Microsofts J Allard wegen Courier "untergetaucht"?

19. Mai 2010, 15:59
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Der angebliche Mastermind des gestrichenen Microsoft-Tablets soll Redmond verärgert den Rücken gekehrt haben

Nachdem Microsoft vor einigen Wochen erklärt hat, dass der iPad-Konkurrent Courier nicht auf den Markt kommen werde, scheint auch der Leiter des Projekts J Allard, Chief Experience Officer und Chief Technology Office der Entertainment und Devices Abteilung, von Redmonds Erdboden verschwunden zu sein. Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley wollte seinen Verbleib recherchieren und stieß bei Microsoft offiziell auf Schweigen. Allard war unter anderem auch maßgeblich für die Entwicklung von Xbox und Zune-Player verantwortlich.

Auf Sabbatical

Offiziell habe Microsoft zu "Gerüchten und Spekulationen" keinen Kommentar abgeben wollen. Auf der Unternehmensseite werde Allard nach wie vor aufgelistet. Eine als verlässlich bekannte Quelle habe Foley gesagt, dass Allard ein Sabbatical genommen habe und es unwahrscheinlich sei, dass er in den Konzern zurückkehre. Spekulationen für den angeblichen Rückzug gebe es mehrere. So soll Allard dem Unternehmen den Rücken gekehrt haben, aus Verärgerung darüber, dass das Courier eingestampft wurde. Andere Quellen meinen, dass Ballmer dahinter stehe, da es Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Tablets gegeben habe.

Nachfolger

Allards Platz könnte von Todd Holmdahl eingenommen werden. Holmdahl, der zuvor die Positon des Corporate Vice President der Gaming und Xbox Product Group inne hatte, wird mittlerweile auf der Website als Corporate Vice President, Interactive Entertainment Business gelistet. Die Microsoft-Bloggerin meint, dass diese Änderung auch nur organisatorischer Natur sein könnte, vor der Präsentation von Project Natal auf der E3. Holmdahl könnte aber auch Allard nachgefolgt sein. Bestätigen konnte das von Foleys Kontakten jedoch niemand. Ein Insider habe ihr aber gesagt, dass Allards Rückzug ein großer Verlust für Microsoft wäre. Allard sei ein wenig wie Apple-CEO Steve Jobs - er habe an Geheimprojekten bei Microsoft gearbeitet und vertrete den Standpunkt, dass nicht nur die Funktionen, sondern auch das Design wichtig sei. (red)

 

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    Was macht J Allard?

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