresse (was ich persönlich bezweifle), bleibt immer noch die Möglichkeit, sich statt Ali, Sahin und dgl. einen anderen Namen zuzulegen.
In einem muslimischen Land hätte ich z.B. mit dem Namen Christian ein nicht geringes Problem. Als Christian den Islam als Religion anzunehmen, würde mir sogar hier, in meinem Heimatland verweigert werden. Ich würde wohl den Namen Ali, Sahin und dgl. annehmen müssen.

_Bauernbub_
23
15.6.2010, 01:31
An alle werdenden Väter und Mütter!

Bitte gebt euren Kindern DEUTSCHE Namen!

Blauer Dunst!
00
27.7.2010, 17:06
Ja so wie die Rosenkranz!

Lucky Luke 1988
01
20.6.2010, 02:49
ich werde meinem kind einen namen geben den es im deutschen und im ex-jugoslawischen gibt :D

A_Schläsinger_vu_Brassel
00
24.6.2010, 09:48

Das sind sehr viele, obwohl es bei so manchem einen kleinen Unterschied gibt...

Juli(j)an oder Dani(j)el scheident somit aus...

Lucky Luke 1988
00
28.6.2010, 13:30
die kroatischen versionen sind den deutschen gleich und wenn ich jemanden "daniel" statt "danijel" nenne wird mir unten auch keiner den kopf abreißen

Sahin A.
131
27.5.2010, 19:37
Dann sich wundern warum ein Ali sich nicht integriert

3 Buchstaben reichen aus um diskriminiert zu werden....

BK W. Shoyssel
38
29.5.2010, 13:12

dann lass Dich doch in Sam umbenennen, dann gibt's keine Probleme mit dem Namen mehr,

aber dann geht es um fachspezifisches Können, Rechtschreiben, Rechnen, Allgemeinwissen, Berufserfahrung, Softskills, Referenzen, Schultyp, Schulnoten, Hobbies, gutes Benehmen, ...

dann kann man nicht mehr jammern, dass es der Name ist, weswegen man von den bösen Personalchefs diskriminiert wird.

Sahin A.
112
30.5.2010, 14:02
"dann lass Dich doch in Sam umbenennen, dann gibt's keine Probleme mit dem Namen mehr,.. "

Na super...und jetzt soll mir noch einer nochmal sagen, dass Österreich zivilisiert, aufgeklärt, demokratisch und hochmodern ist.

Bereits beim Namen ist alles Geschichte...wow

A_Schläsinger_vu_Brassel
24
31.5.2010, 20:09

Ich glaube, dass Sie noch viel weniger aufgeklärt und hochmodern sind.

Sahin A.
71
11.6.2010, 09:30
genau

Um hochmodern und aufgeklärt da zustehen, muss man Hans, Wilhelm und Klaus angesprochen werden.

Alle anderen Namen sind kontraproduktiv und entspricht nicht der öster. Norm.

Gendo
02
31.5.2010, 14:10

Nun ja die Europäer haben sich dieser Prozedur auch in den USA stellen müssen (die wurden gleich Zwangsumbennant).
Aber die Sache mit den Namen ist sowieso etwas komisch(den bekommt man meistens egal ob er einem gefällt oder nicht!). Man sollte es so machen wie auf Arakis, sich einen Ruf und einen Kampfnamen auswählen und in je nach Bedarf einsetzen. So kann man es sich selber und der Umwelt recht machen, wenn man will, oder genau nicht!

Ober Heinzi
03
27.5.2010, 19:02
Der Name soll das Problem sein?

Also mir persönlich ist es völlig schnurz welcher Name auf den Bewerbungsunterlagen steht. Ob der Gute Ali, Hans oder Slobodan heißt interessiert mich aber schon überhaupt nicht.

Wenn im Lebenslauf / Motivationsschreiben eklatante Fehler sind wird der oder die Bewerber (in) erst gar nicht eingeladen.

Namen hin oder her.

Fiktives Beispiel: würde sich ein Österreicher und ein Ausländer mit gleicher Qualifikation und gleichen Eigenschaften bewerben - ich würde einfach würfeln.

1116er
20
31.5.2010, 15:02
Fiktives Beispiel: würde sich ein Österreicher und ein Ausländer mit gleicher Qualifikation und gleichen Eigenschaften bewerben - ich würde einfach würfeln.

da sind sie aber die berühmte ausnahme von der regel!

die (leider-) realität ist: sogar bei schlechterer qualifikation wird der inländer bevorzugt....

Geraldines_Tante
79
25.5.2010, 22:51
lch nenne doch

meine Kinder, falls ich nach Australien auswandern sollte, auch landestypisch, damit sie dort keine Außenseiter werden. Jack statt Jakob, Frank statt Franzi.

Warum kann dann ein Immigrant in Österreich seinen Sohn nicht Josef statt Jussuf nennen? Oder Alfons statt Ali? Oder Gotthelf statt Müjehid?

josefa maier449
00
Gotthelf statt Müjehid

das ist gut :D *lachlaut*

Sahin A.
173
26.5.2010, 20:27
In einem hochmodernen zivilisierten Land sollte der Name eigentlich SCH**SSEGAL sein..

Gendo
00
31.5.2010, 14:14

Dort sollte auch das Geschlecht, das Alter und das Aussehen keine Rolle spielen.
Im Grunde sollten all diese Angaben nicht in einer Bewerbung aufscheinen (zumindest bei dem der Entscheidet). Ansonst geben unbewußt dann immer andere Kriterien als das Können ausschlag (weil z.b. der Cheff mal als Kind ständig von einem Blondling verdroschen worden ist)

Linksfahrer sind sichtbarer
27
30.5.2010, 12:42

Sagen sie das ihren Eltern, die ihnen keinen hochmodernen Namen gaben :-p

Geraldines_Tante
417
29.5.2010, 11:53

richtig - wenn alle Bewohner sich auch so zivilisiert verhalten. Wenn aber viele Alis und Sahins von ihren Frauen verlangen Kopftücher oder noch Schlimmeres zu tragen, bei Fahren ihres 3er BMW sehr leicht reizbar sind, bei Fußballmatches bis 4 Uhr früh hupenden Autokorso veranstalten, usw. usw.

dann dürfen die anderen braven zivilisierten Alis und Sahins sich nicht wundern, dass Arbeitgeber ihre Namen nicht als Namen, sondern als Diagnose verstehen.

Was also tun? Entweder bei den eigenen Namensvettern für Ordnung sorgen oder sich von ihnen distanzieren. Am Besten mit einem Namen, der deutlich zeigt, dass man in Europa angekommen ist. Und sich integriert hat.

1116er
103
31.5.2010, 15:03
sie verlangen nicht integration

sondern sie verlangen assimilation!

KL
22
27.6.2010, 21:34

Ja und?

Sahin A.
111
30.5.2010, 14:15
Muahaha....geil

Wir(Arbeitgeber) haben leider Vorurteile, deswegen müsst IHR(Alis und Muhlis) euren Namen ändern?

Wow, welch aufgeklärter, zivilisierter, moderner Lösungsansatz....

Und Sie glauben wirklich, dass der Name alles ändern würde....herrlich naiv...

smleser
11
29.5.2010, 09:44

Bin genau dieser Meinung!

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