Ozeantemperaturen steigen und schlucken Wärmeenergie

19. Mai 2010, 19:09
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Forscher stoßen bei ihren Berechnungen aber auch auf neue Rätsel

London - Die Temperatur in den oberen Schichten der Weltmeere ist von 1993 bis 2008 definitiv gestiegen. Dies berichtet ein internationales Forscherteam nach einer detaillierten Fehleranalyse und Neubewertung bereits existierender Messdaten im Fachjournal "Nature" (Bd. 465, S. 334). Nach den neuen Analysen "schlucken" die oberen Meeresschichten einen Großteil der Wärmeenergie, die durch den vom Menschen verursachten Treibhauseffekt freigesetzt wird.

Die Forscher hoffen durch diese und weitere Untersuchungen, auch Art und Ausmaß der Erderwärmung und des Anstiegs des Meeresspiegels besser erfassen zu können. Die Wassertemperaturen unterliegen nämlich den natürlichen Schwankungen aufgrund kurzfristiger Wetterphänomene viel weniger stark als etwa die Atmosphärentemperatur.

Allerdings stießen die Forscher bei ihren Berechnungen auch auf neue Rätsel. So ist nicht wirklich klar, warum sich der Anstieg der Temperaturen an der Meeresoberfläche seit 2003 verflachte. Womöglich wurde es in tieferen Schichten wärmer. (APA, tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 20. 5. 2010)

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